Meistdiskutiertes Spiel in Twitter-Geschichte

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Egal ob aus den Teamcamps, von den Trainingsplätzen, direkt aus dem Stadion oder vom Geschehen rundum des Turniers - hier findest du täglich die kuriosesten und wichtigsten WM-Splitter:

 



Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Fußball-WM-Halbfinale gegen Brasilien als "sehr gutes Spiel" gesehen. Sie schließe sich damit "der Meinung der gesamten Welt an", sagte Merkel am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. "Ich glaube, dass es schon fast den Namen 'historisch' verdient", fügte sie nach dem 7:1-Erfolg hinzu. Der deutschen Mannschaft wünschte sie "sehr viel Kraft und Konzentration" für das am Sonntag anstehende Finale in Rio de Janeiro. Die Kanzlerin und Bundespräsident Joachim Gauck werden gemeinsam zum WM-Endspiel der DFB-Auswahl nach Brasilien reisen.





Das Fußball-WM-Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland hat neben Twitter auch im sozialen Netzwerk Facebook mit mehr als 200 Millionen Mitteilungen, Kommentaren und anderen Reaktionen alle bisherigen Rekorde gebrochen. Während des 90-minütigen Spiels traten 66 Millionen Menschen miteinander in Kontakt - so viele wie nie zuvor bei Facebook.

 



Ein Tor, ein Gratis-Brötchen: Der 7:1-Sieg Deutschlands gegen Brasilien hat einer Bäckerei im Rheinland einen Kundenansturm beschert. "Wir haben unsere Kapazität voll ausgereizt, aber mit einem 7:1 ist nicht zu kalkulieren", sagte der Geschäftsführer der Bäckerei-Filialkette Büsch, Michael Trosdorff, am Mittwoch. Die Bäckerei hat als Werbeaktion für die Dauer der WM für jedes deutsche Tor ihren Kunden am Folgetag ein Gratis-Brötchen versprochen. Trosdorff rechnete damit, dass das Gebäck im Laufe des Tages komplett ausverkauft werden. "Für diesen Fall haben wir Gutscheine vorbereitet", sagte er. Die Bäckerei aus dem niederrheinischen Kamp-Lintfort betreibt im Rheinland nach eigenen Angaben rund 100 Filialen.

 



Mit einem "Lang lebe Hitler"-Tweet hat ein malaysischer Parlamentarier nach Deutschlands 7:1-WM-Halbfinalsieg in seiner Heimat für Aufregung gesorgt. "Gut gemacht...Bravo...Lang lebe Hitler", schrieb Bung Mokthar Radin in der Nacht auf Mittwoch beim Kurznachrichtendienst Twitter. Im Netz sorgte er damit für Empörung und wurde von anderen Nutzern als "hirnlos" getadelt. Doch Bung zeigte keine Reue. Er wurde von der Onlineausgabe der Zeitung "The Star" mit der Aussage zitiert: "Ich weiß nicht, was mit den Leuten manchmal nicht stimmt. Hitler ist Teil der Geschichte, und das deutsche Team hat gekämpft so wie er einst." Im Übrigen sei alles ein Spaß gewesen und sein Tweet nicht ernst gemeint.

 



US-Teamchef Jürgen Klinsmann hat die Vorstellung der deutschen Mannschaft im WM-Halbfinale gegen Brasilien beeindruckt. "Die beste deutsche Leistung jemals bei einer Weltmeisterschaft!! Einfach fantastisch!! Jetzt holt euch den Pokal JOGI und TEAM!!", schrieb Klinsmann auf Twitter. Klinsmann war 1990 als Spieler Weltmeister und in der Folge auch deutscher Teamchef, als die DFB-Auswahl beim "Sommermärchen" 2006 bei der Heim-WM das Finale verpasste und am Ende Dritter wurde.

 



Eine Warnung vor Sportwetten ist in Singapur am Dienstagabend voll nach hinten losgegangen. Ausgerechnet zur Halbzeit des WM-Spiels Deutschland gegen Brasilien wurde im Fernsehen ein Spot gezeigt, in dem ein Mann die gesamten Ersparnisse der Familie auf den WM-Sieg der deutschen Mannschaft verwettet. Der kleine Sohn berichtet seinen Freunden mit besorgter Miene von der Wette. Der Spot endet mit der eindringlichen Warnung vor den Risiken von Geldwetten - zu dem Zeitpunkt lag Deutschland jedoch bereits mit fünf Toren in Führung. "Schlechtes Timing", kommentierte auch Staatssekretär Tan Chuan-Jin auf Facebook: "Ich habe das Gefühl, der Vater, der sein ganzes Geld auf Deutschland setzte, wird sich auf dem Weg zur Bank ins Fäustchen lachen."


IOC-Präsident Thomas Bach hat nach dem 7:1 der deutschen Fußball-Nationalelf gegen Brasilien viel Mitgefühl für den Gastgeber aufgebracht. "Deutschland war die bessere Mannschaft, doch ich habe eine Menge Respekt und Bewunderung für das brasilianische Team und seine Fans", sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Einen negativen Effekt auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro erwartet er nach der herben Pleite des WM-Gastgebers nicht. "Die Welt hat überrascht gesehen, das die Fußball-WM in Brasilien gut organisiert wurde und es eine sportliebende Nation ist", sagte er. "Beides ist eine gute Botschaft für die Spiele."



Das Fußball-WM-Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland ist laut Twitter das meistkommentierte Sportereignis seit Bestehen des Kurznachrichtendienstes. Der offizielle Twitter-Account für Großbritannien schrieb, dass während der Partie 35,6 Millionen Tweets über die deutsche 7:1-Gala gegen den Gastgeber abgesetzt wurden. Die meistgenannten Spieler in den Kurznachrichten waren auf deutscher Seite Rekordtorschütze Miroslav Klose und Toni Kroos, auf brasilianischer Seite Tormann Julio Cesar.



Der Finaleinzug der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Brasilien hat dem ZDF einen Quoten-Rekord beschert. 32,57 Millionen Menschen sahen das sensationelle 7:1 Deutschlands gegen Gastgeber Brasilien. Das entspricht nach Angaben des Senders einem Marktanteil von 87,8 Prozent. Den bisherigen Rekord hielt das WM-Halbfinale Deutschland gegen Spanien (0:1) 2010 mit 31,1 Millionen Zuschauern. Besucher beim Public Viewing werden beim Erheben der TV-Zahlen nicht mitgezählt.



Nach brasilianischen Presseberichten haben mindestens zwei Wetter das 1:7 gegen Deutschland korrekt getippt. Wie die Zeitung "O Globo" in ihrer Online-Ausgabe berichtete, gewann der Student Elton Sato im südlichen Bundesstaat Para dabei einen Fernseher. "Ich sah die Selecao mit Fred, Felipao, orientierungslos, und entschloss mich, hoch anzusetzen", berichtete er. In der Stadt Cascavel gab es ebenfalls einen erfolgreichen Tipper, wie das Online-Portal UOL.com berichtete. Aparecido Pereira da Silva beteiligte sich an einem Tippspiel in einer Bar und gewann 168 Reais (rund 50 Euro). Eine Arbeitskollegin habe ihm zuvor erzählt, dass sie von dem Ergebnis geträumt habe und ihn gebeten, in der Bar fünf Reais auf 7:1 für Deutschland zu setzen.



Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat nach dem 1:7-Debakel von Brasilien gegen Deutschland Mitleid mit dem Gastgeber der Fußball-WM empfunden. "Das war sehr hart", sagte der Regierungschef am Mittwoch am Rande einer Parlamentssitzung in Madrid. "Ich möchte jetzt nicht in der Haut der Brasilianer stecken." Rajoy relativierte jedoch auch die Bedeutung der Halbfinal-Pleite. "Das ist nur Fußball. So schlimm ist das nun wieder auch nicht."



Nach dem historischen 7:1-Erfolg Deutschlands gegen Gastgeber Brasilien erstrahlt das Empire State Building in New York zur Feier in den deutschen Nationalfarben. "Wir leuchten heute in Gold, Rot und Schwarz, um das Weiterkommen Deutschlands zu ehren", teilten die Betreiber des berühmten Gebäudes in Manhattan in der Nacht auf Mittwoch per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Normalerweise kommt diese Ehre Deutschland meist nur einmal im Jahr zu - am Tag der deutschen Einheit im Oktober.



Deutsche und auch internationale Prominente haben den historischen 7:1-Erfolg Deutschlands in sozialen Netzwerken bejubelt. Ex-Tennis-Star Boris Becker postete ein Foto von sich mit Familie und Freunden mit Deutschlandfahne: "Deutschland 7 Brasilien 1", schrieb er in der Nacht auf Mittwoch dazu. Sängerin Sarah Connor twitterte: "GLÜCKWUNSCH JOGI!!! GLÜCKWUNSCH JUNGS!!!! Ihr wart einfach unschlagbar!" Comedian Oliver Pocher stellte fest: "Okay...Brasilien IST eine Karnevalstruppe..." Model Heidi Klum postete ein Foto von sich, wie sie sich beim Stand von 7:0 die Augen zuhält: "Könnt Ihr das glauben? Ich nicht. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7...". Und Sängerin Anastacia twitterte: "Ja, Deutschland hat auf dem Weg ins Finale einige Hintern getreten."



Joseph Blatter hat Deutschlands Teamstürmer Miroslav Klose zu seinem WM-Tor-Rekord gratuliert. "Hut ab für Miroslav Klose. Mit 16 Toren ist er der beste Torschütze der WM-Geschichte", sagte der FIFA-Präsident am Mittwoch via Twitter. Der 36-jährige Klose hatte sich bis zu seinem Treffer am Dienstag im Halbfinale gegen Brasilien (7:1) den Rekord noch mit dem Brasilianer Ronaldo (15) geteilt. Gefeiert wurde er vor allem auch in Italien. "16 Tore bei der WM, der Beste aller Zeiten. Miro Klose ist in der Geschichte. Miro Klose ist die Geschichte", schrieb Kloses Arbeitgeber Lazio Rom auf Twitter. "Jetzt haben wir den Champion der Welt, der mehr getroffen hat als alle anderen: Klose", schwärmte Vereins-Präsident Claudio Lotito.



Das brasilianische Topmodel Gisele Bündchen wird den Louis Vuitton "Trophy Case" am Sonntagabend beim WM-Finale im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro begleiten. Der in der Manufaktur von Louis Vuitton in Asnieres handgefertigte "Trophy Case" wurde 2010 von der FIFA in Auftrag gegeben, um den begehrten WM-Pokal standesgemäß zu beherbergen. Er ist mit dem ikonischen Monogramm Canvas verkleidet und mit den für Louis Vuitton typischen Messingbeschlägen versehen.

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