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Umstrittener Van Gaal soll Neubeginn möglich machen

Das EM-Debakel hängt wie eine schwarze Wolke über den Niederlanden.

Der 125. Vergleich mit Nachbar Belgien am Mittwoch in Brüssel ist mehr als ein Freundschaftsspiel.

Es ist auch der erste Test für den neuen Bondscoach Louis van Gaal.

Der Nachfolger des nach dem peinlichen EM-Aus nach der Gruppenphase entlassenen Bert van Marwijk soll den Neubeginn möglich machen.

"Ich will nicht zurückschauen"

"Ich will nicht zurückschauen", sagte Van Gaal auf seiner ersten Pressekonferenz am vergangenen Freitag. Doch so einfach ist das nicht, die Mannschaft scheint zerstritten.

"Es sind Dinge passiert, die es fast unmöglich machen, als Gruppe gute Leistungen zu erbringen", räumte Bayern-Star Arjen Robben ein.

Der neue Bondscoach wollte auch mit der Gruppe und einzelnen Spielern über die EM reden.

Statt Training stand also zunächst Therapie auf dem Programm. Doch auch der 61-jährige Van Gaal kann seiner Vergangenheit nicht entkommen.

Van Gaal als Bondscoach umstritten

Medien erinnern an 2001, als er in seiner ersten Amtszeit die Qualifikation für die WM in Südkorea und Japan verpasste. Er musste gehen.

"Louis hat sich nicht verändert", sagte er der für bissige Sprüche berüchtigte Kommentator Johan Derksen im niederländischen Fernsehen.

"Er ist und bleibt ein egozentrischer Kontrollfreak." Und sei fehl am Platz. Van Gaal hat jedenfalls wenig Zeit, aus den zahlreichen Stars eine Mannschaft zu schmieden.

Am 7. September wartet die Türkei im ersten WM-Qualifikationsspiel.

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