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Trapattoni in der Kritik

Trainer-Altmeister Giovanni Trapattoni muss sich in Irlands Nationalteam mit immer heftiger werdender Kritik von innen und außen auseinandersetzen.

Nach dem glücklichen 2:1-Erfolg zum Auftakt der WM-Qualifikation in Kasachstan befand sich der Italiener in Erklärungsnotstand.

"Im Moment zählt nur das Ergebnis"

Die spielerische Einfallslosigkeit des EM-Teilnehmers und Quali-Gegners von Österreich zwang Trapattoni zum Eingeständnis, er sei nicht glücklich über die Leistung - mit dem Resultat hingegen schon.

"Im Moment zählt nur das Ergebnis. Diese Mannschaft kann wieder stark werden", betonte Trapattoni angesichts bohrender Fragen nach seinem 50. Spiel als irischer Teamchef.

Späte Tore

Ein Foul-Elfmeter von Kapitän Robbie Keane in der 89., sowie ein Volley des eingewechselten Kevin Doyle in der 90. Minute, bewahrten die "Boys in Green" vor einem Punkteverlust in Astana.

Kasachstan ließ den Gegner auf dem Kunstrasenplatz zuvor mehr als schlecht aussehen.

Diskussion aufgeschoben

"Der 142. der Weltrangliste ließ Irland lange Zeit wie den 143. aussehen", lautete der Kommentar der Zeitung "Irish Independent" (Samstag-Ausgabe).

Der Erfolg habe den heimischen Verband vor einer Diskussion über die Zukunft des 73-jährigen Trapattoni bewahrt, dessen Vertrag noch ein Jahr läuft.

Interner Ärger

Internen Ärger gab es ebenfalls. Der nicht eingewechselte James McClean äußerte sich nach seinem Abend auf der Bank laut Medienberichten via Twitter, er sei als Fan glücklich über das Ergebnis, persönlich aber schwer verärgert.

"Ein Witz", soll der Sunderland-Profi getweetet haben. Der irische Verband sorgte offenbar umgehend dafür, dass der Eintrag schnell gelöscht wurde. McClean bleibt auch im Kader für das Freundschaftsspiel gegen den Oman am Dienstag.

Zwei Absagen

Bereits unmittelbar vor dem Quali-Auftakt hatte sich Trapattoni von Darron Gibson (Everton) eine Absage eingehandelt.

Im vergangenen Monat erklärte außerdem Wolverhamptons Kevin Foley, unter Trapattoni für Irland nicht mehr spielen zu wollen. Der Italiener habe ihn mit seiner Nicht-Berücksichtigung für die EM "betrogen".

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