Chili zu scharf für satte Spanier

Chili zu scharf für satte Spanier

Der Jubel war groß beim FIFA-Fanfest am Strand von Fortaleza.

Chi-Chi-Chi, le-le-le jubelten die zahlreich vertretenen Chilenen über den 2:0-Erfolg gegen Weltmeister Spanien. Das damit verbundene vorzeitige Ausscheiden historischen Ausmaßes der Iberer versüßte den Südamerikanern den Siegestaumel zusätzlich.

Die weißen Taschentücher wurden gezückt und so den wenigen Anhängern Spaniens das Scheitern ihrer Mannschaft auch visuell demonstriert. Trotz ihrer Fassungslosigkeit wussten die Spanier allerdings, woran es gelegenen hat, dass die „Furia Roja“ als erster Titelverteidiger bereits nach zwei Spielen die Segel streichen musste.

„Die Spieler sind satt“, sagt Felipe aus Saragossa, auf dessen Rücken Fernando Torres‘ Nummer neun prangt.

„Sie haben die letzten drei Turniere gewonnen und jetzt wo Real auch noch die Champions League gewonnen hat, haben die meisten wirklich alle Trophäen eingefahren. Das Feuer fehlt“, beschwert er sich auch darüber, dass kein Aufbäumen gegen die Niederlage zu erkennen war.

Ob es das nun war mit der Goldenen Generation? „Es müssen mehr junge, hungrige Spieler in die Mannschaft. Vielleicht sollte auch Del Bosque ersetzt und durch einen jüngeren Trainer frischer Wind reingebracht werden“, fordert Felipe eine Blutauffrischung.

Richtig aufgedreht war hingegen Chile, das hier im Übrigen Chili ausgesprochen wird. Vor Turnierbeginn als einer der Geheimfavorit gehandelt, beweisen die Mannen um Arturo Vidal und Alexis Sanchez, dass sie wirklich nicht einfach zu biegen sind.

„Bei denen spürt man jede Minute, dass sie richtig scharf auf das Turnier sind, die brennen richtig“, bescheinigt Felipe dem Gegner das Feuer, das er bei seinem Team vermisst.

Fakt ist, dank Chile bekommt die Welt neue Gesichter auf ihrem Fußballthron. Dass die Südamerikaner selbst diesen Platz einnehmen, scheint zwar eher weit hergeholt, ihrem Achtelfinalgegner wird der uninspirierte Auftritt der Spanier aber allemal eine Lehre sein.

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