Suarez stielt Rooney die Show

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Wayne Rooney hat seinen Torfluch beendet und konnte sich trotzdem nicht freuen. Konsterniert schlich der Starspieler Englands vom Rasen der Arena Corinthians in Sao Paulo.

Dabei hatte der Stürmer gerade in seinem zehnten Spiel bei einer Weltmeisterschaft seine Tor-Premiere gefeiert und mit seinem exakt 30. Schuss bei einer WM-Endrunde den ersten Treffer erzielt.

Der Treffer blieb jedoch ein Muster ohne Wert. Am Ende verloren die „Three Lions“ im zweiten Gruppenspiel gegen Uruguay mit 1:2 und haben nur noch eine minimale Chance auf ein Weiterkommen ins Achtelfinale.

„Das ist ein schlechtes Resultat. Wir brauchen nun Schützenhilfe von Italien. Wir haben alles versucht aber es hat nicht gereicht“, analysierte Trainer Roy Hogdson.

 Rooney war Dreh- und Angelpunkt

 Dabei hatte es Rooney in diesem Spiel all seinen Kritikern gezeigt. In zentraler Position war er Antreiber und bester Mann der Engländer auf dem Platz. Dennoch wurde er zum tragischen Helden, denn trotz seines Treffers verabsäumte es der Angreifer, bereits früher in dieser Partie anzuschreiben.

 Zunächst schoss er einen Freistoß (10. Minute) nur knapp am Kreuzeck vorbei, dann setzte er aus kurzer Distanz einen Kopfball an die Querlatte (31.).

 Im zweiten Abschnitt scheiterte er aus gut sechs Metern mit einem Flachschuss an „Uru“-Keeper Fernando Muslera, bevor er einen Querpass von Johnson aus kurzer Distanz dann endlich zum zwischenzeitlichen 1:1 einschob.

Suarez tröstet seinen Freund Gerrard

Unglücklicher Auftritt von Gerrard

Im Gegensatz zu Suarez erwischte Gerard einen rabenschwarzen Tag. Zum einen war er im zentralen Mittelfeld kaum präsent und hielt sich aus dem Spielaufbau über weite Strecken zurück. Auch seine Standards, mit Ausnahme der Flanke bei Rooneys Lattentreffer, flogen meist an Freund und Feind vorbei.

Einem Ballverlust im Mittelfeld folgte der Führungstreffer der „Urus“, auch beim zweiten und entscheidenden Gegentreffer unterschätze der Brite einen hohen Ball, konnte den Konter nicht unterbinden und half unfreiwillig mit, dass am Ende Suarez und nicht Teamkollege Rooney lachend den Rasen des Arena Corinthians in Sao Paulo verließ.

Suarez eiskalt

Es hätte der große Abend des Manchester-United-Stars werden können, doch ausgerechnet Luis Suarez, seines Zeichens Liverpool-Stürmer und Spieler des Jahres in England, machte Englands Nummer zehn und seinen Teamkollegen einen Strich durch die Rechnung.

Der erst vor vier Wochen am Meniskus operierte Südamerikaner traf zuerst zur Führung und dann fünf Minuten vor dem Ende zur Entscheidung zugunsten der „Celeste“.

„Wir haben so gelitten und doch gewonnen. Wir müssen das genießen, aber auch an Italien denken. Ich kann es nicht fassen, der Druck war so groß. Wir wurden so kritisiert in der Heimat und das ist unsere Antwort“, sagte Suarez mit Tränen in den Augen.

„Luis Suraez ist ein Genie“, hatte Liverpool-Teamkollege Steven Gerrard im Vorfeld der Partie gesagt und sollte am Ende Recht behalten.

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