Party nach Niederlage schuld an der Versetzung

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Einen Tag nach der Versetzung von fünf Spielern des TSV 1860 München in die Regionalliga-Mannschaft klären sich die Gründe für die Sanktionen auf.

Während Keeper Gabor Kiraly für seine Attacke am eigenen Verteidiger Gary Kagelmacher im Spiel gegen RB Leipzig vorübergehend degradiert wurde, wurde den restlichen vier Löwen eine Partynacht zum Verhängnis.

"Waren nicht im Puff"

Wie "Sport1" berichtet, kosteten Vitus Eicher, Daniel Adlung, Yannick Stark und Kapitän Julian Weigl nach der 2:3-Auftaktniederlage in Kaiserslautern das Münchner Nachtleben aus.

"Wir bereuen, was wir getan haben, aber wir sind und bleiben Menschen, es war eine Dummheit. Aber wir sind nicht die ersten Spieler, denen so etwas passiert ist und die nach einer Niederlage feiern gehen", erklärt Adlung.

Spekulationen über Ausschweifungen dementiert der 26-Jährige allerdings: "Wir haben nichts verbrochen. Auch stimmt es nicht, dass wir im Puff waren. Wir waren auch nicht in eine Schlägerei verwickelt. Wir waren einfach zu lange weg und dieser Fehler darf nicht passieren."

"Das war es nicht wert"

Offiziell nahm das Party-Quartett via 1860-Homepage Stellung und entschuldigte sich. "Unser Verhalten war nicht in Ordnung. Und dafür stehen wir jetzt natürlich gerade. Es war ein Fehler, den wir bereuen. Es ist uns aber auch ganz wichtig zu betonen, dass wir niemandem bewusst schaden wollten", steht dort zu lesen.

"Wir entschuldigen uns bei allen Fans, der Mannschaft und dem Verein. Wir sind gerne Löwen - und das werden wir Euch zeigen und hängen uns ab sofort noch mehr rein. Und für unsere Fans überlegen wir uns auch noch eine kleine Wiedergutmachung", geloben Eicher, Stark, Weigl und Adlung zudem.

Letzterer gibt auch zu, dass er die nächtlichen Aktivitäten bereut. "Das war es nicht wert, dass ich jetzt bei der U21 trainieren muss. Das entschuldigt keine Party der Welt", gibt sich Adlung reumütig.

Enttäuscht zeigt er sich indes allerdings von jenem Taxifahrer, der ihn und seine Kollegen Montagnacht durch die Weißwurstmetropole kutschierte.

Taxifahrer machte Meldung

"Ich weiß nicht, wie sehr so ein Mann die Schweigepflicht hat. Es ist natürlich enttäuschend, dass er uns verpfeift und dadurch Aufmerksamkeit will. Das macht man nicht", rügt Adlung den Taxler öffentlich.

Für die Versetzung durch Trainer Ricardo Moniz hat er hingegen Verständnis. "Dass Moniz jetzt Konsequenzen ziehen musste, ist doch klar. Das zeigt nur, dass der Trainer rigoros seinen Stil durchzieht. Es gibt keine Missstimmung. Die Mannschaft steht hinter dem Trainer", versichert Adlung.

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