Brasilien will Revanche für 2012

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Brasilien gegen Mexiko um vorzeitigen Aufstieg

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Brasiliens Nationalelf bekommt es beim zweiten WM-Auftritt mit einem unangenehmen Rivalen zu tun.

Mexiko startete ebenso wie der Gastgeber mit einem Sieg ins Turnier, am Dienstag (21.00 Uhr MESZ) soll in Fortaleza mit einem Punktgewinn gegen den Favoriten der nächste Schritt ins Achtelfinale getan werden. Für die Elf von Luiz Felipe Scolari zählt indes nur ein voller Erfolg.

Brasilianer wollen Revanche für Olympia 2012

Mit den Mexikanern haben die Brasilianer noch ein Hühnchen zu rupfen. Zwar siegte die "Selecao" gegen die Mittelamerikaner bei den WM-Endrunden 1950, 1954 und 1962 in allen drei Spielen ohne auch nur ein Gegentor erhalten zu haben.

Die jüngste Bilanz ist jedoch kein Ruhmesblatt für den Rekordweltmeister. Seit 1999 haben die zwei Teams 15 Mal gegeneinander gespielt: Mexiko gewann achtmal, Brasilien nur viermal, dazu gab es drei Unentschieden.

Besonders weh tat der "Selecao" die Pleite im Finale der Olympischen Spiele 2012 in London. 1:2 verloren die damals unter Scolaris Vorgänger Mano Menezes spielenden Brasilianer. Mit Kapitän Thiago Silva, Marcelo, Neymar, Hulk und Oscar stehen fünf Verlierer von damals in der heutigen Stammelf.

Sie gelobten nun durch die Bank, Revanche zu nehmen. "Wir wollten diese Goldmedaille und am Ende sind wir gescheitert", erinnerte sich der beim 3:1 gegen Kroatien starke Oscar und versprach: "Ich werde alles tun, um die Mexikaner zu schlagen."

"Können ihnen schaden"

Diese sehen sich nach dem 1:0 gegen Kamerun gerüstet, den Hausherren Paroli zu bieten. "Das wird ein sehr sehenswertes Spiel", versprach Torschütze Oribe Peralta, der im olympischen Finale vor zwei Jahren zweimal getroffen hatte. "Wir wissen, wie wir gegen sie auftreten müssen. Wenn wir ihnen den Ball wegnehmen, können wir ihnen schaden."

Verzichten werden die von vielen Fans begleiteten Mexikaner zu Beginn wohl wieder auf Javier Hernandez. Der 32-fache Teamtorschütze von Manchester United kommt bei Teamchef Miguel Herrera hinter Peralta und Giovani dos Santos aktuell über die Jokerrolle nicht hinaus.

Die den elften Sieg in Serie anpeilenden Brasilianer bangten vor der Partie um Hulk, den im Training eine Blessur in der Oberschenkelmuskulatur plagte. "Ich hoffe, dass ich für die Partie bereit bin", sagte der gegen Kroatien wenig überzeugende Angreifer. Bis auf seinen möglichen Ausfall dürfte Teamchef Scolari auf jene Mannschaft vertrauen, die zum WM-Start erfolgreich war.

"Freiwillige" Gelbe für Neymar?

Mit dabei ist natürlich auch der zweifache Turniertorschütze Neymar. Bereits mit einer Gelben Karte belastet, müsste der Barcelona-Star bei einer weiteren Verwarnung im vielleicht bedeutungslosen Gruppenabschluss gegen Kamerun passen. Deshalb beschäftigt jetzt die halbe Fachwelt im fußballverrücktesten Land der Welt: Wird sich Neymar gegen Mexiko ein Spiel Sperre freiwillig abholen, um das Achtelfinale nicht zu verpassen?

Dort würde der Zweite der Gruppe B, wo die Niederlande, Spanien und Chile um den Aufstieg kämpfen, warten. Scolari wollte sich darüber nicht den Kopf zerbrechen. "Wenn er zum zweiten Mal verwarnt wird, dann ist es eben so", sagte der Trainer. "Wenn er ein Foul machen muss, soll er es tun."

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