James Rodriguez schoss Kolumbien ins Viertelfinale

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Kolumbien hat am Samstag zum ersten Mal in der Geschichte das Viertelfinale der WM erreicht.

Die Kolumbianer setzten sich im Achtelfinale im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro gegen Uruguay verdient 2:0 (1:0) durch.

Jungstar James Rodriguez entschied die Partie mit zwei sehenswerten Treffern (28., 50.).

Die "Cafeteros" treffen nun am Freitag um 22 Uhr in Fortaleza auf Gastgeber Brasilien.

Die Brasilianer hatten sich zuvor in einem ebenfalls rein-südamerikanischen Achtelfinale in Belo Horizonte gegen Chile 3:2 im Elfmeterschießen durchgesetzt.

Die Achtelfinali werden am Sonntag mit Niederlande-Mexiko (18.00 Uhr) und Costa Rica-Griechenland (22.00 Uhr) fortgesetzt.

Historischer Erfolg

Kolumbiens bis dato größter WM-Erfolg war das Erreichen des WM-Achtelfinales 1990 gewesen. Matchwinner J. Rodriguez markierte seine Turniertreffer Nummer vier und fünf, damit übernahm der 22-Jährige von AS Monaco die Führung in der Torschützenliste.

Dahinter folgt mit je vier Toren mit Lionel Messi, Thomas Müller und Neymar ein namhaftes Trio.

Wo immer es ging, demonstrierte Uruguay, für wen die Partie gewonnen werden sollte. Luis Suarez war omnipräsent, obwohl der gesperrte Starstürmer Brasilien längst verlassen hatte.

In der Kabine der Mannschaft wurde sogar das Trikot des Liverpool-Angreifers anziehbereit in den Spind gehängt.

Traumtor von James

Auf dem Platz fehlte Suarez aber, für ihn rückte Routinier Diego Forlan in die Startelf. Uruguay ging defensiv ausgerichtet in die Partie und überließ den Kolumbianern die Spielgestaltung. Die Partie plätscherte rund eine halbe Stunde dahin, erwachte dann aber mit einem echten Traumtor.

Nach Kopfballvorlage von Abel Aguilar nahm J. Rodriguez den Ball mit der Brust an und schoss ihn aus der Drehung aus 24 Metern via Unterkante der Latte zum 1:0 ins Tor (28.).

"Mit Abstand das beste Tor der WM, das James gerade geschossen hat", jubelte auch Kolumbiens verletzter Stürmerstar Radamel Falcao.

Kaum Gefahr

Uruguay war nun gezwungen, aktiv zu werden. Mehr als ein gefährlicher Freistoß von Edinson Cavani (33.) war für den WM-Halbfinalisten 2010 aber nicht drinnen.

Kurz nach der Pause erhöhte Kolumbien auf 2:0. Diesmal war besonders die Vorarbeit sehenswert. Nach Flanke von Pablo Armero von der linken Seite legte Juan Cuadrado per Kopf mit viel Übersicht auf und J. Rodriguez schob den Ball aus fünf Metern über die Linie (50.).

Schlussoffensive zu spät

Uruguay, das 1950 im Maracana zum zweiten und bis dato letzten Mal Weltmeister geworden war, stemmte sich gegen das Aus.

Die sich zurückziehenden Kolumbianer bekamen noch einmal Probleme, doch Tormann David Ospina bewahrte sein Team gegen Cristian Rodriguez (64., 68.), Maximiliano Pereira (79.) und Cavani (84.) vor dem Anschlusstreffer.

Kolumbien - Uruguay 2:0 (1:0)

Rio de Janeiro, 73.800, SR Kuipers (NED)

Tore: James (28., 50.)


Kolumbien: Ospina - Zuniga, Zapata, Yepes, Armero - Cuadrado (81. Guarin), Aguilar, Sanchez, J. Rodriguez (85. Ramos) - T. Gutierrez (68. Mejia), Jackson Martinez

Uruguay: Muslera - Caceres, Gimenez, Godin, A. Pereira (53. Ramirez) - M. Pereira, Gonzalez (67. Hernandez), Arevalo, C. Rodriguez - Cavani, Forlan (53. Stuani)

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