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"Ich werde 100 Mal betonen, das ist kein Selbstläufer"

Einen Start nach Maß hat die SV Ried in der neuen Saison hingelegt.

Nach drei Pflichtspielen sind die Schützlinge von Neo-Coach Heinz Fuchsbichler bei zwei Siegen und einem Remis noch ungeschlagen, am Donnerstag (19.00 Uhr) soll nun im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen Schachtjor Soligorsk in der Keine-Sorgen-Arena der Aufstieg fixiert werden.

Nach dem 1:1 in Weißrussland haben die Innviertler deutlich mehr Trümpfe als der weißrussische Vizemeister und aktuell Tabellenzweite in der Hand.

"Mannschaft ist gut drauf"

Die Rieder starteten nach dem ÖFB-Cup (4:1 in Kufstein) und der Europa-League-Quali am Sonntag auch in die Meisterschaft mit einem 2:0-Erfolg bei der Admira stark.

"Der Auftakt war für uns sehr positiv, die Mannschaft ist gut drauf", zog Fuchsbichler ein positives erstes Resümee.

So soll es nach der gelungenen Generalprobe auch im Europacup weitergehen.

"Die Chancen stehen aber nach wie vor 50:50", warnte Rieds Trainer vor der Mannschaft aus Soligorsk. "Ich werde noch 100 Mal betonen, dass das kein Selbstläufer ist."

Obacht auf drei Spieler

Vor allem die schnellen Spieler Osipenko, Chachaturyan und Balanowitsch gelte es in den Griff zu bekommen.

"Die haben uns schon in Soligorsk Probleme bereitet", erinnerte Fuchsbichler. Rieds Trainer rechnete mit einem ähnlichen Auftritt von Soligorsk wie im Hinspiel.

"Sie werden sicher nicht auf 'Teufel komm raus' nach vorne spielen, weil ihnen auch ein 1:0 reichen würde. Ich glaube auch, dass sie sich auswärts leichter tun", sagte Fuchsbichler.

Dass ein Auswärts-1:1 ein gefährliches Resultat ist, bekam im Vorjahr Österreichs damaliger Meister Sturm Graz am eigenen Leib zu spüren.

Nach einem Heim-0:2 gegen BATE Borisow, ausgerechnet einem weißrussischen Club, ging die Champions League ohne die Grazer über die Bühne.

"Werden unbedingt versuchen, Tor zu erzielen"

Auch deshalb wollen die Rieder nicht nur mauern, sondern sich auf die eigenen Stärken besinnen.

"Es wäre gefährlich, auf ein 0:0 zu spielen. Wir werden unbedingt versuchen, ein Tor zu machen. Wir sind stark, wenn wir den Ball haben und so werden wir das Spiel auch anlegen", kündigte Fuchsbichler eine offensive Ausrichtung an.

Nicht zur Verfügung stehen könnte Topstürmer Rene Gartler. Der Ex-Rapidler musste am Mittwochvormittag wegen einer Muskelverletzung das Training abbrechen.

"Wenn ein Risiko besteht, wird er nicht von Anfang an spielen", betonte Fuchsbichler. Als Ersatz steht der gegen die Admira in der Schlussphase eingewechselte Spanier Guillem parat.

"Er hat zuletzt auch sehr gut gespielt und wartet auf seine Chance", hat der 44-jährige Steirer keine Bedenken. Erstmals wieder im Kader dabei ist der wieder fitte Ivan Carril, der allerdings nur für einen Einsatz in der letzten halben Stunde infrage kommt.

Druck nach Salzburg-Blamage

Aufgrund der Salzburg-Blamage gegen Düdelingen in der Champions-League-Qualifikation haben die Rieder genauso wie Admira Wacker Mödling und der in der 3. Runde einsteigende Rekordmeister Rapid nun einen größeren Druck im Hinblick auf die UEFA-Fünf-Jahreswertung.

Da gilt es ja den für die nächste Saison eroberten zweiten Champions-League-Startplatz zu verteidigen.

Die Weißrussen landeten am Mittwochnachmittag in Linz und trainierten am Abend (19.00 Uhr) in der Keine-Sorgen-Arena.

Den Aufstieg hat Soligorsk keinesfalls abgeschrieben.

"Es gibt noch ein Spiel, wir haben unsere Chance auf den Aufstieg noch nicht verloren", sagte Schachtjor-Trainer Wladimir Schurawel.

Legia oder Liepajas warten

Seine seit zwölf Pflichtspielen ungeschlagene Truppe (6 Siege, 6 Remis) war am Wochenende spielfrei und konnte sich daher in Ruhe auf das Rückspiel vorbereiten.

Der Aufsteiger bekommt es in der dritten Quali-Runde mit Legia Warschau (POL) oder Liepajas Metalurgs (LAT/Hinspiel 2:2) zu tun.

Beim Rückspiel in Polen wird Ried-Co-Trainer Gerhard Schweitzer am Donnerstag im Stadion sein.

 

SV Ried - Schachtjor Soligorsk
Ried, Keine-Sorgen-Arena, 19 Uhr, SR Michael Lerjeus/SWE

Ried: Gebauer - M. Reiter, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Ziegl,
A. Schicker - Nacho, Hadzic, Meilinger - Gartler/Guillem

Ersatz: Schober - Grössinger, Rensch, Schreiner, Walch, Zulj, Guillem/Gartler, Carril, Baumgartner

Fraglich: Gartler (angeschlagen)

Es fehlen: Hammerer, Karner (rekonvaleszent)

Soligorsk: Tsygalko - Roschkow, Postnikow, Januschkewitsch, Kolomyts
- Grenkow, Chachaturyan - Balanowitsch, Komarowski, Sitko - Osipenko

Ersatz: Grybauskas - Rios, Tsewan, Leontschik, Wergeytschik, Kirenkin, Kowalew

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