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Dragovic mit Kiew in heißer EL-Phase

Aleksandar Dragovic hofft mit Dynamo Kiew auf den Vorstoß ins Halbfinale der Europa League. In der Runde der besten acht treffen die national weiter ungeschlagenen Ukrainer auf Fiorentina.

Das Hinspiel gegen die Italiener findet am Donnerstag in Kiew statt, das Rückspiel geht eine Woche später in Italien in Szene.

Dragovic angeschlagen

Dragovic plagt seit der Rückkehr vom ÖFB-Team eine hartnäckige Verkühlung. Die jüngsten Partien absolvierte der österreichische Internationale dennoch. "Es war wichtig, im Spielfluss zu bleiben", meinte Dragovic.

Zuletzt gab es für Dynamo aber eine kleine Enttäuschung. Durch ein 2:2 gegen Luhansk verringerte sich der Vorsprung des Tabellenführers auf Titelverteidiger Schachtar Donetsk auf fünf Zähler.

Der Fokus der Mannschaft von Trainer Sergiy Rebrov lag offenbar bereits auf der Europa League. Fiorentina reist als Fünfter der Serie A in die Ukraine, am Wochenende verlor die "Viola" in Neapel mit 0:3.

Wiedersehen mit Salah

"Es wird eine extrem schwere Aufgabe und tolle Herausforderung zugleich. Gegen Everton war die Ausgangsposition ähnlich, da haben wir gezeigt, was möglich ist", sagte Dragovic zur Ausgangslage.

Gegen die Engländer gelang Dynamo nach einem 5:2-Heimsieg der Aufstieg. "Zu Hause sind wir dank der Fans eine Macht", betonte Dragovic. Die Anhängerschaft zeigt sich jedoch nicht immer von ihrer besten Seite. Wegen rassistischen Fan-Verhaltens im Heimspiel gegen Everton muss Dynamo im Viertelfinale zwei Sektoren des Olympiastadions schließen.

Gegen Fiorentina trifft Dragovic auf einen alten Bekannten aus seiner Zeit beim FC Basel. Der Ägypter Mohamed Salah sorgt in Italien seit seinem leihweisen Wechsel von Chelsea für Aufsehen. "Als Gegenspieler ist er richtig unangenehm", erklärte der Wiener.

Titelverteidiger gegen Zenit

Mit Dnipro Dnipropetrovsk befindet sich noch ein zweiter ukrainischer Vertreter im Viertelfinale. Die Ostukrainer treten gegen den belgischen Tabellenführer Club Brügge an. Der russische Spitzenreiter Zenit St. Petersburg trifft indes auf Titelverteidiger FC Sevilla. Im Hinspiel in Andalusien fehlen bei Zenit mit Hulk, Danny, Igor Smolnikow und Domenico Criscito gleich vier gesperrte Profis.

Napoli bekommt es mit dem VfL Wolfsburg zu tun. Die erstmals seit 1989 - damals mit Diego Maradona - in einem Europacup-Viertelfinale stehenden Süditaliener beendeten gegen Florenz eine sieglose Serie von fünf Pflichtspielen.

Trainer Rafael Benitez steht dennoch vor einer ungewissen Zukunft, da Napoli zum Ärger des exzentrischen Präsidenten Aurelio di Laurentiis die nationale Qualifikation für die Champions League verpassen dürfte.

Retten könnte Benitez wohl nur ein Finalerfolg am 27. Mai in Warschau. Der Europa-League-Sieger erhält heuer nämlich einen Fixplatz für die kommende Saison in der Königsklasse.

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