Liebe auf den ersten Blick

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Schumacher lobt Stöger in höchsten Tönen

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Es war ein ereignisreicher erster Arbeitstag für Peter Stöger in Köln.

Nach der Antritts-Pressekonferenz zu Mittag stand kurz darauf bereits die erste Trainings-Einheit auf dem Programm.

Knapp 1.000 Fans des FC begrüßten um Punkt 15:00 Uhr ihren neuen Coach am Kölner Grüngürtel mit Applaus.

Ein wenig Show

Es waren zwar nur neun Feldspieler zugegen, trotzdem versuchte Stöger die Schaulustigen bestmöglich zu unterhalten, indem er seine Profis vier gegen vier spielen ließ.

Stöger selbst trat zwar nicht gegen den Ball, suchte aber immer wieder Kontakt zu seinem Trainer-Team sowie zum Publikum. Alles in allem eine sehr angenehme Atmosphäre.

Der ehemalige deutsche Nationaltorhüter fügte gleich hinzu: „Wer mit seinen Jungs die Red-Bull-Truppe hinter sich lässt und das auch noch mit einer Rekord-Punkteanzahl, der muss schon was können.“

„Stöger weiß genau, was er will“

Besonders von den menschlichen Qualitäten des Ex-Austria-Trainers ist Schumacher überzeugt. „Er ist ein Lehrer, aber auch ein Menschenfänger. Er hat eine sympathische Art, ist sehr kompetent und weiß vor allem genau, was er will. Er hat auch mal beim Fernsehen gearbeitet und weiß wie man mit den Medien umgeht.“

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Fähigkeit in Köln wichtig ist, wenn man sich länger auf dem Trainerstuhl halten will.

Noch entscheidender wird aber ein guter Saisonstart sein. Dafür müssen noch einige Verstärkungen her. Es spricht also wenig dafür, dass Stögers kommende Arbeitstage ereignisärmer werden.


Nikolaus Strecha aus Köln/Máté Esterházy

Liebe auf den ersten Blick

Diese positive Stimmung wird von den Kölner Verantwortlichen zusätzlich befeuert. Vizepräsident Toni Schumacher etwa ist vom neuen Übungsleiter hellauf begeistert und das nicht erst seit gestern, wie er im Gespräch mit LAOLA1 verriet:

„Wir hatten ihn schon lange am Zettel. Er war ja auch bei einem Klub aus der ersten Liga (Anm.: Werder Bremen) im Gespräch. Als wir hörten, dass das Thema durch ist, haben wir uns sofort draufgestürzt.“

Was dann beim ersten Gespräch in Wien folgte, kann man als Liebe auf den ersten Blick beschreiben: „Es hat zwei Stunden gedauert. Alexander Wehrle, Jörg Jakobs und ich haben uns nachher angesehen und alle dasselbe gedacht. Ich habe es dann ausgesprochen: 'Ihr wisst, dass wir gerade unseren neuen Trainer gesehen haben?'. Es passte einfach alles. Es gab überhaupt keinen Punkt, den man hätte hinterfragen müssen. Es ist rundum perfekt gelaufen."

Nationalität ist unwichtig

Wenig überraschend sind nicht alle Kölner auf Anhieb von Stöger begeistert: Die kolportierten 700.000 Euro sind für die klammen Domstädter nicht gerade wenig. Schon gar nicht für einen Trainer aus der international oft belächelten österreichischen Liga.

Für Schumacher war die Nationalität allerdings kein Qualitätskriterium: „So arrogant sind wir hier nicht. Ernst Happel war auch Österreicher, ein erfolgreicher noch dazu. Ganz viele Österreicher haben in der Bundesliga gespielt, auch schon zu meiner Zeit. Wir denken sicher nicht, dass in Österreich Amateur-Fußball gespielt wird.“

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