SPLITTER: Kevin-Prince Boateng nie mehr für Ghana?

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Egal ob aus den Teamcamps, von den Trainingsplätzen, direkt aus dem Stadion oder vom Geschehen rundum des Turniers - hier findest du täglich die kuriosesten und wichtigsten WM-Splitter.

 

Die Brasilianer zeigen Flagge und stärken ihrer Selecao optisch den Rücken. Landesweit sind viele Straßen und Plätze geschmückt. In einigen Orten laufen sogar Wettbewerbe für die schönste "Copa-Straße" und am Zuckerhut fordern selbst Pele und Neymar die Bewohner auf, für die WM zu dekorieren. Eine der schönsten Straßen der Amazonas-Metropole Manaus ist die Rua Leonardo Malcher im Viertel Aparecida. Girlanden sind von einer Straßenseite zur anderen gespannt, auf der Fahrbahn wurden Flaggen in Großformat gemalt. An Spieltagen versammeln sich dort die Menschen, um die Partien beim klassischen "Churrasco" (Grillen) und Live-Musik zu feiern.



Nach dem frühen WM-Aus und Streitigkeiten im Team haben Ghanas Sportminister und sein Stellvertreter ihre Ämter abgeben müssen. Dies teilte das Präsidialamt mit. Ghanas Fußballer waren in der Vorrunde ausgeschieden, aus disziplinarischen Gründen mussten Schalke-Spieler Kevin-Prince Boateng und Sulley Muntari das Team vor dem 1:2 gegen Portugal verlassen. Zudem gab es Ärger um die Prämienauszahlung. Schalke-Manager Horst Heldt glaubt, dass Boateng nach seinem Rauswurf Konsequenzen ziehen wird. "Dass er noch mal für Ghana aufläuft, kann ich mir nicht vorstellen. Auf Schalke wird ihn das alles eher mehr motivieren."


Dass bei der WM bereits so viele europäische Mannschaften ausgeschieden sind, ärgert nicht nur die Fans. Enttäuscht sind auch die "Garotas de programa" (Programm-Mädchen), wie die Prostituierten genannt werden. Denn mit der Abreise der als zahlungskräftig geltenden Europäer bricht für sie ein großer Teil des Geschäfts weg. Und bei den Latinos sitzt das Geld längst nicht so locker in der Tasche. Dazu kommt, dass die WM zu einer Preisexplosion geführt hat, Motels, Pensionen, Bars, alles ist teurer geworden. Die besten Kunden seien die Amerikaner, erzählen die Damen und hoffen auf einen langen Turnierverbleib der US-Boys.


Sightseeing gefällig? Die Niagara-Fälle in Kanada sind weltweit berühmt - doch die Iguacu-Fälle an der Grenzen zwischen Brasilien und Argentinien sind mindestens genauso beeindruckend. 275 Wasserfälle erstrecken sich über 2.700 m Breite und stürzen rund 80 m in die Tiefe. Die Unesco ernannte das Gebiet 1986 zum Weltnaturerbe. 2011 wurden die Iguacu-Fälle unter die sieben neuen Naturwunder gewählt. Umgeben sind die Wasserfälle von einem atemberaubenden subtropischen Regenwald, in dem über 2.000 verschiedene Pflanzenarten wachsen. Außerdem beheimatet der Park unter anderem Ameisenbären, Brüllaffen, Kaimane und mehr als 400 Vogelarten.

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