Bier, Schoko, Waffeln und Kicker

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„Ja, wir verkaufen auch einige Biere, aber wir haben sonst noch weit mehr zu bieten, als Schokolade und Waffeln“, sagt Vincent Kompany.

Das wollen die Belgier in der WM-Quali unter Beweis stellen. In Gruppe A duellieren sie sich mit Schottland, Wales, Serbien, Kroatien und Mazedonien.

Mit Wilmots geht’s bergauf

Seit Mitte Mai wird der Weltranglisten 40. von einem neuen Trainer betreut. Marc Wilmots hat die Agenden von Georges Leekens übernommen. Ein junger, engagierter Coach, der perfekt zur Mannschaft zu passen scheint.

Diese befindet sich nämlich auf dem Weg nach oben, was nicht zuletzt der 4:2-Sieg im Testspiel gegen die Niederlande Mitte August bewiesen hat.

Wichtige Schritte

„Der Grund, warum wir uns nicht für die EURO 2012 qualifiziert haben, war, dass es immer noch einen Unterschied dazwischen gibt, ob man jede Woche auf höchstem Level seine Leistung bringt oder ob man dort nur vermutlich seine Leistung bringen kann“, behauptet Kompany.

„Jetzt haben viele Spieler diesen Schritt gemacht“, so der Abwehrspieler. Namentlich nennt er Jan Vertonghen, Eden Hazard und Moussa Dembele.

Ersterer ist von Ajax zu Tottenham gegangen, Zweiterer von Lille zu Chelsea und Letzterer wurde von Fulham an Tottenham abgegeben.

13 Legionäre in der Premier League

Dieses Trio deutet schon an, was bei einem Blick in die Kader der Premier League Gewissheit wird: Belgische Kicker sind auf der Insel in Mode. Nicht weniger als 13 Profis verdienen ihr Geld in Englands höchster Spielklasse.

Nach Frankreich (28), Irland (27), Schottland (23), Spanien (23), Wales (17) und Brasilien (14) ist das der siebtente Platz im Legionärs-Ranking. Sogar Erzrivale Holland hat zwei Gastarbeiter weniger aufzuweisen.

Das sah vor einiger Zeit noch ganz anders aus. 2007/08 hielt etwa nur Emile Mpenza bei Manchester City die belgische Fahne hoch.

Nicht nur Hazard verzückt die Insel

Mittlerweile hat sich die Lage aber geändert. Und das Aufgebot der Nationalmannschaft zeigt, dass die meisten der 13 Kicker auch ihre Leistungen bringen. Im aktuellen Kader stehen nicht weniger als zehn England-Legionäre.

Alle voran Marouane Fellaini, der seit geraumer Zeit aus Evertons Spiel nicht mehr wegzudenken ist, und Eden Hazard, der mit einem Tor und sechs Assists in nur drei Spielen die ganze Insel verzückt hat.

„Dass so viele Spieler auf höchstem Niveau spielen, wird uns so viel Erfahrung geben“, ist sich Kompany sicher.

Denn nach Bier, Schokolade und Waffeln zählen mittlerweile Kicker zu den größten belgischen Export-Schlagern in England.


Harald Prantl

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