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Die Ausgangsposition ist besser als die Laune

Die Laune ließ zu wünschen übrig, als die Admiraner in Wien-Schwechat ankamen.

 Das lag jedoch nicht am 1:1 im Hinspiel gegen Zalgiris Vilnius, sondern daran, dass die Charter-Maschine der Südstädter erst mit zwei Stunden Verspätung abheben konnte.

Kühbauer zufrieden

Denn das Ergebnis war für die Niederösterreicher in Ordnung. „Wir müssen zufrieden sein“, sagte Didi Kühbauer nach dem Schlusspfiff.

Tatsächlich hat sich seine Mannschaft dank des Auswärtstreffers eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Donnerstag verschafft.

„Wir sind daheim noch stärker“, verkündete der Coach. Er sei bezüglich des Aufstiegs „guter Dinge“.

Starke erste Hälfte

Doch auch ihm war klar, dass gegen die Litauer schon im ersten Duell mehr möglich war. „Wir haben in der ersten Hälfte ein sehr gutes Spiel gezeigt, sind kompakt gestanden und haben kaum etwas zugelassen“, fand der 41-Jährige.

Keine Spur davon, dass sich seine Mannen auf dem ungewohnten Kunstrasen, der durch den andauernden Regen besonders schwer zu bespielen war, nicht zurecht fanden.

Auszusetzen hatte er am ersten Durchgang lediglich, dass es Hosiner verabsäumt hatte, seine Riesenchance zu verwerten und somit frühzeitig auf 2:0 zu stellen.

Unverständlicher Rückzug

Nach dem Wiederanpfiff stellte sich die Sache dann schon wesentlich anders dar. „Wir sind kaum in Zweikämpfe gekommen, haben viele Bälle verloren und es uns schwer gemacht“, analysierte der Coach.

Für ihn verwunderlich: „Warum auch immer, wir haben aufgehört zu spielen. Das Team hat sich nach hinten fallen lassen, das wollte ich nicht.“

Starker Ballverteiler

In dieser Phase wurde offensichtlich, dass auch die Gastgeber einige gute Kicker in ihren Reihen haben.

„Wir sind erst nach der Pause aufgewacht, vor allem dank der Einwechslung von Kamil Bilinski“, sagte Zalgiris-Coach Damir Petravic. Auch Mantas Kuklys erwies sich in dieser Phase als umsichtiger Ballverteiler.

Internationale Unerfahrenheit

Kühbauer jedoch verzieh seiner Truppe diese Schwächephase. Er führte sie nicht zuletzt auf die internationale Unerfahrenheit der meisten seiner Akteure zurück: „Es haben noch nicht viele von ihnen Europacup gespielt. Und in internationalen Spielen kommt schon ein anderer Druck dazu.“

Angesichts dieses Umstandes haben die Niederösterreicher ihren ersten internationalen Auftritt nach 18 Jahren Abstinenz gut über die Bühne gebracht.

Auch wenn ihre Laune am Schwechater Flughafen nicht wirklich darauf schließen ließ. Vor allem nicht jene von Stephan Palla. Für den war der Tag nämlich um vier Uhr in der Früh noch immer nicht beendet, er machte sich mit Verdacht auf Rippenbruch sofort auf ins Spital zum Röntgen.

Harald Prantl

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