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Daxbacher: "Wollen sie nicht zu stark reden"

Auf die Austria wartet in der Europa League ein richtungsweisendes Spiel.

Nach dem Erfolg in Malmö befinden sich die Wiener in Gruppe G im Aufstiegsrennen.

Am Donnerstagabend (19.00 Uhr/live Sky und Puls 4) wartet mit der Partie beim niederländischen Spitzenreiter Alkmaar allerdings der in dieser Saison bisher größte Gradmesser im internationalen Vergleich.

"Dann besteht Hoffnung auf den Aufstieg"

Mit drei Punkten hat die Austria nach zwei Runden einen Zähler weniger zu Buche stehen als AZ und der ukrainische Zweite Metalist Charkiw.

Diese Lücke nur nicht zu groß werden lassen lautet nun das Motto der Violetten.

"Wenn wir in Alkmaar nicht verlieren, dann besteht Hoffnung auf den Aufstieg", meinte Trainer Karl Daxbacher vor dem Abflug nach Amsterdam. Von der niederländischen Hauptstadt ging es am Mittwoch weiter ins 50 Kilometer entfernte Alkmaar.

Mit AZ (Alkmaar Zaanstreek) wartet laut Daxbacher der "vor Selbstvertrauen strotzende" Favorit auf den Gruppensieg.

Der im heimischen Stadion noch dazu eine Macht ist: In 44 Europacup-Heimspielen in den letzten 34 Jahren hat Alkmaar nur zweimal verloren und feierte insgesamt 30 Siege.

Das 17.000 Zuschauer fassende AFAS-Stadion ist eine regelrechte Festung.

Vor Angst erstarren sollte die Austria vor der jungen Alkmaar-Elf trotzdem nicht.

"Wollen sie nicht zu stark reden"

Mit dem 2:1 in Malmö ließen die Favoritner zuletzt ihre 15 Partien währende Serie der Sieglosigkeit in der Europa-League-Gruppenphase hinter sich.

Auch bewies die Mannschaft, dass sie sich mit dem Gegner oft steigern kann.

"Wir wollen sie nicht zu stark reden. Chancen gibt es immer", meinte Daxbacher, der die Niederländer beim 1:1 in Charkiw via Video studierte.

Eines scheint aber sicher: Alkmaar wird die Austria gleich zu Beginn überrennen wollen.

"Sie sind sehr offensiv orientiert. Wenn man ihrem Pressing aber entgehen kann, dann gibt es Räume, die man nutzen kann", urteilte Daxbacher über die Elf von Gertjan Verbeek.

Nicht unähnlich der Austria

Das auf Ballbesitz und Kurzpassspiel ausgelegte System sei jenem der Austria nicht unähnlich.

"So wie wir es oft in Österreich machen, könnte es uns in Alkmaar gehen", mutmaßte der Austria-Coach.

Personell reisten die Violetten fast vollzählig gen Norden. Anstelle des gesperrten Alexander Grünwald stehen im zentralen Mittelfeld Routinier Peter Hlinka und Youngster Emir Dilaver zur Verfügung.

Verteidiger Kaja Rogulj fehlte aufgrund einer Rückenblessur. Unter genauer Beobachtung der niederländischen Fans stehen wird vor allem Nacer Barazite.

Der Niederländer hat in der Europa League bereits neun Tore zu Buche stehen.

Acht schoss der 21-Jährige in der Qualifikation, eines in Malmö. Seine Hochform bekam zuletzt auch Kapitän Roland Linz zu spüren, der von Barazite als Solo-Spitze im 4-2-3-1-System verdrängt wurde.

Linz wieder auf der Bank

Da die Austria in den Niederlanden ihre Chance im Konter suchen wird, dürfte Strafraumspezialist Linz auch in Alkmaar zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen.

Eine Überraschung in der Aufstellung dürfte es auch bei Alkmaar geben. Trainer Verbeek kündigte an, US-Teamstürmer Jozy Altidore aus der Start-Elf zu streichen.

"Er hat genug Chancen bekommen", meinte der 49-Jährige gegenüber lokalen Medien. Charlison Benschop soll den Platz als Mittelstürmer im klassisch niederländischen 4-3-3 einnehmen.

Nicht zur Verfügung steht neben dem Australier Brett Holman auch Innenverteidiger Nick Viergever, den Leistenprobleme plagen.

 

AZ Alkmaar - FK Austria Wien
Alkmaar, AFAS-Stadion, 19.00 Uhr, SR Alexandru Dan Tudor/Rumänien

Alkmaar: Alvarado - Marcellis, Klavan, Moisander, Poulsen - Wernbloom, Elm, Maher - Beerens, Benschop, Gudmundsson

Ersatz: Heijblok - Reijnen, Ortiz, Holland, Beerens, Altidore

Es fehlen: Martens, Holman, Viergever, Falkenburg, Messaoud, Boymans
(alle verletzt)

Austria: P. Grünwald - Klein, Margreitter, Ortlechner, Suttner - Mader, Hlinka/Dilaver - Gorgon, Jun, Junuzovic - Barazite

Ersatz:
Lindner - Wallner, Koch, Leovac, Liendl, Tadic, Linz

Es fehlen:
A. Grünwald (gesperrt), Rogulj (Rückenprobleme), Stankovic (nicht im Kader)

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