Balotelli sorgt für brasilianische Angst vor Flop-WM

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Italiens "Super Mario" lässt Brasiliens Vorfreude auf eine erfolgreiche Heim-Weltmeisterschaft 2014 weiter schrumpfen.

Mit seinem sehenswerten Treffer zum 2:2-Endstand erwies sich Mario Balotelli am Donnerstagabend in Genf als Schreckgespenst für die Selecao und ihren Trainer Luiz Felipe Scolari.

Italiens Teamstürmer stellte dank einer starken Leistung Brasiliens Stürmerstar Neymar eindeutig in den Schatten.

15 Monate vor dem WM-Anpfiff wächst im Land des fünffachen Weltmeisters die Sorge um die Form der eigenen Elf.

Scolari bleibt positiv

Scolari lobte indes demonstrativ die Entwicklung seiner Mannschaft. "Ich denke, wir haben uns weiterentwickelt. Ich bin zufrieden mit der Leistung", sagte der 64-Jährige nach dem zweiten sieglosen Freundschaftsspiel unter seiner Regie.

Zum Start seiner zweitem Amtszeit als Teamchef hatte es ein 1:2 in England gesetzt.

Medien unzufrieden

Scolari stand mit seiner Meinung ziemlich alleine da. "Es schien so nahe - aber am Schluss blieb doch die Durststrecke ohne Sieg gegen große Teams", kommentierte die Sportzeitschrift "Lance!".

Den Südamerikanern fehlt ein Erfolgserlebnis gegen einen prominenten Gegner, ein Sieg gegen Russland am Montag in London dürfte die schlechte Stimmung in der Heimat nur bedingt ändern.

Gegen Italien lief bis zur Pause alles perfekt. Obwohl Italien klare Feldvorteile besaß, brachten Fred (33.) und Oscar (42.) Brasilien voran.

Neymar mit Defensivaufgaben

Neymar bereitete das 2:0 vor, war bei Italiens Abwehr aber sonst gut aufgehoben.

Laut Scolari ("Taktisch gesehen war es eines seiner besten Spiele") erfüllte der 21-Jährige vom FC Santos die ihm angetragene Aufgabe, Italiens Spielmacher Andrea Pirlo zu neutralisieren, aber bestens.

Balotelli stahl Neymar somit die Show. Brasiliens Torhüter Julio Cesar vereitelte zunächst noch Chancen des Milan-Angreifers.

Nachdem Daniele De Rossi (54.) den Anschlusstreffer geschafft hatte, donnerte Balotelli den Ball aus 25 Metern aber unter die Latte (57.) und riss die Zuschauer von den Sitzen. "Balo do Brasil. Ein Tor wie aus dem Lehrbuch", schrieb die "Gazzetta dello Sport" über den Ausgleich.

Italien die bessere Mannschaft

Italien war dem Siegestor dann deutlich näher, bei Brasilien brachte auch der eingewechselte Kaka keinen neuen Schwung.

Unterstützung für Scolari gab es danach von Italiens zufriedenem Teamchef Cesare Prandelli: "Sie sind ganz sicher ein starkes Team, das großes Potenzial besitzt."

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