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Erleichterung in Portugal - Bosnien auf WM-Kurs

Portugal darf auf dem Weg zur WM 2014 in Brasilien ein wenig durchatmen.

Die Portugiesen gehen trotz eines schwachen Starts als Führende ihrer Quali-Gruppe F in die Sommerpause.

Große Erleichterung in Portugal

Die Erleichterung war nach einem glücklichen 1:0-Heimsieg am späten Freitagabend in Lissabon gegen Russland spürbar. Bereits deutlich näher an der Endrunde sind Belgien und Bosnien-Herzegowina.

Die bis dahin makellosen Russen liegen zwar zwei Punkte hinter Portugal, haben aber zwei Spiele weniger ausgetragen.

"Ich spreche nicht gerne von einem entscheidenden Spiel, aber es war ein sehr wichtiges", versicherte Portugals Teamchef Paulo Bento. "Es gibt uns die Chance, weiterhin um unser Ziel zu kämpfen. Die Spieler haben Verantwortung übernommen."

Postiga Held des Abends

Das Goldtor für den EM-Halbfinalisten von 2012 erzielte Helder Postiga, Superstar Cristiano Ronaldo war zwar auffällig, aber ungewohnt wirkungslos.

Die Portugiesen haben in den Qualifikationen zuletzt immer wieder Probleme bekundet.

Zu den beiden vergangenen Turnieren (WM 2010 und EM 2012) schafften sie es jeweils nur über den Umweg des Play-offs gegen Bosnien.

Bosnien festigt Führung

Die Bosnier haben diesmal gute Karten. Das ungeschlagene Team vom Balkan festigte seine Führung in Gruppe G mit einem 5:0-Sieg in Lettland.

Bei drei Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger Griechenland scheint zumindest Platz zwei so gut wie fix.

Der Dritte Slowakei liegt nach einem enttäuschenden 1:1 in Liechtenstein (mit dem österreichischen Trainer Rene Pauritsch) bereits sieben Zähler zurück.

Balotelli fliegt mit Gelb-Rot vom Platz

Belgien profitiert von Kroatien-Umfaller

Auch Belgien profitierte von einem Umfaller Kroatiens. "Das Resultat zeigt uns, welch hohen Preis man dafür zahlen muss, wenn man nicht alles gibt", kritisierte Kroatien-Teamchef Igor Stimac nach einer 0:1-Heimniederlage gegen die bis dahin sieglosen Schotten.

Seinem mit Kreativgeistern gespicktem Team fehlte die Kampfkraft. "Jetzt wird es schwer für uns", gestand Stimac.

Die Belgier liegen drei Spiele vor Schluss drei Punkte voran, müssen aber noch in Kroatien antreten. Nach einem 2:1 zu Hause gegen Serbien haben die Belgier zumindest ein Play-off-Ticket sicher, die Serben sind fast schon ausgeschieden.

"Es ist noch immer ein weiter Weg, wir sind noch nicht da", mahnte Teamchef Marc Wilmots zur Vorsicht. Seit 2002, damals stürmte Wilmots noch selbst, hat sich Belgien nicht mehr für ein großes Turnier qualifiziert.

Rückschlag für Montenegro

Einen Rückschlag setzte es für WM-Aspirant Montenegro. "Das war unser mit Abstand schlechtestes Spiel, aber wir können zurückkommen", versicherte Trainer Branko Brnovic nach einer 0:4-Heimpleite gegen die Ukraine.

Die aufstrebende Fußball-Nation ist zwar in Gruppe H weiterhin Tabellenführer, nach Verlustpunkten befindet sich aber bereits England in der Spitzenposition.

Der EM-Zweite Italien kam in Prag nicht über ein torloses Remis hinaus, ist aber weiter klar auf WM-Kurs.

Prandelli macht sich keine Sorgen

"Ich mache mir keine Sorgen", versicherte Teamchef Cesare Prandelli. "Wir waren nicht brillant, aber wir haben Charakter gezeigt."

Torhüter Gianluigi Buffon hielt den Punkt fest, Stürmerstar Mario Balotelli wurde einmal mehr ausgeschlossen, nachdem er selbst viele Fouls hatte einstecken müssen.

"Er muss lernen, sich unter Kontrolle zu halten", meinte Prandelli. Auf dem Weg in die Kabine schlug und trat Balotelli gegen die Wände. Für die Italiener geht es nun zum Confederations Cup nach Brasilien.

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