Spanien hat "Klasse bestätigt"

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Spaniens Nationalteam hat eine weitere Nagelprobe bestanden.

Mit dem 1:0-Sieg am Dienstagabend in der Qualifikations-Gruppe I im Stade de France gegen Frankreich hat der amtierende Welt- und Europameister Kurs auf die WM 2014 in Brasilien genommen.

"Die neuen Helden"

"Die neuen Helden", titelte die Sport-Tageszeitung "Marca", da die Spanier auch ersatzgeschwächt im Schlüsselspiel bestanden.

Bei den Iberern fielen verletzungsbedingt Stammtorhüter Iker Casillas und Verteidiger Jordi Alba aus.

Dafür kamen FC-Barcelona-Goalie Victor Valdes und Arsenal-Abwehrspieler Nacho Monreal zum Zug.

Del Bosques Genugtuung

Und das Duo bewies in St. Denis bei Paris, dass es den Spaniern keinesfalls an Kadertiefe mangelt. Und ein Ende "ihrer" Ära ist damit ebenfalls noch nicht in Sicht.

"Es gab Zweifel an unserer Elf. Aber wir haben unsere Klasse bestätigt", sagte Trainer Vicente del Bosque voller Genugtuung. "So gewinnt der Weltmeister! Ein spanisches Superteam erteilt der Fußball-Welt eine Lehrstunde", schrieb "Marca" im Überschwang.

Und selbst der sonst so zurückhaltende Del Bosque konnte sich einen weiteren Seitenhieb auf alle Skeptiker des nicht Tod zu kriegenden spanischen Kurzpassspiels nicht verkneifen: "Wir sind unserem Stil treu geblieben. Es gab keine Notwendigkeit, etwas zu ändern."

Frankreich hofft auf einen Patzer

Aber auch die Franzosen glauben angesichts von nur einem Punkt Rückstand auf Spanien weiter an Platz eins, der die direkte WM-Quali bedeutet.

"Wir müssen darauf setzen, dass sie wieder patzen, im Fußball ist immer alles möglich", sagte Bayern-München-Star Franck Ribery.

Hodgson bleibt positiv

England muss nach dem 1:1 in Montenegro um Rang eins bangen. "Es war, als würde man sich einen alten Film zum x-ten Mal anschauen und glauben, dass es dieses Mal anders ausgeht", schrieb die "Times".

Das Remis war für den großen Favoriten zu wenig, um in der Tabelle der Gruppe H an der früheren jugoslawischen Teilrepublik vorbeizuziehen.

Dennoch blieb Roy Hodgson, Teamchef der "Three Lions", positiv: "Wir haben es immer noch in der Hand. Wir spielen noch gegen Montenegro und Polen daheim sowie auswärts gegen die Ukraine."

Hodgson weiter: "Es ist kein schlechtes Ergebnis, weil sie schwer zu besiegen sind."

Prandelli lobt Balotelli

Italien begann beim 2:0 auf Malta ausschließlich mit Spielern von AC Milan (5) und Juventus Turin (6). Nach dem Spiel sprachen einmal mehr alle nur von Mario Balotelli.

Der 22-Jährige schoss beide Tore und wurde von einigen gegnerischen Fans rassistisch beleidigt. "Es war gut, dass er so ruhig geblieben ist. Kompliment für sein inneres Gleichgewicht", meinte Trainer Cesare Prandelli.

Niederlande staubtrocken

Die Niederländer können sich nach dem klaren 4:0 (1:0) gegen ihren vermeintlich stärksten Verfolger Rumänien in Gruppe D mittlerweile sogar zwei Patzer erlauben, ohne dass dies Folgen hätte. Das neuformierte Team feierte in Amsterdam den sechsten Sieg im sechsten Spiel.

"Mit Vollgas nach Rio", schrieb der "Telegraaf". Bondscoach Louis van Gaal könne "endlich ein schwarzes Kapitel seiner Trainerkarriere schließen, nämlich das Ausscheiden von Oranje vor der WM 2002".

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