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Europa-League-Playoff: ÖFB-Klubs kennen Gegner

Die drei ÖFB-Vertreter kennen ihre Gegner für das Playoff der Europa League.

Vizemeister Red Bull Salzburg hat es in der letzten Quali-Runde mit Omonia Nikosia zu tun. Die Zyprer waren schon letztes Jahr Gegner in der CL-Quali. Damals setzten sich die "Bullen" durch (1:1, 4:1).

Die Wiener Austria trifft auf den rumänischen Vertreter Gaz Metan, der Mainz überraschend ausschalten konnte. Cupsieger Ried zieht das Hammerlos PSV Eindhoven. Spieltermine sind am 18. und 25. August.

PSV Eindhoven - SV Ried

Erstmals seit 2006 kommt es wieder zu einem Europacup-Duell zwischen Österreich und den Niederlanden.

Cupsieger SV Ried trifft in den Play-offs der Europa League am 18. und 25. August auf PSV Eindhoven.

Das Werksteam des Philips-Konzerns ist nach Ajax Amsterdam der zweit bekannteste und erfolgreichste Club aus dem Land des dreifachen Vize-Weltmeisters und Europameisters 1988.

"Wir sind narrische Typen"

"Wir haben wieder das attraktivste und gleichzeitig auch schwierigste Los der österreichischen Clubs gezogen", meinte Trainer Paul Gludovatz, dessen Team am Donnerstag in der dritten Qualifikations-Runde Bröndby Kopenhagen aus dem Bewerb geworfen hat.

Angesichts des verrückten Spielverlaufs gegen die Dänen versprach Gludovatz auch für die Duelle mit dem PSV einiges: "Wir sind narrische Typen, werden uns narrisch gut verkaufen und den österreichischen Fußball narrisch gut vertreten."

Dritter der abgelaufenen Saison

Der 21-fache Meister und zweifache Europacup-Sieger aus Eindhoven hat in der vergangenen Saison hinter Ajax und dem Marc-Janko-Club Twente Enschede Rang drei in der Eredivisie belegt.

Während die Rieder am Sonntag im Cup-Einsatz sind und auswärts gegen den Regionalligisten Gratkorn antreten, beginnt für Eindhoven am Sonntag mit dem Auswärtsmatch gegen Alkmaar die niederländische Meisterschaft. Vor dem ersten Match gegen die Rieder steht für den PSV dann auch noch am 13. August die Heimpartie gegen Waalwijk auf dem Programm.

Große Namen der Vergangenheit

Ried hat also noch zweimal die Möglichkeit, den Ex-Verein von Ruud Gullit, Ronaldo, Romario und Ruud van Nistelrooy live zu beobachten.

Im aktuellen Aufgebot von PSV-Trainer Fred Rutten fehlen die ganz großen Namen, mit u.a. den Stürmern Ola Toivonen und Jeremain Lens, Mittelfeld-Neuzugang Georginio Wijnaldum, Tormann Andreas Isaksson oder den beiden Defensivleuten Wilfred Bouma und Orlando Engelaar (Kapitän) verfügt man jedoch über jede Menge Klassespieler.

Dünnes Eis

Einen Teil der Vorbereitung auf die neue Saison hat Eindhoven in Österreich absolviert, von 15. bis 20. Juli hatte man in Hermagor ein Trainingslager bezogen.

Nicht mehr mit dabei hatte Rutten dabei Balazs Dzsudzsak, der ungarische Topstürmer erlag im Gegensatz zu Janko den russischen Millionen von Anschi Machatschkala.

Nicht zuletzt deshalb klingen die Aussichten Ruttens auf die neue Saison eher vorsichtig: "Mit dem aktuellen Kader begeben wir uns auf dünnes Eis."

"Niederländischer Fußball liegt mir sehr nahe"

Ried-Coach Gludovatz will dennoch über die Favoritenrolle nicht einmal diskutieren und spricht angesichts von zahlreichen Visiten im Auftrag der UEFA bzw. zur persönlichen Weiterentwicklung lieber von seiner ganz besonderen Beziehung zum "Oranje"-Fußball.

"Der niederländische Fußball liegt mir sehr nahe, er ist bekannt für seine Spielkultur. Ich habe dort viele Bekannte und Verwandte", sagte der Burgenländer, der auch schon oft im Philips-Stadion des PSV zu Gast war.

"PSV ist eine Großmacht"

Manager Stefan Reiter war trotz der klar verteilten Rollen hoch zufrieden über das Los.

"PSV ist eine Großmacht im Fußball, hier spielt jetzt wirklich der Zwerg gegen den Riesen. Aber das ist besonders reizvoll. Das ist ein sportlich und wirtschaftlich sehr interessantes Los." Ob zunächst daheim oder auswärts gespielt wird, ist noch offen und könnte sich eventuell erst am Montag entscheiden.

 Das letzte Europacup-Gastspiel eines ÖFB-Clubs in Eindhoven ist lange her, 1987 schied Rapid gegen den PSV im Meistercup-Achtelfinale mit einem Gesamtscore von 1:4 aus.

Als bisher letzter österreichischer Vertreter hatte es 2006 die Austria mit einem Verein aus den Niederlanden zu tun gehabt, Ajax Amsterdam besiegte die Wiener damals in der UEFA-Cup-Gruppenphase 3:0.

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