"Ich hatte sofort ein sehr gutes Gefühl"

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Betzenberg statt Laaerberg.

Gut gelaunt präsentiert sich Franco Foda am Mittwoch kurz nach 11 Uhr den deutschen Medien. Kein Wunder, erfüllt sich der 46-Jährige mit dem Engagement beim 1. FC Kaiserlautern bis 2014 doch einen großen Traum.

„Die deutsche Bundesliga war immer mein Ziel“, erzählt Sturms Meistermacher. Mit dem Zusatz: „Nachdem ich das Angebot erhalten habe, musste ich nicht mehr lange überlegen“. Zum Leidwesen der Wiener Austria, die den gebürtigen Mainzer als absoluten Wunschkandidaten titulierte und ihn ebenfalls gerne verpflichtet hätte.

Doch Foda zog die zweite deutsche Bundesliga der österreichischen Bundesliga vor. Unter seiner Anleitung und mit der Hilfe seines langjährigen Wegbegleiters Thomas Kristl, der erneut als Co-Trainer fungieren wird, sollen die „Roten Teufel“ den sofortigen Wiederaufstieg schaffen.

Bereits 2009 schien ein Engagement in der Pfalz nur mehr Formsache zu sein, doch der Deutsche blieb aus familiären Gründen in Graz.

Diesmal klappte es mit der Rückkehr ins Fritz-Walter-Stadion, wo er schon als Aktiver von 1983-1984 und 1987-1990 kickte.

LAOLA1 hörte dem zweifachen Internationalen bei der Vorstellungs-PK aufmerksam zu.

Franco Foda über…

… die Beweggründe seiner Rückkehr nach Kaiserslautern:

„Es ist schön wieder hier zu sein. Vor 30 Jahren hat meine Karriere in Kaiserslautern begonnen, vor 20 Jahren habe ich mein letztes Match bestritten. Ich freue mich daher, nun Cheftrainer zu sein. Ich hoffe auf eine gute, erfolgreiche und lange Zusammenarbeit – so wie bei Sturm Graz. Kaiserslautern ist ein Traditionsverein mit tollen Fans und einem tollen Stadion. Unser Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg."

… die Verhandlungen:

„Vergangenen Freitag hat Manager Stefan Kuntz mit mir Kontakt aufgenommen. Am Sonntag gab es dann am Frankfurter Flughafen ein Treffen. Ich hatte sofort ein sehr gutes Gefühl. Da ich auch ein Angebot der Austria hatte, wollte ich einmal drüber schlafen. Am Montag habe ich dann dem 1.FCK zugesagt."

… die Absage an die Austria:

„Es war eine Grundsatzentscheidung: Ausland oder Österreich. Ich wollte diesmal aber eine neue Herausforderung. Nachdem ich das Angebot aus Kaiserslautern erhalten habe, musste ich nicht mehr lange überlegen. Ich werde auch nach Kaiserslautern übersiedeln, weil ich mich mit dem Klub voll identifizieren will.“

… mögliche Verstärkungen von Sturm Graz:

„Es gibt einige gute Spieler bei Sturm. Wir haben aber eine genaue Vorstellung, auf welchen Positionen wir uns verstärken wollen. Grundsätzlich ist es aber nicht auszuschließen, wenn sie für uns interessant sind."

… seine Zielsetzung:

„Wir wollen den sofortigen Wiederaufstieg und dabei einen gepflegten, guten, schnellen und aggressiven Fußball zeigen. Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Ein Zusammenhalt kann Berge versetzen. Wer mich kennt, der weiß, dass auch junge Spieler aus dem Nachwuchs zum Einsatz kommen werden. Wir werden aber auch nach Neuen Ausschau halten. Sie müssen uns aber verbessern. Wir werden jedenfalls eine schlagkräftige Truppe sein."

Aufgezeichnet von Martin Wechtl

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