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Deutschland souverän, Spanien siegt in Frankreich

Spanien hat im Schlager der europäischen WM-Qualifikationsspiele am Dienstag die Nerven bewahrt.

Der regierende Welt- und Europameister setzte sich auswärts gegen Frankreich 1:0 durch und übernahm von den "Bleus" damit die Tabellenspitze in Gruppe I.

Das entscheidende Tor im Stade de France gelang Barcelona-Profi Pedro Rodriguez in der 58. Minute. Bei Frankreich sah Paul Pogba in der 78. Minute noch Gelb-Rot.

20 Jahre unbesiegt

Spanien liegt nun mit elf Zählern einen Punkt vor Frankreich. Die Mannschaft von Erfolgstrainer Vicente del Bosque hält nun auch bereits bei 25 Pflichtspielen ohne Niederlage. In der WM-Qualifikation sind die Iberer seit fast genau 20 Jahren nicht mehr bezwungen worden. Letztmals gelang dies Dänemark am 31. März 1993 (0:1).

Pedro bewahrte Spanien vor dem dritten Remis in der WM-Qualifikation in Folge. In der 58. Minute spielte er den Ball nach links auf Ignacio Monreal, sprintete gleich selbst wieder vors Tor und erhielt von Monreal erneut den Ball, den er an Hugo Lloris vorbei ins Tor bugsierte.

Pfiffe gegen Benzema

Mit einem Sieg hätte Frankreich fünf Punkte Vorsprung auf Spanien gehabt; das WM-Ticket wäre dem Team von Didier Deschamps wohl nicht mehr zu nehmen gewesen. So müssen sie auf einen erneuten Ausrutscher der Spanier hoffen, um das Play-off zu umgehen. Erneut erfolglos blieb Karim Benzema.

Der Stürmer von Real Madrid wurde in der 83. Minute unter den gellenden Pfiffen des Pariser Publikums ausgewechselt und ist im Trikot der "Bleus" seit bereits 1.012 Minuten ohne Torerfolg.

Balotelli trifft doppelt

Italien hielt Mario Balotelli auf WM-Kurs. Der Stürmerstar des AC Milan erzielte beide Treffer (8./Elfmeter, 45.) zum 2:0 auf Malta, womit der Vize-Europameister den Vorsprung an der Tabellenspitze der Gruppe B ausbaute. Italien liegt mit 13 Punkten nun drei Zähler vor Bulgarien, das in Dänemark ein 1:1 holte.

In Ta'Quali verpasste Michael Mifsud mit einem verschossenen Elfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich (16.) für Malta. So blieb der frühere Welttorhüter Gianluigi Buffon in seinem 126. Länderspiel ohne Gegentor.

Belgien auf gutem Weg

Auf bestem Weg nach Brasilien ist auch Belgien. Die "Roten Teufel" siegten gegen Mazedonien dank eines Tores von Eden Hazard (62.) mit 1:0. Mit 16 Punkten aus sechs Spielen liegt Belgien in Gruppe A dennoch gleichauf mit Kroatien.

Diese siegten in Wales 2:1, obwohl Gareth Bale die Briten per Elfmeter (21.) in Führung brachte. Dejan Lovren (77.) und Eduardo (87.) sorgten aber für die Wende.

England nur mit Remis

Mit einem Unentschieden zufriedengeben musste sich hingegen England. Die "Three Lions" kamen auswärts gegen Montenegro nur zu einem 1:1 und liegen damit weiter zwei Zähler hinter den Kickern vom Balkan.

Der beim im EM-Qualifikationsspiel am 7. Oktober 2011 an gleicher Stätte ausgeschlossene Wayne Rooney brachte die Gäste in Podgorica zwar schon in der 6. Minute voran, Dejan Damjanovic (76.) sorgte aber für den umjubelten Ausgleich. England droht nun die Teilnahme am Play-off der Gruppenzweiten.

DFB-Elf siegt verdient

Mit spielerischer Leichtigkeit hat die deutsche Nationalmannschaft ihre Sechs-Punkte-Pflicht gegen Kasachstan vollendet.

Beim ungefährdeten 4:1-(3:0)-Sieg am Dienstagabend in Nürnberg ging das Konzept von Bundestrainer Joachim Löw ohne Stürmer erneut auf, allerdings wusste das Team nur die ersten 45 Minuten wirklich zu überzeugen.

BVB-Trio trifft

Dank der Tore des Dortmunder Trios Marco Reus (23., 90. Minute), Mario Götze (27.) und Ilkay Gündogan (32.) baute die DFB-Elf ihre Tabellenführung in der Gruppe C der WM-Qualifikation mit 16 Punkten weiter aus, sie liegt nun schon acht Zähler vor dem Trio Österreich, Schweden und Irland, das um Rang zwei kämpft.

Schönheitsfehler waren vor 43.500 Zuschauern der von Bayern-Tormann Manuel Neuer leichtfertig verschuldete Gegentreffer durch Heinrich Schmidtgal (46.) sowie der fahrlässige Umgang der Deutschen mit ihren Chancen nach der Pause.

Reus knackte den Riegel

Glänzend dirigiert von Taktgeber Mesut Özil zog die DFB-Elf im zweiten Vergleich mit Kasachstan phasenweise ein Kombinationsspiel auf, dem der häufig mit allen Mann verteidigende Gegner wenig entgegenzusetzen hatte

In seinem 57. Pflichtspiel der Saison war der Real Madrid-Star an fast allen gefährlichen Aktionen gegen die "blaue Wand" beteiligt. Als Türöffner erwies sich aber einmal mehr Reus, der nach seiner Gelb-Sperre in die Mannschaft zurückgekehrt war, für viel Betrieb im Angriff sorgte und nach 23 Minuten den Riegel als erster knackte.

Sechs Mal Aluminium

Das Dortmunder Offensivtrio mit Götze, Reus und Gündogan zeichnete sich beim 60. deutschen Sieg in der 80. WM-Qualifikationspartie nicht nur beim Torschießen aus, sondern harmonierte auch im Kombinationsspiel prächtig miteinander.

Wie von Löw gefordert, stießen die drei "Kleinen" abwechselnd in die Spitze vor und sorgten damit häufig für heillose Verwirrung im kasachischen Strafraum. Neben den drei Toren trafen die Angreifer noch sechsmal Stange oder Latte.

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