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Salzburg trotz vieler Ausfälle in Senica Favorit

Für Vizemeister Salzburg steht beim Drittrunden-Rückspiel der Qualifikation zur Europa League am Donnerstag in Senica (19.00 Uhr/live in Konferenzschaltung auf ORF eins) einiges am Spiel.

"Die Europa League ist für uns äußerst wichtig", betonte Trainer Ricarco Moniz, dessen Team beim Hinspiel eine Woche zuvor zwar klar dominierte hatte, über ein 1:0 aber nicht hinausgekommen war.

So oder so schlüpfen die "Bullen" auch beim slowakischen Vizemeister in die Favoritenrolle, selbst die auf acht Spieler angewachsene Ausfalls-Liste vermag daran nichts zu ändern.

Pasanen und Zarate kamen hinzu

Fast ein gesamtes Team muss Trainer Ricardo Moniz vorgeben.

Georg Teigl, Marco Meilinger und Daniel Offenbacher sind bei der U20-WM, zu den Langzeitverletzten Franz Schiemer, Douglas und Mendes da Silva gesellten sich in den vergangenen Tagen noch Innenverteidiger Petri Pasanen (Muskelfaserriss) und Stürmer Gonzalo Zarate (Außenbandeinriss).

Doch Moniz sah diesbezüglich keine groben Probleme. "Man muss immer in Lösungen denken, ich bleibe immer souverän, wir sind überall doppelt oder dreifach besetzt", betonte der Niederländer.

Gerade der Ausfall von Defensiv-Routinier Pasanen sei gut zu kompensieren: "Das ist nur für ihn selbst schmerzvoll. Wir haben mit Chema Anton einen echten Verteidiger geholt, das war eine gute Entscheidung. Und wir haben auch viele junge Spieler. Wir lösen das", sagte der Niederländer.

Die Defensive zeichnete sich in der noch jungen Saison ja besonders aus, blieb erstmals seit drei Jahren nach dem 4:1 in Liepaja in fünf Bewerbsspielen in Folge ohne Gegentreffer.

"Ich war sehr böse"

Größere Sorgenfalten bereitete ihm der knappe Sieg im Hinspiel, den erst ein Geniestreich des Brasilianers Leonardo in der 74. Minute möglich gemacht hatte.

"Es ist bekannt, dass ich sehr böse war nach dem Hinspiel. Böse, weil wir nur mit 1:0 gewonnen haben. Ich wollte einen höheren Sieg, um mehr Ruhe zu haben", meinte Moniz, der auf die tadellose Form des Gegners in der slowakischen Liga verwies.

"Senica ist offensichtlich gut drauf und hat nichts zu verlieren", meinte er mit Blick auf den 4:0-Ligaerfolg über Nachzügler Trencin.

Kein Abwarten

Beim Spiel im 4.500 Zuschauer fassenden Stadion in Senica fordert er von Beginn an volles Tempo.

"Wir müssen Vollgas geben. Wenn du abwartest, bekommst du Druck. Wir müssen gleich am Anfang so spielen, wie in Salzburg in der letzten Viertelstunde", meinte Moniz.

"Es wird spannender als erhofft, und jetzt müssen wir auch extrem aufpassen. Es ist ein Finale, ich habe aber vollstes Vertrauen, dass wir es trotz der Verletzungen klarmachen."

"Das ist eine Herausforderung"

Dass im Sturm zuletzt leichte Flaute herrschte, wollte Moniz nicht bestreiten, sah die Lage aber gelassen.

"Wir haben in der Liga sieben Punkte, hinten die Null, und wenn wir unseren Auftrag erledigen, sind wir auch im Europacup eine Runde weiter. Wenn wir keine 4, 5 Tore schießen, kommt Kritik, das ist eine Herausforderung für mich."

"Unterschied ist gewaltig"

Senica-Coach Stanislav Griga wiederum sieht sich mit einer äußerst schwierigen Herausforderung konfrontiert.

"Der Unterschied ist gewaltig. Salzburg hat auf jeder Position bessere Spieler. Es ist so, als würden wir gegen einen Viertligisten spielen", betonte der ehemalige Rapid-Stürmer, hofft aber auf eine mächtige Defensive:

"Wenn du gut verteidigst, ist der Unterschied nicht so groß."

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