Ausgangspositon ist für Rapid nichts Neues

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Vor dem Rückspiel in der 3. Quali-Runde zur Europa League gegen Vojvodina Novi Sad überraschte Peter Schöttel viele.

Der sonst eher zurückhaltende Trainer war im Vorfeld felsenfest davon überzeugt, dass sein Team den Einzug in die nächste Runde schafft. Und das trotz eines 1:2 in Serbien.

Drei Wochen später, vor dem entscheidenden Spiel um den Einzug in die Gruppenphase gegen PAOK Saloniki, empfindet der 45-jährige Wiener ähnlich.

„Der Gegner ist natürlich stärker als damals, aber mein Optimismus ist in den letzten Tagen gestiegen.“

Ausgangsposition gibt Hoffnung

Die Ausgangsposition ist haarscharf dieselbe wie in der letzten Runde, die man dank der Nachspielzeit überstand.

Spannung bis zum Schluss braucht Rapid nicht unbedingt. Wenn dies jedoch zum Aufstieg dient, sind dem Chefbetreuer alle Mittel recht.

„Es wird wieder sehr eng werden“, erwartet Schöttel einen Kampf auf Biegen und Brechen. Trotzdem glaubt er vor eigenem Publikum an eine Leistungssteigerung.

„Wenn wir die Lehren aus dem Hinspiel richtig gezogen haben, haben wir im Hanappi-Stadion sicher eine Chance.“

„Geduld“ erneut als Zauberwort

Die Basis wurde im Hinspiel trotz durchwachsener Leistung und vorzeitigem Rückzug gelegt, was wiederum Hoffnung gibt.

„PAOK hat unglaublich viel Qualität. Es wird nicht leicht, aber auch nicht unmöglich“, weiß Kapitän Steffen Hofmann, dass die Griechen nicht unverwundbar sind.

Besser und mutiger spielen – so heißt die Devise, die Schöttel seinen Jungs mit auf den Weg gibt. Mutiger heißt aber nicht zwangsläufig, auf „Teufel komm raus“ zu stürmen.

„Wir brauchen nicht glauben, sie von Beginn an niederzurennen. Das ist sicher nicht ratsam.“

PAOK muss auf wichtige Spieler verzichten

Die Ausfälle des Gesperrten Costin Lazar – für Schöttel im Hinspiel einer der Besten – und des EURO-Starters Dimitris Salpingidis kommen Rapid entgegen.

Selbst muss man aufgrund der Verletzungen von Christopher Drazan und Michael Schimpelsberger erneut umbauen, Boris Prokopic fehlt weiterhin rekonvaleszent.

Ansonsten stehen Schöttel alle Spieler zur Verfügung, auch Christopher Trimmel, der in Thessaloniki und beim WAC abging.

Informationen zur Aufstellung gibt der Rapid-Coach wie gewohnt noch nicht preis. Zu viel Wert wird auf den Überraschungsmoment gelegt, mit dem man PAOK aus der Ruhe bringen will.

„Lernen im internationalen Geschäft“

Torhüter Lukas Königshofer hofft gegenüber LAOLA1, dass der Reifeprozess mit der Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League weiter voranschreitet.

„PAOK ist eine sehr gute Truppe mit sehr guten Einzelspielern. Wir sind am Lernen im internationalen Geschäft. Wir haben das Hinspiel mitgenommen und schauen, dass wir es jetzt daheim noch biegen.“

Insgesamt kam Rapid öfters mit einem 1:2 im Hinspiel in die nächste Runde, als mit einem 1:1.

„Wir haben auch gegen Novi Sad 1:2 verloren und sind im Endeffekt weitergekommen. Es ist kein überragendes, aber auch kein schlechtes Ergebnis“, stellte Markus Katzer nach den 90 Minuten im Toumba-Stadion fest.

„Da geht es um alles“

Verbesserungen sind auf alle Fälle nötig, um den Gegner ernsthaft vor Probleme zu stellen.

„Ich hoffe, wir spielen zu Hause befreiter und machen unser Ding. Wir müssen voll Gas geben, dann wird das schon“, äußert sich Terrence Boyd, der aufgrund seiner Kopfballstärke wieder in die Startelf rücken könnte, zur Ausgangsposition.

Die Bedeutung dieses richtungsweisenden Spiels ist den Profis bewusst. Dem Ziel Europa League soll am Donnerstag alles untergeordnet werden.

„Es ist ein sehr spannendes Spiel, da geht es um alles“, weiß Mario Sonnleitner. Ergänzt nach der Hitzeschlacht von Saloniki aber auch:

„Wir sind Außenseiter! Aber im Heimspiel hat es sicher keine 35 Grad mehr, das kommt uns entgegen.“


Alexander Karper


EL-Playoff-Rückspiel: SK Rapid Wien - PAOK Saloniki
Donnerstag, 20.45 Uhr, Wien, Hanappi-Stadion/ausverkauft, SR Carlos Clos Gomez/ESP
Hinspiel 1:2 - der Aufsteiger steht in der Gruppenphase der Europa League (Auslosung am Freitag, erster Spieltag am 20. September).

Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Heikkinen, Ildiz - Hofmann, Alar, Burgstaller - Boyd

Ersatz: Novota - Pichler, Schrammel, Kulovits, Prager, Schaub,
Grozurek

Es fehlen: Schimpelsberger, Drazan (beide Knieverletzung), Prokopic
(rekonvaleszent)

PAOK: Glykos - Etto, Khumalo, Katsikas, Lino - Georgiadis, Fotakis,
Kace, Robert - Giannou, Athanasiadis

Ersatz: Jacobo - Matheus, Intzidis, Stamou, Kourdakis, Apostolopoulos, Konstantinidis, Stafilidis, Garcia, Pelkas, Panagiotoudis, Lawrence

Es fehlen: Salpingidis (verletzt), Lazar (gesperrt)

Der Weg ins Europa-League-Play-off - 3. Quali-Runde:
PAOK: Bnei Yehuda Tel Aviv 2:0 (a), 4:1 (h)
Rapid: Vojvodina Novi Sad 1:2 (a), 2:0 (h)

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