Ernüchterung bei Schweden nach Nullnummer in Irland

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Deutschland hat den Nummer-Eins-Status in der WM-Qualifikations-Gruppe C am Freitag untermauert.

Während die DFB-Auswahl in Kasachstan einen 3:0-Pflichtsieg einfuhr, nahmen sich die Verfolger Schweden und Irland beim torlosen Remis in Solna gegenseitig Punkte weg.

Nach Österreichs 6:0-Sieg gegen die Färöer ist damit der Kampf um Platz zwei voll entbrannt.

Die drei Teams, die allesamt ein Spiel weniger als Deutschland ausgetragen haben, sind nur durch einen Punkt getrennt.

Kritik verschont auch Ibrahimovic nicht

Die spielfreien Schweden (8) verlieren ihren zweiten Platz am Dienstag fix, da sie entweder von Österreich oder Irland (je 7), die in Dublin aufeinandertreffen, überholt werden.

Bei der schwedischen Presse machte sich Ernüchterung breit. "Keine Tore und die WM-Endrunde in weiter Ferne", bilanzierte das "Svenska Dagbladet" am Samstag. "Natürlich bin ich enttäuscht", gab Trainer Erik Hamren zu.

Alles, was die Schweden um Kapitän Zlatan Ibrahimovic bei der sensationellen Aufholjagd im vergangenen Oktober zum 4:4 in Berlin gegen Deutschland (nach 0:4-rückstand) noch ausgezeichnet hatte, suchten die Fans diesmal die meiste Zeit vergeblich.

"Zlatan blieb anonym, als es ernst wurde", kritisierte "Dagens Nyheter". Allerdings hatte der Angreifer von Champions-League-Viertelfinalist Paris St. Germain in der ersten Hälfte durchaus ein paar Chancen der Hausherren vorbereitet. Nur Zählbares sprang dabei nicht heraus.

"Wir hatten keine Angst vor Schweden"

Den Iren war's recht. Die Mannschaft von Ex-Salzburg-Trainer Giovanni Trapattoni bleibt auswärts in der WM-Quali weiter ungeschlagen.

"Ich weiß nicht, ob Schweden Angst vor uns hatte, wir hatten jedenfalls keine Angst vor Schweden", meinte der Italiener, der vermehrt junge Spieler in die Mannschaft um Irlands Ikone Robbie Keane integriert hat.

Und prompt attestierte der "Irish Independent" dem "New Look Ireland" schon einen "extrem ermutigenden Schritt in die richtige Richtung".

Löw beruft nach Sieg Sven Bender nach

Die Deutschen erfüllten ihre Pflichtaufgabe dank Toren von Bastian Schweinsteiger (20.), Mario Götze (22.) und Thomas Müller (74.) ziemlich souverän, nur Mitte der zweiten Hälfte kamen die nach dem Seitenwechsel etwas mutigeren Kasachen zweimal dem Anschlusstreffer nahe.

"Kasachstan stand wie im Feldhandball um den eigenen Sechzehner. Am Ende war das Spiel klar. Wir haben die drei Punkte, daher denke ich, es ist zufriedenstellend", resümierte DFB-Teamchef Joachim Löw.

Der Blick war sofort auf das "Rückspiel" am Dienstag in Nürnberg gerichtet. Deutschlands Trainer nimmt die Partie voll ernst, deshalb wurde auch für den gelbgesperrten Bastian Schweinsteiger mit dem Dortmunder Sven Bender ein Spieler nachnominiert.

"Wenn man auswärts gewinnt, besteht natürlich die Gefahr, dass das im Unterbewusstsein ist. Wir müssen die Spieler daran erinnern, dass wir zu Hause spielen und dass wir nur dann gewinnen, wenn Einstellung und Seriosität vorhanden sind", meinte Löw.

"Es hat jeder schon erlebt, dass auch die Kleinen zum Stolperstein geworden sind. Deswegen ist Seriosität das Wichtigste", ergänzte der 53-Jährige.

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