Frankreich schießt die Schweiz ab

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Frankreich steht bei der Fußball-WM nach der zweiten beeindruckenden Leistung praktisch im Achtelfinale.

Dem 3:0 über Honduras ließ die "Equipe Tricolore" am Freitag in Salvador da Bahia einen 5:2 (3:0)-Kantersieg gegen die Schweiz folgen.

Frankreich untermauerte damit seine Titelambition, der Aufstieg ist bei 6 Punkten und 8:2 Toren nur noch Formsache.

Fünf verschiede Franzosen treffen

Giroud (17.), Matuidi (18.) und Valbuena (40.) sorgten vor 51.000 Zuschauern in der Arena Fonte Nova bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse.

Eine auch in dieser Höhe hochverdiente Führung der Franzosen, die die Eidgenossen von der ersten Minute an überrollten.

In der zweiten Hälfte legten Benzema mit seinem dritten Turniertreffer (67.) und Sissoko (73.) nach, ehe Dzemaili per Freistoß (81.) und Xhaka (86.) für Ergebniskosmetik sorgten.

Giroud verletzt von Bergen

Deschamps nahm gegenüber der Auftaktpartie zwei Umstellungen vor und brachte Giroud als Mittelstürmer, Benzema wich auf den linken Flügel aus.

Es erwies sich als goldrichtig. Das Sturm-Trio Giroud-Benzema-Valbuena war von der Schweizer Defensive nicht zu halten, Angriff auf Angriff rollte in den ersten 45 Minuten in den Strafraum der überforderten Eidgenossen.

Nach einem Bilderbuch-Konter und Stanglpass von Giroud erhöhte Valbuena schließlich auf 3:0 (40.).

Benzema verschießt Elfmeter

Die Führung hätte sogar durchaus höher ausfallen können, die größte Chance dafür vergaben Benzema und Valbuena in der 32. Minute: Benzema scheiterte mit einem Elfmeter an Benaglio, Cabaye setzte den Abpraller an die Latte.

Doch nicht nur offensiv überzeugten "Les Bleus". Defensiv zeigten sie gute Organisation und Zweikampfstärke und ließen - bis zur Schlussphase - so gut wie nichts zu.

Lediglich einmal herrschte in der ersten Hälfte Gefahr vor Torhüter Lloris, doch Shaqiri vergab einen Abpraller nach Mehmedi-Schuss (30.).

Späte Ergebniskosmetik

Die Luft war bei diesem Pausenstand aus dem Spiel, die Schweizer konnten in der zweiten Hälfte das Spiel offener gestalten.

Doch wirklich entgegensetzen konnte das Team von Ottmar Hitzfeld den Franzosen auch in der zweiten Hälfte nichts.

Erst beim Stand von 0:5 gab es auch für die Eidgenossen, die ihre zweithöchste WM-Niederlage nach einem 0:5 gegen die BRD 1966 kassierte, Erfolgserlebnisse. Die Chance auf den Aufstieg lebt aber trotzdem.

Die erste Aktion von Giroud war noch höchst unglücklich. Der Arsenal-Stürmer traf mit einem hohen Bein Verteidiger Von Bergen im Gesicht, der Schweizer konnte nicht mehr weiterspielen und wurde mit einem stark blutenden Cut unter dem Auge und einer leichten Gehirnerschütterung ins Spital eingeliefert.

Meilenstein und Doppelschlag 

In der 17. Minute trat Giroud aber als Torjäger in Erscheinung. Nach einem Eckball von Valbuena wuchtete er den Ball aus rund zehn Metern per Kopf zur Führung ins Tor. Es war das 100. Tor der Franzosen bei einer WM-Endrunde.

Tor Nummer 101 folgte eine Minute später. Nach einem Abspielfehler von Behrami schickte Benzema Matuidi, der Torhüter Benaglio mit einem satten Schuss ins kurze Eck überraschte (18.).

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