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USA und Belgien überzeugen, Deutschland nicht

Deutschlands Fußball-Nationalteam ist im vorletzten Test vor der WM in Brasilien sieglos geblieben. Die Truppe von Teamchef Joachim Löw kam am Sonntag in Mönchengladbach im direkten Duell zweier WM-Teilnehmer gegen Kamerun über ein 2:2 (0:0) nicht hinaus.

Thomas Müller (66.) und Andre Schürrle (71.) sowie Samuel Eto'o (62.) und Eric Maxim Choupo-Moting (78.) trugen sich in die Schützenliste ein.

Die ohne die angeschlagenen Philipp Lahm, Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger und Marcel Schmelzer angetretene DFB-Truppe war vor dem Seitenwechsel klar überlegen, ließ allerdings mehrmals die nötige Effizienz vermissen.

Hin und her

Mesut Özil verfehlte schon nach etwas weniger als einer Minute aus aussichtsreicher Position knapp das Tor, Per Mertesacker setzte einen Kopfball an die Oberkante der Latte (4.) und Mario Götzes Schuss sprang von der Stange zurück ins Feld (11.).

In Minute 36 ließ zudem der wiedergenesene Sami Khedira eine Top-Kopfballchance aus. Die Kameruner wurden nur selten gefährlich wie bei einer Chance von Benjamin Moukandjo (39.), die DFB-Goalie Roman Weidenfeller mit einer Fußabwehr zunichtemachte.

Nach dem Seitenwechsel ging es hin und her. Beide Teams offenbarten Schwächen in der Defensive. Kamerun legte vor. Eto'os Schuss konnte der Neuer-Ersatzmann noch abwehren, der Ball kam aber neuerlich zum Chelsea-Stürmer, der aus kurzer Distanz vollendete.

USA souverän

Die Deutschen antworteten prompt. Nach Boateng-Flanke traf Müller per Kopf. Nach einer gelungenen Aktion zweier "Joker" gingen die Gastgeber kurze Zeit später auch in Führung. Andre Schürrle musste eine Podolski-Hereingabe nur mehr über die Linie befördern.

Mit einem DFB-Sieg wurde es aber trotzdem nichts. Choupo-Moting traf mit einem platzierten Links-Flachschuss genau ins lange Eck zum nicht unverdienten 2:2. Für die Deutschen war es das zweite Remis in Folge nach dem 0:0 gegen Polen Mitte Mai, am 6. Juni treten sie in Mainz noch gegen Armenien an.

Für Deutschlands WM-Gruppe-G-Gegner USA gab es hingegen einen Sieg. Die Mannschaft von Teamchef Jürgen Klinsmann und seinem Assistenten Andreas Herzog gewann in Harrison/New Jersey gegen die Türkei 2:1. Fabian Johnson brachte die US-Amerikaner in der 26. Minute mit einem sehenswerten Volleyschuss voran, Kapitän Clint Dempsey staubte zum 2:0 ab (52.).

Belgien gewinnt in Schweden

Den Türken, bei denen Nuri Sahin die Stange traf (12.), gelang durch einen verwandelten Handelfmeter von Selcuk Inan (89.) nur noch Resultatskosmetik. Die USA treffen am 7. Juni in Jacksonville/Florida noch auf WM-Teilnehmer Nigeria.

WM-Geheimfavorit Belgien setzte sich wenige Tage nach dem 5:1 gegen Luxemburg in Solna gegen Schweden 2:0 durch. Die spielentscheidenden Tore für die Mannschaft von Trainer Marc Wilmots erzielten Romelu Lukaku (35.) und Eden Hazard (79.). Bei Österreichs EM-Quali-Gegner Schweden kam Superstar Zlatan Ibrahimovic aufgrund einer Rückenverletzung in der Friends Arena nicht zum Einsatz.

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