"Ich freue mich und kann ihnen nur gratulieren", grinste Schmidt erneut. Kein Wunder, zeigt es doch, dass Verein und Spieler diesen eingeschlagenen und bisweilen in dieser Saison erfolgreichen Weg weiter gemeinsam gehen wollen.

"Mir gefällt der Fußball hier, wir sind die beste Mannschaft in Österreich und international auf einem guten Weg. Meine Familie und ich fühlen sich zudem sehr wohl", erklärt Soriano die Beweggründe. Mittlerweile bereits auf Deutsch, das er eifrig lernt. Auch ein Indiz für einen längeren Verbleib.

Kampl, mit einem Marktwert von fünf Millionen Euro aktuell teuerster Salzburger, hatte schon zuvor einen Vertrag bis 2016 und verlängerte nun um zwei weitere Jahre.

"Das hat es früher nicht gegeben"

"Ich musste überhaupt nicht überlegen. Als der Verein auf mich zukam, haben wir uns zusammengesetzt und dann ging es sehr schnell. Ich weiß sehr zu schätzen, was der Verein macht. Jetzt vorzeitig zu verlängern, zeigt mir Anerkennung. Ich hoffe, ich kann in den nächsten Jahren noch viel zurückgeben."

Die Europa League ist die Gegenwart, doch die Zukunft soll Champions League heißen.

"Mit so einer Truppe gehörst du auf Dauer in die Champions League. Wir haben Top-Qualität und es geht nun darum, dass wir eine super Saison spielen. National, aber auch international können wir in der Europa League einiges erreichen. Das Ziel ist natürlich, irgendwann CL zu spielen."

Einer, der schon lange bei Salzburg ist, weiß diese positiven Zechen zu schätzen, Andreas Ulmer.

"Das hat es früher nicht gegeben, dass Spieler so frühzeitig verlängert haben. Man merkt, dass wir immer mehr zusammenwachsen. Ich finde es gut, wie es jetzt läuft. Wir haben nicht viel verändert im Sommer und jetzt sieht man, was so alles entstehen kann."

Der Anfang ist gemacht - und die Signale sind eindeutig.

 

Bernhard Kastler

Der Trainer tat das, was man als solcher am liebsten macht: Die Mannschaft loben.

"Wir sind sehr zufrieden, weil wir an die Spiele in der Meisterschaft angeknüpft haben. Wir haben unser erstes Heimspiel gewonnen, was sehr wertvoll ist. Vor allem aufgrund der Art und Weise. Wir waren gegen einen defensiven Gegner immer auf der Suche nach Torchancen, hatten dabei auch die nötige Ruhe und Souveränität", freute sich der 46-Jährige nach seinem Gruppenphasen-Debüt.

Zu kritisieren gab es kaum etwas. "Da müsste ich überlegen, viel fällt mir nicht ein", grinste Schmidt. Es überzeugte vor allem, dass sich Salzburg gegen einen sehr defensiven Gegner nicht schwer tat.

"Wir wollten den Gegner auch ein wenig mit unserer Art beeindrucken, mit unserer Intensität und dem Attackieren. Wir wussten, dass sie gegen solche Mannschaften nicht so oft spielen."

Verlängerungen als Signalwirkung

Nichtsdestoweniger ist am Boden bleiben angesagt, vor allem auch nach dem Ergebnis in Lüttich, wo sich Gruppen-Favorit Standard überraschend dem nächsten Gegner Salzburgs, Dänemarks Cupsieger Esbjerg, 1:2 geschlagen geben musste.

Schmidt: "Das zeigt, dass Esbjerg sehr hohe Qualität hat. Wir haben eine gute Basis gelegt, aber auf uns wartet noch viel Arbeit. Wir haben noch nichts erreicht."

Abseits des grünen Rasens hat Salzburg mit den Vertragsverlängerungen von Soriano und Kampl bereits sehr viel erreicht.

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