Ried nach 1:1 in Weißrussland mit guten Chancen

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Die SV Ried hat sich eine gute Ausgangsposition auf den Aufstieg in die 3. Runde der Europa-League-Qualifikation erarbeitet.
 
Der österreichische Cupfinalist erreichte am Donnerstag im Zweitrunden-Hinspiel in Weißrussland gegen Schachtjor Soligorsk ein 1:1 (0:1).
 
Der weißrussische Vizemeister ging kurz vor der Pause durch Dimitri Osipenko in Führung (44.), den spielerisch überlegenen Oberösterreichern gelang durch einen von Anel Hadzic verwandelten Foul-Elfmeter der verdiente Ausgleich (70.).
 
Tiefer Boden
 
Ein heftiger Regenguss kurz vor dem Anpfiff setzte dem Rasen im Stroitel-Stadion stark zu.
 
Die Gäste aus Oberösterreich kamen auf dem tiefen Boden besser zurecht, starteten sehr selbstbewusst und schnürten die Weißrussen in deren Spielhälfte ein.
 
Klare Torchancen schauten für die Rieder aber trotz der Überlegenheit zunächst nicht heraus.
 
Gastgeber werden stärker
 
Nach rund 25 Minuten wurden die Rieder unkonzentrierter, bei einem Querpass von Andrej Chachaturyan musste Ried-Goalie Thomas Gebauer erstmals ernsthaft eingreifen (25.).
 
Kurz vor der Pause reklamierten die Rieder nach einem Foul an Jan-Marc Riegler vergeblich Elfmeter. Riegler blieb angeschlagen liegen, doch Soligorsk startete über die linke Seite den Gegenangriff, den Osipenko zum 1:0 abschloss (44.).
 
Wütende Proteste der Rieder
 
Wütende, aber ergebnislose Proteste der Rieder beim rumänischen Referee Ovidiu Alin Hategan waren die Folge. Ähnlich ging es nach der Pause weiter, doch auch nach einem angeblichen Handspiel nach Schuss von Rene Gartler blieb der Elferpfiff für die Rieder aus (48.).

Wenig später scheiterte Gartler bei einer Topchance aus sieben Metern an Tormann Juri Tsygalko (53.), auch ein Kopfball Gartlers wurde von Tsygalko entschärft (59.).

Hadzic trifft vom Punkt

Im dritten Anlauf erhielten die Rieder dann den Elfer zugesprochen. Nach Foul an Gartler verwandelte Hadzic den Strafstoß ins rechte Eck zum 1:1 (70.).

Die Rieder zogen sich daraufhin ein wenig zurück, warteten auf Konter und spielten das Ergebnis souverän über die Zeit. Das Rückspiel geht am 26. Juli in Ried über die Bühne.

Schachtjor Soligorsk - SV Ried 1:1 (1:0)
Soligorsk, Stroitel-Stadion, 3.000 SR Hategan/ROM

Soligorsk: Tsygalko - Roschkow, Postnikow, Januschkewitsch, Kolomyts - Grenkow, Chachaturyan - Balanowitsch (84. Tsewan), Komarowski, Sitko (79. Rios) - Osipenko (88. Leontschik)

Ried: Gebauer - M. Reiter, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Ziegl
(80. Zulj), A. Schicker - Nacho (86. Walch), Hadzic, Meilinger - Gartler (90. Guillem)

Tore: Osipenki (44.); Hadzic (70., Elfmeter)

Gelbe Karten: Grenkow, Kolomyts, Osipenko bzw. M. Reiter, Hinum,
Hadzic

 

STIMMEN:

Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): "Unter dem Strich ist dieses Ergebnis okay. Beim 0:1 sind wir benachteiligt worden, weil es ein klarer Elfmeter für uns war. Dadurch haben wir dann das Kontertor bekommen. Nach der Pause haben wir fast nur auf ein Tor gespielt und verdient den Ausgleich erzielt. Die Chance auf den Aufstieg ist für mich weiterhin 50:50. Wir haben ein sehr schweres Rückspiel noch vor uns. Wenn wir aber so eine Leistung wie heute bringen, dann mache ich mir keine Sorgen."

Stefan Reiter (Ried-Manager): "Das Unentschieden war hochverdient, es wäre auch ein Sieg möglich gewesen. Deshalb ein großes Lob an alle für diesen Auftritt. Nach der Pause war es fast ein Spiel auf ein Tor. Ich gehe davon aus, dass wir stark genug sind, um Soligorsk zu Hause zu schlagen."

Anel Hadzic (Ried-Torschütze): "Wir hätten insgesamt drei, vier Elfmeter bekommen können. Es ist natürlich ein super Gefühl, wenn man das wichtige Tor zum Ausgleich schießt. Dieses Tor war für die Mannschaft, den Verein und die Fans zu Hause. Die Aufstiegschancen sind sicher gestiegen."

Wladimir Zurawel (Soligorsk-Trainer): "Ich bin sehr unzufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben unsere Aufgaben im Spiel nicht erfüllt. Die Beweglichkeit und Flexibilität der Mannschaft hat zu wünschen übrig gelassen, ganz besonders auch die Ballkontrolle im Mittelfeld. Aber es gibt noch ein Spiel und wir haben unsere Chance auf den Aufstieg noch nicht verloren."

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