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Klub-WM wird für Chelsea zur Enttäuschung

Nicht einmal der Titel bei der Klub-WM war dem kriselnden englischen Verein Chelsea vergönnt.

Der entthronte Champions-League-Sieger musste sich am Sonntag im Finale in Yokohama überraschend den Corinthians Sao Paulo mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

Die Brasilianer beendeten damit die fünfjährige Regentschaft Europas beim Kontinentalvergleich des Weltverbandes FIFA.

Nächster Schlag für "Blues"

Die unerwartete Niederlage ist ein weiterer Tiefschlag für Chelsea.

Unter Neo-Trainer Rafael Benitez wurde in der Liga erst vergangenes Wochenende eine Sechs-Spiele-Durststrecke ohne Sieg beendet.

In der Champions League ereilte die "Blues" als ersten Titelverteidiger überhaupt das Aus in der Gruppenphase.

"Heimspiel" für Corinthians

Die Londoner diktierten das Spielgeschehen über weite Strecken, das Goldtor erzielte aber Corinthians-Stürmer Paolo Guerrero per Kopf (69.).

"Es ist ein unglaubliches Gefühl", versicherte der Peruaner. "Vor so vielen Corinthians-Fans zu gewinnen, ist großartig."

Knapp 15.000 unter den 68.000 Zuschauern im WM-Finalstadion von 2002 waren brasilianische Schlachtenbummler.

Drittes Antreten für Benitez

Für den Sieger der südamerikanischen Copa Libertadores ist es der zweite Titel bei der Klub-WM. Schon die erste Auflage des FIFA-Turniers im Jahr 2000 hatten die Corinthians für sich entschieden.

Als bisher letzter europäischer Klub hatte sich 2006 der FC Barcelona beim Kontinentalvergleich geschlagen geben müssen.

Benitez hatte 2005 im Finale mit Liverpool verloren, das Turnier aber 2010 mit Inter Mailand gewonnen.

"Eine große Enttäuschung"

Sein Team scheiterte auch an der mangelnden Chancenauswertung. Fernando Torres und Victor Moses fanden jeweils im hervorragenden Corinthians-Keeper Cassio ihren Meister.

"Es ist eine große Enttäuschung, hierherzukommen und nicht zu gewinnen", gestand Chelsea-Kapitän Frank Lampard.

"Jetzt müssen wir einige Spiele hintereinander gewinnen, damit wir in der Liga dranbleiben." 13 Punkte fehlen bei einem Spiel weniger auf Spitzenreiter Manchester United.

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