Die Weichen sollen gestellt werden

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Bei der WM gibt es weiterhin keine Verschnauf-Pause. Auch am neunten WM-Tag stehen wieder drei Spiele am Programm.

Den Anfang macht heute um 18 Uhr Italien gegen Costa Rica. Der Sieger hat in Gruppe D beste Chancen auf das Achtelfinale.

Um 21 Uhr duellieren sich in Gruppe E mit Frankreich gegen Schweiz ebenfalls zwei Teams, die zum Auftakt drei Punkte einfahren konnten.

Als "Mitternachts-Snack" kommt es dann noch zum Aufeinandertreffen zwischen Ecuador und Honduras.

Die kompakte Vorschau auf die Spiele:

 

ITALIEN - COSTA RICA

(Freitag, 18.00 Uhr, Recife, Arena Pernambuco, SR Enrique Osses/Chile)


DIE AUSGANGSLAGE:

Beide Kontrahenten feierten einen Auftaktsieg. Während Italien England mit 2:1 besiegte, fiel das 3:1 von Costa Rica gegen Uruguay in die Kategorie Sensation. Dabei präsentierten sich die "Ticos" jedoch als starkes Kollektiv ohne sichtbare Schwächen. Und daher träumen die Mittelamerikaner bereits vom zweiten Aufstieg in die K.o.-Phase nach 1990. In Italien ist die Erwartungshaltung nach dem geglückten Start gestiegen. Ein Sieg gegen Costa Rica wird erwartet. Der Ausgang des Duells hat zudem Auswirkungen auf England. Bei einer Punkteteilung wäre das Vorrunden-Aus der "Three Lions" besiegelt.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Cesare Prandelli: "Wir haben Costa Rica genau studiert. Das ist eine sehr gut organisierte Mannschaft, die genau weiß, wie wir auftreten werden. Sie haben verdient gegen Uruguay gewonnen. Es wird eine ganz schwierige Aufgabe für uns werden. "

Jorge Luis Pinto: "Wir haben keine Angst. Uns gefällt diese Gruppe. Ich denke, wir brauchen für das nächste Spiel nicht viel verändern. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie die richtige Mentalität hat. Wir sind bereit, in den Krieg zu ziehen."

Italien Costa Rica
Hauptstadt Rom San Jose
Einwohner 60,02 Mio. 4,30 Mio.
Fläche 301.338 km² 51.100 km²
Konföderation UEFA CONCACAF
Weltrangliste 9. 28.
WM-Teilnahmen 18 4
Teamchef Cesare Prandelli Jorge Luis Pinto



PERSONELLES:

Italien hofft auf die Rückkehr von Kapitän Gianluigi Buffon, der nach seiner Knöchelverletzung auch wieder im Training steht und laut Teamchef Prandelli eine exzellenten Eindruck hinterlässt. Ersatzmann Salvatore Sirigu präsentierte sich gegen Enngland aber gut, er könnte ohne Bedenken erneut einspringen. Neben Buffon könnte auch Außenverteidiger Mattia de Sciglio nach seiner Verletzungspause in die Viererkette zurückkehren. Fix scheint, dass Marco Verratti eine Pause erhält und durch Thiago Motta ersetzt wird. Costa Rica hofft wieder auf Joel Campbell, der gegen Uruguay ein Tor und einen Assist lieferte.

DAS SAGEN DIE SPIELER:

Daniele De Rossi: "Costa Rica wird wahrscheinlich mit dem Temperaturen besser zurecht kommen. Wir müssen eine gesunde Angst vor ihnen haben. Ich wünsche mir, dass wir schon gegen Costa Rica eine Runde weiterkommen."

Christian Bolanos: "Wir sind topmotiviert. Italien ist stark, und wir haben Respekt, aber am Ende entscheidet im Fußball auch, wie du dich fühlst."

 

SCHWEIZ - FRANKEICH

(Freitag, 21.00 Uhr, Salvador, Arena Fonte Nova, SR Björn Kuipers/NEDn)


DIE AUSGANGSLAGE:

Die Schweiz und Frankreich kennen sich nur allzu gut. Schließlich haben die beiden benachbarten Nationen bereits 36 Mal gegeneinander gespielt. Die Bilanz fällt mit 15 Siegen, zwölf Niederlagen und neun Unentschieden leicht zu Gunsten der "Bleus" aus. Aber die Schweiz hat gegen die Franzosen seit 1992 (2:1) nicht mehr gewonnen, die jüngsten drei Duelle endeten mit Unentschieden. Zuletzt gab es bei der WM 2006 in der Gruppenphase ein 0:0. Gelingt Frankreich ein Treffer, wäre es der 100. in der WM-Historie für die "Equipe Tricolore". Nach dem erfolgreichen Auftakt beider Mannschaft könnte bei einem weiteren Sieg das Achtelfinale gelöst werden. Dann nämlich, wenn die zweite Partie in Gruppe E zwischen Honuras und Ecuador mit einem Remis endet.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Ottmar Hitzfeld: "Diese WM stellt den Höhepunkt meiner Karriere dar. Ich möchte so lange wie möglich dabei sein."

Didier Deschamps: "Ich habe viel Respekt vor unseren Gegnern, aber unser gefährlichster Gegner sind wir. An dem Tag, wo wir beginnen zu denken, dass es einfach ist und uns wie Stars aufführen, werden wir scheitern. Die Schweiz hat eine durchschlagskräftigere Sturmreihe, hat mehr individuelle Qualität."



PERSONELLES:

Die Franzosen hoffen erneut auf die Tore von Karim Benzema. Der Angreifer von Real Madrid wird wohl wieder Antoine Griezmann und Mathieu Valbuena zur Seite gestellt bekommen. Denkbar ist auch, dass Oliver Giroud ins Zentrum rückt und Benzema anstelle von Griezmann links agiert. Bei den Eidgenossen rutschen die Ecuador-Joker Haris Seferovic und Admir Mehmedi in die Startelf. Beider Spieler trafen im ersten Gruppenspiel nach ihrer Einwechslung.

Schweiz Frankreich
Hauptstadt Bern Paris
Einwohner 8,11 Mio. 64,67 Mio.
Fläche 41.285 km² 668.763 km²
Konföderation UEFA UEFA
Weltrangliste 6. 17.
WM-Teilnahmen 10 14
Teamchef Ottmar Hitzfeld Didier Deschamps

DAS SAGEN DIE SPIELER:

Haris Seferovic : "Wir haben sicher mehr Raum, weil Frankreich mehr nach vorne spielt. Sie sind im Angriff stark, aber das könnte auch ihre Schwäche sein."

Patrice Evra: "Es läuft bei uns alles so gut, dass man schon fast Angst bekommt. Wenn du spürst, dass das ganze Land hinter dir steht, macht dich das stolz. Ich freue mich wie ein Achtjähriger, dass ich bei dieser WM mitmachen kann. Wir wollen weit kommen, keiner der Jungs hat Lust, dass dieses schöne Abenteuer hier allzu schnell zu Ende geht."

HONDURAS - ECUADOR

(Samstag, 00.00 Uhr, Curitiba, Arena da Baixada, SR Benjamin Williams/Australien)

 

DIE AUSGANGSLAGE:

Die Ausgangslage ist ganz einfach. Im "Alles-oder-Nichts-Spiel" ist verlieren verboten. Besonders brisant ist die Begegnung für die beiden Teamchefs Luis Fernando Suarez (Honduras) und Reinaldo Rueda (Ecuador): Beide treffen auf ihr jeweiliges Ex-Nationalteam. Honduras droht zudem ein peinlicher Rekord. Sollte "Los Catrachos" bis zur 37. Minute kein Tor gelingen, wären sie jene Mannschaft, der bei bei einer WM am längsten kein Treffer gelungen ist. 480 Minuten dauert die Dursttrecke bereit an. Bisher hält Bolivien diese "Bestmarke" mit 517 Minuten.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Luis Fernando Suarez: "Das wird ein sehr intensives und interessantes Spiel, in dem beide Seiten mit vollem Einsatz spielen und um jeden Ball kämpfen werden."

Reinaldo Rueda: "Uns steht ein sehr schweres Spiel bevor, bei dem beide Mannschaften sich über 90 Minuten nichts schenken werden. Wir müssen uns darauf konzentrieren, sie zu schlagen. Wir müssen spielen wie gegen die Schweiz, aber schmutziger, effizienter. Mit elf gegen elf sehen wir gut aus."



PERSONELLES:

Honduras muss auf den gesperrten Wilson Palacios verzichten, an seiner Stelle rutscht Oscar Garcia in die Startelf. Ecuador kann aus dem Vollem schöpfen. Eine Schlüsselrolle kommt Kapitän Antonio Valencia zu. Der Star der Mannschaft enttäuschte gegen die Schweiz, soll nun aber für mehr Impulse am rechten Flügel sorgen. Dies fordert auch Trainer Rueda vom ManUtd-Akteur.

DAS SAGEN DIE SPIELER:

Victor Bernardez: "Wir müssen Biss zeigen. Wir wissen, dass wir gegen niemanden auf Augenhöhe spielen können. Für uns geht es um alles."

Antonio Valencia: "Natürlich war das gegen die Schweiz nicht gut. Natürlich muss ich mich steigern. Wir wollen bei der WM sooft gewinnen, bis jeder den Namen unseres Landes kennt."

Honduras Ecuador
Hauptstadt Tegucigalpa Quito
Einwohner 7,99 Mio. 15,22 Mio.
Fläche 112,090 km² 283.561 km²
Konföderation CONCACAF CONMEBOL
Weltrangliste 33. 26.
WM-Teilnahmen 3 3
Teamchef Luis Fernando Suarez Reinaldo Rueda
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