Erster Großkampftag bringt die Final-Neuauflage

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Nach dem Eröffnungsspiel folgt der erste Großkampftag der FIFA WM 2014.

Zum Auftakt treffen Mexiko und Kamerun im zweiten Spiel der Gruppe A aufeinander, bevor es zur Neuauflage des WM-Finales von 2010 kommt. Abgeschlossen wird der Tag von Chile und Australien.

Die kompakte Vorschau auf die Spiele:

 

MEXIKO-KAMERUN

(Freitag, 18:00, Natal, Arena das Dunas, SR Roldán/Kolumbien)


DIE AUSGANGSLAGE:

Brasilien hat seine Favoritenrolle mit dem Sieg gegen Kroatien unterstrichen. Im Kampf um die Aufstiegsplätze werden wohl die Spiele der anderen Teams untereinander entscheidend. Vor den Duellen gegen den Gastgeber und die Kroaten, die sich stark präsentierten, sind sowohl Mexiko als auch Kamerun schon auf eine gute Ausgangslage und einen Sieg angewiesen. Obwohl die Mexikaner Schwierigkeiten in der Qualifikation hatten, gehen sie als leichter Favorit ins Match. Nicht zuletzt deswegen, weil die Afrikaner unmittelbar vor dem Turnier durch einen Streit mit dem eigenen Verband auffielen und verspätet anreisten.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Miguel Herrera: "Das wichtigste Spiel ist das erste, die Burschen haben nur im Kopf, Kamerun zu schlagen. Es gibt eine große interne Konkurrenz, alle heben die Hand, alle wollen von Anfang an spielen. Jeder Spieler wird jeden Tropfen Schweiß geben, den er im Körper hat."

Volker Finke: "Wir möchten das Achtelfinale erreichen. Dafür sind die Spiele gegen Mexiko und Kroatien extrem wichtig. Kamerun hat 20 Millionen Fußballer und 25 Millionen Nationaltrainer. Man muss sich bewusst sein, dass in solchen Konstellationen auch schnell Stimmung gemacht werden kann. Für den Prämienstreit haben wir eine Lösung gefunden, das hat uns alles nicht gestört."

Mexiko Kamerun
Hauptstadt Mexico City Yaounde
Einwohner 112,32 Mio. 20,55 Mio.
Fläche 1.972.550 km² 475.441 km²
Konföderation CONCACAF CAF
Weltrangliste 20. 56.
WM-Teilnahmen 15 7
Teamchef Miguel Herrera Volker Finke

PERSONELLES:

Grünes Licht für alle Akteure - beide Teams können auf den gesamten Kader zurückgreifen. Allerdings wird Mexiko-Stürmerstar Javier "Chicarito" Hernandez wohl nicht in der Startformation seines Landes stehen. Trainer Herrera setzt auf Oribe Peralta und Giovani dos Santos.

DAS SAGEN DIE SPIELER:

Giovani dos Santos: "Unser Ziel ist das WM-Finale. Dass wir uns erst in den Qualifikations-Playoffs durchgesetzt haben, hat uns geeint und wir wissen heute, dass wir stärker sind als jemals zuvor."

Joel Matip: "Wenn man beim Auftakt nicht aufpasst, kann es schnell in die Hose gehen. Aber gewinnt man, dann läuft es sofort. Es könnte ein Vorteil sein, erst zum Schluss gegen Brasilien antreten zu müssen - aber wenn wir die Punkte am Anfang holen, umso besser."

SPANIEN-NIEDERLANDE

(Freitag, 22:00, Salvador, Arena Fonte Nova, SR Rizzoli/Italien)


DIE AUSGANGSLAGE:

Der erste Kracher der WM - die Neuauflage des Finales von 2010. Auch wenn beide Teams gute Aussichten auf das Achtelfinale haben, wird es ein richtungsweisendes Spiel. Im Vergleich zu damals hat sich bei den Spaniern nicht viel geändert, 16 Spieler aus der erfolgreichen Mannschaft sind noch dabei. Die Holländer haben unter Louis Van Gaal auf ein defensiveres 5-3-2 umgestellt.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Vicente del Bosque: "Es ist Schicksal, dass wir ausgerechnet gegen diesen Gegner zum Auftakt ran müssen. Natürlich hat sich seit damals einiges getan. Die Niederländer sind schon immer ein ganz starkes Team und wir sind diesmal in einer ganz schweren Gruppe."

Louis van Gaal: "Wir spielen gegen die Nummer eins der Welt, und wir werden alles versuchen, die große Überraschung des Turniers zu sein. Ich spüre die Aufregung in meinem Bauch."

Spanien Niederlande
Hauptstadt Madrid Amsterdam
Einwohner 46,61 Mio. 16,73 Mio.
Fläche 504.645 km² 41.548 km²
Konföderation UEFA UEFA
Weltrangliste 1. 15.
WM-Teilnahmen 14 10
Teamchef Vicente del Bosque Louis van Gaal

PERSONELLES:

Weder Spanien noch die Niederlande haben Ausfälle zu verzeichnen. Einzig die Zahnschmerzen von Jordi Alba bereiten den Iberern ein wenig Kopfzerbrechen. Bei den Spaniern wird Diego Costa den Vorzug gegenüber David Villa und Fernando Torres bekommen. Bondcoach Louis van Gaal machte aus seiner Aufstellung kein Geheimnis, so werden die "Oranjes" mit der gleichen 5-3-2-Startformation wie im letzten Testspiel gegen Ghana (1:0) beginnen.

DAS SAGEN DIE SPIELER:

Sergio Busquets: "Wir treten praktisch mit den gleichen Spielern wie 2010 an, während sie eine Infusion von neuen Spielern und einem neuen Trainer bekommen haben. Und sie haben ein neues Spielsystem, mit fünf Verteidigern und darauf vertrauernd, dass sie ihre Gegner mit tödlichen Kontern treffen."

Arjen Robben: "Ein Sieg würde an dem Frust über das verlorene Finale wenig ändern. Das ist erst möglich, wenn wir uns am Ende im Finale wieder gegenüberstehen."

 

CHILE-AUSTRALIEN

(Samstag, 0:00, Cuiabá, Arena Pantanal, SR Doué/Elfenbeinküste)


DIE AUSGANGSLAGE:

Chile gilt als einer der Geheimfavoriten und geht mit jeder Menge Selbstvertrauen ins Spiel. Die Südamerikaner gelten als taktisch überaus flexibel und haben unter Teamchef Jorge Sampaoli an die attraktive Spielweise, die sie schon bei der letzten WM unter Marcelo Bielsa gezeigt haben, angeschlossen. Die Australier sind der krasse Außenseiter der Gruppe - sie wollen mit einem neuen Spielsystem überraschen und die Südamerikaner auskontern.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Jorge Sampaoli: "Der der erste Gegner ist immer der komplizierteste. Die Erwartungen und die Nervosität sind groß, daher wird das eine ganz besondere Partie für uns. Ich denke, Australien wird auf den Konter lauern. Ihre Stärke ist das Umschaltspiel. Wir werden eine Schwäche finden und sie unter Druck setzen."

Ange Postecoglou: "Chile ist ein gutes Beispiel für ein Land, das in den letzten Jahren daran gearbeitet hat, eine Macht zu werden - das ist auch unser Ziel. Es wird auf die Spieler ankommen und darauf, dass sie ihren Platz bekommen, den sie brauchen. Sie sind bereit und ich werde ihnen das auch immer wieder sagen."



PERSONELLES:

Bei den Chilenen ist Juventus-Star Arturo Vidal gerade noch fit geworden. Seine Einberufung in den WM-Kader war wegen seiner Knieverletzung keine sichere Sache. Damit bleibt Felipe Gutierrez nur die Ersatz-Rolle. Bei den Australiern ist Austria-Spieler James Holland Backup für die Stamm-Sechser Mark Milligan und Mile Jedinak.

Chile Australien
Hauptstadt Santiago de Chile Canberra
Einwohner 16,63 Mio. 23,13 Mio.
Fläche 755.696 km² 7.692.024 km²
Konföderation COMNEBOL AFC
Weltrangliste 14. 62.
WM-Teilnahmen 9 4
Teamchef Jorge Sampaoli Ange Postecoglu

DAS SAGEN DIE SPIELER:

Alexis Sanchez: "Wir haben die schwierigste Gruppe erwischt. Aber ich glaube, dass Chile die WM gewinnt. Glaubte ich das nicht, könnte ich auch zu Hause bleiben und fernsehen."

Tim Cahill: "Ich glaube an das, was wir in den letzten drei Monaten gelernt haben, an uns selbst und unsere Taktik, die der Boss uns eingetrichtert hat. Von unseren Jungs hat keiner Angst. Wir wollen, dass der Gegner vom Platz geht und sagt: Gegen Australien will ich nie wieder spielen."

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