St. Pölten hat gegen Eindhoven "nichts zu verlieren"

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Erste-Liga-Spitzenreiter SKN St. Pölten bestreitet am Donnerstagabend (ab 19.00 Uhr) nach dem Cup-Finale sein zweites "Spiel des Jahres".

Die "Wölfe" treffen in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation auswärts auf den niederländischen Topverein PSV Eindhoven.

Die Niederösterreicher sind dabei krasser Außenseiter, eine Rolle in der sie sich aber überaus wohlfühlen.

Das hat schon der überraschende Europacup-Aufstieg gegen Botew Plowdiw bewiesen. "Wir haben gegen PSV Eindhoven genauso nichts zu verlieren", betonte deshalb Außenverteidiger Marcel Holzmann.

Sein Club-Kollege Konstantin Kerschbaumer fand ähnliche Worte: "Wir müssen auch gegen PSV ohne Angst nach vorne verteidigen. Das ist unsere Spielweise, das wollen wir fortsetzen."

"Es ist ein Traum"

Mittelfeldspieler Dominik Hofbauer fieberte dem Duell mit dem Eredivisie-Vierten der abgelaufenen Saison bereits entgegen. "Es ist ein Traum, gegen PSV Eindhoven zu spielen. Wir werden hoch motiviert sein und alles geben", versprach der 23-Jährige.

"Das ist ein schönes Los. Es gibt Schlimmeres, als gegen Eindhoven zu spielen", meinte Trainer Herbert Gager, dessen Team am Montagabend bei der Generalprobe auswärts gegen den Kapfenberger SV nach zweimaligem Rückstand noch ein 2:2 erreicht hatte.

"Doppelbelastung ist eine Kopfsache"

Nicht einmal 72 Stunden später geht es nun schon im Philips-Stadion gegen den ehemaligen Europacup-Sieger der Landesmeister (1988) und UEFA-Cup-Gewinner (1978), der es bisher auf 21 nationale Meistertitel (zuletzt 2008) und neun Cup-Triumphe (zuletzt 2012) gebracht hat.

"Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie kraftmäßig keine Probleme hat. Die Doppelbelastung ist eine Kopfsache", erklärte Gager zur dritten englischen Woche in Serie für seine Burschen. "Man darf den Spielern nicht zu viel Alibi geben, muss ihnen vielmehr sagen, ihr seid super beieinander, für euch ist das alles kein Problem."

1:0 im Testmatch

Für Eindhoven ist es dagegen das erste Pflichtspiel der Saison, aber der zweite Vergleich mit St. Pölten innerhalb eines Monats.

Das Testmatch am 6. Juli endete in der niederösterreichischen Hauptstadt mit einem überaus schmeichelhaften 1:0-Sieg der vom niederländischen Ex-Teamspieler Phillip Cocu betreuten Gäste, den Siegtreffer erzielte der schwedische Mittelfeldspieler Oscar Hiljemark erst in Minute 86.

Dreieinhalb Wochen später will die junge PSV-Truppe nun einen klaren Erfolg feiern, um die Erwartungshaltung der Fans im ausverkauftem Stadion zu erfüllen. Aufgrund spezieller Abonnentenaktionen und günstiger Eintrittspreise von 7,50 Euro werden 35.000 Zuschauer erwartet.

PSV ohne drei WM-Teilnehmer

ÖFB-Legionär Marcel Ritzmaier im Trikot der Niederländer weiß um die Ausgangslage: "Auf dem Papier sind die Rollen deutlich vergeben. Aber wir werden St. Pölten sicher nicht unterschätzen."

Cocu muss noch ohne die drei WM-Spieler Memphis Depay, Georginio Wijnaldum (beide NED) und Santiago Arias (COL), die erst seit dieser Woche wieder trainieren, gegen St. Pölten auskommen.

Das Trio könnte aber im Rückspiel in der kommenden Woche wieder dabei sein. Daneben fallen noch die Langzeitverletzten Stijn Schaars (halbes Jahr Pause nach Knieoperation Anfang Mai) und Jetro Willems (Knieverletzung seit April) aus.

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

PSV Eindhoven - SKN St. Pölten

(Do., 19.00 Uhr, Eindhoven, Philips-Stadion, SR Slavko Vincic/SLO)

Eindhoven: Zoet - Brenet, Bruma, Hendrix, Ritzmaier - Vloet, Hiljemark, Maher - Locadia, De Jong, Narsingh

Ersatz: Pasveer - Derijck, Koch, Tamata, Boljevic, Jozefzoon, Cmiljanic

Es fehlen: Depay, Wijnaldum, Arias (alle nach der WM erst seit dieser Woche wieder im Training), Willems, Schaars (nach Knieverletzungen rekonvaleszent)

St. Pölten: Kostner - Stec, Grasegger, Huber, Wisio, Holzmann - Ambichl, Parada, Kerschbaumer, Hofbauer - Segovia

Ersatz: Riegler - Brandl, Hayden, Hartl, Schibany, Noel, Fucik

Es fehlt: Oberortner (Schambeinentzündung)


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