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Salzburg jagt Tor-Rekord und 5. Europacup-Startplatz

Salzburg steht seit fünf Wochen als Aufsteiger in der Europa League fest.

Zum Abschluss der Gruppe D am Donnerstag (19.00) im Heimspiel gegen Astra Giurgiu sind die Roten Bullen dennoch voll motiviert.

Salzburg will zum dritten Mal die Gruppenphase ungeschlagen überstehen, hat sich einen Torrekord zum Ziel gesetzt und will in der Fünfjahreswertung für Österreich aufholen.

Salzburg will den Tor-Rekord

Der Tor-Rekord in der Gruppenphase steht derzeit bei 18 Treffern, die Zenit St. Petersburg, ZSKA Moskau (jeweils 2010) und RSC Anderlecht (2011) erzielt haben.

Die Elf von Adi Hütter hält derzeit bei 16, die Fans in der Red Bull Arena dürfen gegen die Rumänen also wie gewohnt ein Offensivspektakel erwarten.

"Auch wenn wir bereits als Erster feststehen, haben wir uns für das letzte Spiel konkrete Ziele gesetzt. Wir wollen die Gruppenphase mit einem Sieg abschließen und auch den Torrekord brechen", erklärte der Coach.

Soriano fehlt erneut, Laimer startet

Kapitän Jonatan Soriano wird wegen einer Erkrankung nicht in der Startelf stehen, für ihn wird Marcel Sabitzer an der Seite von Alan einlaufen, der in dieser Saison mit sechs Treffern die Torschützenliste anführt.

"Der Torschützentitel ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir in der Europa League weit kommen. Zum Abschluss der Gruppenphase den Europa League-Torrekord zu brechen, wäre eine tolle Sache", sagte der Brasilianer.

Hütter wird, auch im Hinblick auf den Bundesliga-Schlager am Sonntag zu Hause gegen Rapid, neben Soriano weitere Spieler schonen.

"Es wird sicherlich rotiert werden", gab der Trainer bekannt und nannte auch Namen.

So wird Alexander Walke statt Peter Gulacsi im Tor stehen, außen in der Vierer-Abwehrkette werden Peter Ankersen und Benno Schmitz starten, im Mittelfeld wird der erst 17-jährige Konrad Laimer erstmals im Europacup in der Startelf dabei sein.

"Wir haben den Druck nicht"

Möglich, dass Stefan Ilsanker wegen einer drohenden Sperre bei einer weiteren Gelben Karte pausiert.

Die Rotation ändert allerdings nichts an der Zielvorgabe.

Die Mannschaft zu motivieren sei "überhaupt nicht schwer, weil wir befreit aufspielen können. Wir haben den Druck nicht, uns mit einem Sieg qualifizieren zu müssen. Nach dem Sieg über die Austria haben wir genug Selbstvertrauen. Ich erwarte trotz der Rotation ein geschlossenes Auftreten, am Ende des Tages zählt der Sieg".

Es geht um die Fünfjahreswertung

Auch im Hinblick auf die Fünfjahreswertung, die für die Vergabe der Europacup-Startplätze maßgeblich ist.

Österreich liegt auf Platz 16 unmittelbar hinter Rumänien, ein Sieg gegen Giurgiu wäre daher doppelt wertvoll.

Salzburg müsste zwei Siege und ein Remis mehr holen als Astra (scheidet am Donnerstag aus) und Steaua Bukarest (hat in der Europa League noch Aufstiegschancen), um die Rumänen zu überholen.

Rang 15 würde für die Saison 2016/17 einen fünften Europacup-Startplatz bedeuten, darunter einen zweiten in der Champions-League-Qualifikation.

"Haben uns von Sahneseite gezeigt"

Ein Erfolg gegen Astra würde auch den starken Europacup-Herbst würdig abschließen, nachdem die Salzburger ihr großes Ziel Champions-League-Gruppenphase verpasst hatten und danach in ein Loch gefallen waren.

"Was mir schon sehr gefallen hat war, wie wir uns aus dem Sumpf herausgezogen haben. Die Mannschaft hat sich in der Europa League von der Sahneseite gezeigt, hat sich stabilisiert in Europa", meinte Hütter stolz.

"Nach dem 2:2 gegen Celtic (im ersten Gruppenspiel) haben viele geglaubt, dass es in der Gruppe eng wird. Wir haben uns aber mit vier Siegen in Serie famos durchgesetzt".

"Spiel gegen den Ball verbessern"

Allerdings ortete er auch noch Potenzial, das er über den Winter heben will.

"Das Spiel nach vorne haben wir vielleicht weiterentwickelt, aber im Spiel gegen den Ball müssen wir noch Verbesserungsmöglichkeiten ausnützen, uns körperlich verbessern, und dass Mechanismen besser greifen."

Bei all der Zufriedenheit mit der Entwicklung seiner Mannschaft will Hütter Giurgiu aber nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Auswärts hat sich Salzburg erst nach Rückstand mit 2:1 durchgesetzt, zudem zeigte sich Astra am Wochenende mit einem 6:1 gegen Dinamo Bukarest bestens in Schuss.

Die Roten Bullen müssen sich zudem im Vergleich um Hinspiel auf eine andere Taktik einstellen, hat doch mittlerweile der ehemalige sowjetische Teamspieler Oleg Protasow als Trainer Daniel Isalia abgelöst.

 

Red Bull Salzburg - Astra Giurgiu
Red Bull Arena, 19.00 Uhr, SR Pawel Raczkowski/POL

Salzburg: Walke - Ankersen, Ramalho, Hinteregger, Schmitz - Laimer, C. Leitgeb, Keita, Bruno - Alan, Sabitzer

Ersatz: Gulacsi - Ulmer, Schwegler, Ilsanker, Kampl, Schiemer, Soriano

Fraglich: Soriano (Erkrankung)

Es fehlen: Quaschner (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Berisha (nach Kreuzbandriss), Rodnei (Adduktorenprobleme), Vorsah (Knieverletzung), Lazaro (Muskelverletzung), Sörensen (Sprunggelenk)

Astra: Lung Jr. - Rus, Oros, Ben Youssef, Junior Morais - Seto, Florescu - Enache, Budescu, William - Bukari

Ersatz: Coman - Pliatsikas, A. Toure, Joaozinho, Laban, Yahaya, Cristescu, Chitu

Parallelspiel: Dinamo Zagreb - Celtic Glasgow

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