Tourés trauern um ihren Bruder

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Ronaldinho kniet vor Messi

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Die WM-Splitter aus Brasilien

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Es ist soweit. Die Fußball-WM in Brasilien beginnt mit dem 12. Juni. 

Egal ob aus den Teamcamps, von den Trainigsplätzen, direkt aus dem Stadion oder das Geschehen rundum des Truniers - LAOLA1 sammelt täglich die kuriosesten und wichtigsten WM-Splitter für dich.

 

Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gab es noch immer 11.500 Tickets für WM-Spiele auf dem freien Markt. Dies teilte der Weltverband FIFA am Donnerstag in Sao Paulo mit. Insgesamt 2.961.867 Karten seien bereits verkauft. Das Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien war mit 62.600 Zuschauern ausverkauft.


In Thailand will die Militärregierung die Herzen der Bevölkerung mit Fußball gewinnen. In letzter Minute vor dem WM-Start arrangierte die Junta Free-TV für alle. Am Mittwoch hatte nämlich ein Gericht dem Inhaber der TV-Rechte für die WM, RS PLC, recht gegeben. Demnach sollten nur 22 der 64 WM-Spiele im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. Nun aber zahlt die nationale Rundfunkkommission an RS umgerechnet 9,7 Millionen Euro für die Ausstrahlung der Spiele. Berichten zufolge hatte die Junta diesen Deal angestoßen. Die Armee hatte im Mai die Macht in dem beliebten Urlaubsland übernommen.

 

Brasiliens Nationalspieler Dante will im Falle eines WM-Triumphes möglicherweise zum zweiten Mal seine Afro-Frisur opfern. "Ich will es nicht versprechen, denn das könnte Ärger mit meiner Frau geben", sagte der Innenverteidiger vom FC Bayern München in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt". "Sie war damals nach der Aktion sehr, sehr sauer auf mich." Dante hatte schon beim Nichtabstieg seines Ex-Clubs Borussia Mönchengladbach 2011 seine Haarpracht komplett abscheren lassen.

 

Pünktlich zum WM-Anstoß präsentiert der US-Filmemacher Spike Lee einen Fußball-Kurzfilm. Wie das Branchenblatt "Hollywood Reporter" am Donnerstag meldete, veröffentlichte Lee den Streifen "The Game" (Das Spiel) bei der Video- und Musikplattform iTunes von Apple. Gedreht hatte er "The Game" in Rio de Janeiro. Der Film zeigt die Geschichte eines brasilianischen Buben, der einem Fußball durch die Straßen der Stadt folgt - vom Armenviertel, in dem er lebt, bis ins Stadion. Lees Film ist Teil einer Reihe von elf Kurzvideos und Songs zum Thema Fußball.


Zum WM-Beginn am Donnerstag erschien in Italien die größte Sporttageszeitung des Landes, die "Gazzetta dello Sport", mit einer Sonderausgabe im Azurblau der Nationalelf anstatt im typischen Rosa - zum allerersten Mal in der Geschichte der Zeitung.


Portugal
hat am Donnerstag ein öffentliches Training vor rund 10.000 Zuschauern abgehalten. Die Arena des brasilianischen Zweitliga-Clubs AA Ponte Preta war beinahe komplett gefüllt, als Cristiano Ronaldo und Co. am Vormittag zum ersten Mal in ihrem WM-Quartier in Campinas in der Nähe von Sao Paulo trainierten. Weltfußballer Ronaldo war bei der lockeren Einheit genauso dabei wie die zuletzt ebenfalls angeschlagenen Pepe und Raul Meireles. "Ronaldo, Ronaldo", riefen die Zuschauer immer wieder. Der Superstar von Real Madrid wurde selbst bei jeder Dehnübung gefeiert.


Uruguays
Teamspieler Diego Lugano hat unmittelbar vor dem WM-Auftaktspiel von Brasilien eine indirekte Kampfansage an das Gastgeberteam geschickt. "Die einzige WM, die in Brasilien gespielt wurde, wurde von Uruguay gewonnen. Daher haben es die Geschichte und die Legende uns zur Pflicht gemacht, hier zu sein", schrieb er am Donnerstag beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Es ist ein Merkmal des uruguayischen Fußball, dass wir aus der Asche aufsteigen", twitterte Lugano weiter: "In den härtesten Momenten, haben wir noch mehr zusammengehalten."


Beim Auftakt-Knaller gegen Südafrika-Finalgegner Niederlande am Freitag in Salvador stellt Vicente del Bosque den WM-Rekord spanischer Trainer ein. Der 63-Jährige kommt dann bei Fußball-Weltmeisterschaften auf acht Partien und zieht mit Javier Clemente gleich. Da der Titelverteidiger in Brasilien mindestens noch zwei weitere Gruppenspiele gegen Chile und Australien hat, wird er definitiv alleiniger Rekordhalter.



Österreichs Rekordtorschütze Toni Polster ist während der WM als Kommentator im Einsatz - für ein technologisches Fußball-Orakel. Die Lakeside Labs, ein Forschungsverbund aus Klagenfurt, arbeitet an selbstorganisierenden vernetzten Systemen. An evolutionären Algorithmen wird in verschiedenen Projekten geforscht. Im Zuge der WM wurden die Rechner mit den Spielstilen der einzelnen Teams gefüttert, in Simulationsprozessen wird das "Spiel" mit der gegnerischen Mannschaft nun virtuell ausgetragen. Die Forscher erstellen damit eine Vorhersage der Gewinner und Verlierer der Gruppenspiele. Zu sehen ist auf www.robotoracle.at.


Rote Karte
für Prognosen durch chinesische Panda-Babys: Kurz vor dem WM-Auftakt haben die chinesischen Behörden das Orakel der führenden chinesischen Aufzuchtstation verboten. Genauere Angaben zum Grund wurden nicht gemacht. Die Bären sollten die Nachfolge des legendären Tintenfischs Paul antreten. Während der Gruppenspiele sollte ihnen Futter in drei Bambus-Körben angeboten werden. In der K.o.-Runde hätten sie Bäume hochklettern sollen, an deren Spitze die Länder-Flaggen der jeweiligen Mannschaften befestigt sein sollten.


Vor der ersten WM-Partie der niederländischen Nationalelf ist in der Heimat das Oranje-Fieber ausgebrochen. Ganze Straßenzüge wurden mit Fahnen und Wimpeln verziert und komplette Häuserfassaden angemalt - alles in Orange versteht sich. Bierbrauer locken mit Minikleidern beim Kauf einer Kiste Bier. Der WM-Hit 2014 ist jedoch ein Jogging-Anzug im Retro-Look. Das Oranje-Fieber ist allerdings in diesem Jahr weniger hoch, als bei früheren Turnieren, stellten Marktforscher fest. Grund sei unter anderem die Wirtschaftskrise.


Argentiniens Staatschefin Cristina Fernandez de Kirchner will die traditionelle Fußballrivalität mit Brasilien beiseitelegen. Sie hoffe, dass die WM-Trophäe nach dem Turnier in Südamerika bleibe, twitterte Kirchner am Mittwoch (Ortszeit) und wandte sich direkt an Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff: "Im Namen aller Argentinier - wir haben keinen Zweifel, dass Brasilien 2014 ein tolles Fest werden wird". Es werde eine WM des Friedens, der Toleranz, der Diversität, des Dialogs und des Verständnisses werden, fügte sie hinzu.


Italiens umstrittener Star Mario Balotelli wird für die WM "bereit sein". Dies untermauerte Teamchef Cesare Prandelli im dpa-Interview. Er versuche jedenfalls alles, um dem Angreifer des AC Milan unter die Arme zu greifen. "Die Wahrheit ist, dass auch Verrückte Liebe brauchen. Mario hat sich bei uns immer gut benommen", meinte Prandelli über den seit kurzem verlobten 23-Jährigen. Balotelli spalte in Italien eben die öffentliche Meinung.


Chinas Polizei
hat aus Sorge um betrunkene Fußballfans am Steuer während der WM eine Kampagne gegen Alkohol im Straßenverkehr gestartet. Wegen der Zeitverschiebung zwischen Brasilien und China werden viele Spiele in den frühen Morgenstunden in China übertragen, und die Gefahr von Unfällen mit betrunkenen Fahrern steigt. Die Polizei werde Autofahrer während der Spieltage genau kontrollieren, kündigte das Ministerium für Öffentliche Sicherheit an.


Durch seinen unachtsamen Umgang mit taktischen Auszeichnungen hat Englands Assistenztrainer Gary Neville vor dem WM-Auftakt gegen Italien für Aufsehen gesorgt. Zeitungen veröffentlichten großformatig das Bild eines Zettels, den Neville beim Training vor sich her trug. Darauf war in blauer Schrift unter anderem zu lesen: "Wenn der Ball in die kontrollierte Zone geht, muss das Team mindestens drei Pässe machen, bevor es zum Stürmer geht." Der Ex-Profi von Manchester United nahm die Berichte zur Kenntnis. "Harmlose Trainingsnotizen sind die größte Story des Tages", twitterte Neville.


Himmlischer Beistand für die deutsche Mannschaft: Astronaut Alexander Gerst hat sich auf der Internationalen Raumstation ISS im DFB-Trikot präsentiert. "Möge der Bessere gewinnen. Viel Glück", sagte er in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft. In dem Clip zeigt Gerst rund 400 Kilometer über der Erde mit seinen US-Kollegen Reid Wiseman und Steven Swanson auch Fallrückzieher und Torhüterparaden mit einem kleinen Fußball in der Schwerelosigkeit. Gerst verriet, man habe mit der Flugleitzentrale vereinbart, dass die sechsköpfige ISS-Mannschaft manche WM-Spiele live verfolgen könne.





Hollywood-Star Leonardo DiCaprio erlebt den Auftakt der Fußball-WM in Brasilien mit. Der US-Schauspieler sei in Rio mit Freunden auf der "Topaz" von Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan untergebracht, berichtete die Zeitung "Folha de Sao Paulo". Die fast 150 Meter lange Luxusjacht zählt zu den größten der Welt. Der fußballbegeisterte Scheich Mansour aus Abu Dhabi ist Eigentümer von Manchester City.

 



Das erste öffentliche Training der argentinischen Mannschaft in Belo Horizonte war ein Renner. Während der rund 40-minütigen Einheit bekamen die "Gauchos" die Sympathien der rund 6.000 Zuschauer in Form von permanentem Applaus zu spüren. Am Ende stürmten mehrere Fans das Spielfeld, ein als Ronaldinho verkleideter brasilianischer Fan verneigte sich vor Lionel Messi. Er erntete dafür schallendes Gelächter von dessen Teamkollegen. Letztlich mussten aber die rund um das Stadion zahlreich vertretenen Sicherheitskräfte eingreifen.

 



Das Training von Weltmeister Spanien bot ebenfalls einiges an Unterhaltungswert. Für einen Teenager, der die Sicherheitsleute düpierte und aufs Feld rannte, lohnte sich die verwegene Aktion: Verteidiger Gerard Pique vom FC Barcelona schenkte dem jungen Mann seine Trainingsjacke. Weniger zu lachen hatte Stürmer Diego Costa: Der gebürtige Brasilianer wurde von einigen Zuschauern lautstark als "Verräter" beschimpft.

 



Manolo el del Bombo heizt Titelverteidiger Spanien auch in Brasilien ein. Seit 1982 schlägt der Fußball-Fan aus Valencia bei jeder WM lautstark die Trommel für die "seleccion" und hat längst Kultstatus. Bis auf das WM-Viertelfinale 2010 gegen Paraguay verpasste Manuel Caceres Artesero, so sein richtiger Name, kein Länderspiel Spaniens - da fehlte er wegen einer Erkältung.

 



Der von Trainer Jürgen Klinsmann kurz vor der WM ausgemusterte Landon Donovan wird während der Endrunde als Experte für den US-Sender ESPN tätig sein. Der 32-jährige offensive Mittelfeldspieler, dessen Nichtnomination in seiner Heimat Anlass zu Diskussionen gegeben hatte, wird allerdings nicht nach Brasilien reisen, sondern aus dem Studio in Los Angeles als Experte über die Gruppe G mit den USA, Deutschland, Portugal und Ghana berichten. Mit 57 Toren in 156 Länderspielen ist Donovan der Rekord-Torschütze der USA.

 



Zwei Tage vor der ersten WM-Partie des mexikanischen Nationalteams gegen Kamerun hat ein Zauberer ein Ritual zum Schutz der Spieler zelebriert. Der "Brujo Mayor" (Großer Hexenmeister) sprach am Mittwoch in Mexiko-Stadt eine Beschwörungsformel und weihte einen Fußball, wie die Zeitung "Excelsior" berichtete. Der erste Gruppengegner Kamerun sei mit mehreren Zauberern nach Brasilien angereist, die Schwarze Magie praktizierten, sagte der Zauberer. Sein Ritual richte sich aber nicht gegen das kamerunische Volk, sondern solle lediglich das mexikanische Team vor bösen Flüchen schützen.

 



Auf dem Weg zum dritten WM-Titel für Argentinien sollen auch die ehemaligen Titelträger vereint werden. Der Verband des zweimaligen Fußball-Weltmeisters hat alle Spieler der siegreichen Mannschaften von 1978 und 1986 zum letzten Gruppenspiel der "Albiceleste" am 25. Juni in Porto Alegre gegen Nigeria eingeladen.

 

 

Als letzte der 31 ausländischen WM-Teilnehmer sind am Mittwoch die Nationalmannschaften aus Portugal, Ghana und Südkorea in Brasilien eingetroffen. Portugal und Südkorea bezogen ihr Quartier in Sao Paulo, die Afrikaner residieren in Salvador. Damit ist das Teilnehmerfeld der 20. WM-Endrunde komplett in Brasilien eingelangt.

 


Die Stadt am Zuckerhut kennt jeder. Doch eigentlich müsste Rio de Janeiro "Stadt am Zuckerbrot" heißen, denn das wäre die wörtliche Übersetzung für "Pao de Acucar". Der Name dürfte auf die Portugiesen zurückgehen, die im 16./17. Jahrhundert den Zucker zu Blöcken, sogenannten Zuckerbroten, schmolzen, die eine konische Form hatten, und die erinnert eben an die 396 Meter hohe Granitformation, den "Morro (Hügel) do Pao de Acucar". Der Berg liegt in Rios Stadtteil Urca und ist umgeben von Resten des Atlantischen Regenwaldes.

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