Dnipropetrowsk hat erstes Europacup-Finale im Visier

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Außenseiter Dnipro Dnipropetrowsk hat am Donnerstag (21.05 Uhr) sein erstes Europacup-Finale der Clubgeschichte im Visier.

Die Chancen stehen nicht schlecht, gehen die Ukrainer doch mit einem 1:1 aus dem Hinspiel in die Heimpartie in Kiew gegen SSC Napoli.

Titelverteidiger FC Sevilla steht nach einem 3:0-Sieg zu Hause gegen Fiorentina vor seinem zweiten Europa-League-Finale in Serie.

Erstes Europacup-Endspiel winkt

Mehr Spannung bietet das Duell im Olympiastadion von Kiew, in das Dnipro ob der Nähe zur Konfliktregion in der Ostukraine ausweichen musste.

Der Außenseiter setzt auf seine starke Defensive. Im Viertelfinale gegen Club Brügge kassierten die Ukrainer keinen Gegentreffer (0:0 und 1:0), in der Liga sind sie hinter Dynamo Kiew, dem Club von ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic, und Schachtar Donezk Tabellendritter.

Gewonnen hat Dnipro die ukrainische Premier Liga noch nie. 1983 und 1988 war der Club aus der Industriestadt am Dnjepr aber sowjetischer Meister.

Kein Team hat laut UEFA-Statistiken im laufenden Bewerb mehr Fouls begangen (226) oder Gelbe Karten (45) erhalten.

14 Tore in bisher 17 Europacup-Saisonspielen reichten Dnipropetrowsk, um aufs Finale schielen zu dürfen. ÖFB-Meister Salzburg erzielte alleine in der Gruppenphase 21.

Benitez setzt auf Offensivstars

"Es wird hart. Es wird schwierig, aber wir sind zuversichtlich, dass wir, wenn wir Chancen kreieren, Tore schießen werden", sagte Napolis Trainer Rafael Benitez.

Sein Team braucht zumindest einen Treffer, die Offensivstars Gonzalo Higuain, Jose Callejon und Kapitän Marek Hamsik sollen es richten.

Benitez: "Wir haben (im Viertelfinale) in Wolfsburg 4:1 gewonnen, also glaube ich, dass wir dasselbe schaffen können."

Ein Wunder muss her

Noch deutlich schwieriger ist die Ausgangsposition für den Ligarivalen Fiorentina.

Erst ein einziges Mal in der Geschichte des zweitwichtigsten Europacup-Bewerbes (Europa League bzw. UEFA-Cup) hat ein Team einen 0:3-Rückstand aus einem Hinspiel noch aufgeholt - Valencia im Vorjahr gegen den FC Basel. Die Spanier setzten sich damals im Viertelfinal-Rückspiel mit 5:0 nach Verlängerung durch.

"Unser Teamgeist lässt mich daran glauben, dass eine Heldentat möglich ist", erklärte Fiorentina-Trainer Vincenzo Montella. "Ich habe nach dem K.o. von Sevilla eine angeschlagene, aber keine tote Mannschaft gesehen."

Die Italiener hoffen auf ihre Heimstärke - und darauf, dass Starstürmer Mario Gomez endlich der Knopf aufgeht. In Liga und Europa League hat der Deutsche bisher erst sechs Saisontore erzielt.

Doppelte Titelverteidigung?

Der FC Sevilla hat das Finale am 27. Mai in Warschau im Visier - und dort seinen bereits vierten Titel in Europa League bzw. UEFA-Cup. Das wäre alleiniger Rekord.

Schon 2006 und 2007 hatten die Andalusier zwei UEFA-Cups in Serie gewonnen. Sonst hat im neuen Jahrtausend noch kein Club einen Europacup-Titel erfolgreich verteidigt.

Als Belohnung winkt dem Gewinner ein Platz in der Gruppenphase der nächstjährigen Champions League.

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