Cristiano Ronaldo soll Spitzenspiel entscheiden

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Welt- und Europameister Spanien will sich in der WM-Qualifikation in Minsk für das Duell mit Herausforderer Frankreich aufwärmen.

Nach einem holprigen spanischen Start - in Georgien setzte sich der Weltranglistenerste erst nach einem späten Tor 1:0 durch - wittert Weißrussland am Freitagabend die Chance auf eine Überraschung.

Spitzenspiel in Moskau

Spaniens Nachbar Portugal tritt mit einem genesenen Cristiano Ronaldo im dem Papier nach interessantesten Vergleich des Abends in Moskau gegen Russland an.

Mit jeweils sechs Punkten führen die unter Fabio Capello erstarkten Russen gemeinsam mit dem EM-Halbfinalisten die Tabelle der Gruppe F an.

Ansonsten haben Europas Fußball-Großmächte Favoritensiege eingeplant: England trifft in London auf San Marino, die Niederlande empfangen Andorra, und Vizeeuropameister Italien gastiert in Armenien.

Unglaubliche Serie

Ein spanischer Ausrutscher wäre in Anbetracht der aktuellen Serie historisch. 23 Siege in Qualifikationsspielen in Folge sprechen klar für die Seleccion von Erfolgstrainer Vicente del Bosque.

Ein Erfolg in Minsk vorausgesetzt, würde am Dienstag in Madrid gegen Frankreich das Jubiläum anstehen. Die "Bleus" sind härtester Konkurrent der Spanier in Gruppe I und haben ihre bisherigen beiden Spiele gewonnen. Am Freitag ist die Equipe von Didier Deschamps in der WM-Qualifikation spielfrei und testet deshalb in Paris gegen Japan.

Volle Konzetration

Naturgemäß stand der anstehende Schlager schon vor Spaniens Antritt in Minsk im Mittelpunkt des Interesses. Javi Martinez warnte deshalb, die Weißrussen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen - und sprach dabei aus eigener Erfahrung.

Mit seinem Club Bayern München hat der Defensivspieler in der Champions League erst unlängst ein 1:3 bei BATE Borisow einstecken müssen. "Sie haben viele Spieler von BATE in ihrer Mannschaft, also werden sie ähnlich spielen. Viele Chancen werden wir nicht vorfinden", meinte Martinez. Er stellte aber auch klar: "Spanien muss erst einmal geschlagen werden.

Die Hoffnungen der heimischen Fans auf eine Überraschung schraubte auch Georgi Kondratjew herunter. "Das größte Problem gegen Spanien ist, dass es fast unmöglich ist, sie vom Ball zu trennen", sagte der Trainer der mit zwei Niederlagen ins WM-Rennen gestarteten Weißrussen.

Dass mit Carles Puyol und Gerard Pique zwei Innenverteidiger bei Spanien verletzt ausfallen, würde demnach nicht unbedingt ins Gewicht fallen.

Ronaldo ist fit

Portugals Hoffnungen auf einen Erfolg auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions ruhen wieder einmal auf Kapitän Ronaldo. Zittern war angesagt, als Real Madrids Superstar mit einer Schulterstauchung ins Trainingscamp einrückte, am Mittwoch folgte Entwarnung.

Ein großes Fragezeichen steht jedoch hinter dem Einsatz von Verteidiger Pepe, dem eine Oberschenkelzerrung zu schaffen macht.

Portugal wartet bis dato noch auf einen Erfolg in Moskau. Vor dem bei de EM im Sommer enttäuschenden Gegner scheinen die "Lusos" auch großen Respekt zu haben.

"Die Russen verteidigen viel besser als bei der EM und haben mit dem neuen Trainer eine Siegermentalität entwickelt", lobte Pepe den neuen italienischen Teamchef. Der vor seinem 99. Länderspiel (37 Tore) stehende Ronaldo soll es demnach mit seiner individuellen Klasse richten.

England muss siegen

England peilt im Wembley-Stadion nach einem zuletzt enttäuschenden 1:1 gegen die Ukraine gegen San Marino einen lockeren Sieg an.

Neben dem gesperrten Kapitän Steven Gerrard müssen die Briten auch auf dessen am Knie angeschlagenen "Vize" Frank Lampard verzichten. Der Chelsea-Routinier wird im Hinblick auf die Partie in Polen am Dienstag geschont. In Abwesenheit des Duos gilt Wayne Rooney als heißester Kandidat für den in England renommierten Kapitäns-Posten.

San Marino steht vor der 50. Pflichtspiel-Niederlage in Serie. Der 207. im FIFA-Ranking darf gegen England dennoch auf ein kleines Erfolgserlebnis zurückblicken.

Im November 1993 traf der Kleinstaat in Bologna bereits nach acht Sekunden zum 1:0 - das bis dato schnellste Tor in der WM-Qualifikation. England setzte sich damals dennoch 7:1 durch.

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