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Petsos zwiespältige Erfahrungen mit Asteras-Stadion

Für Rapids Thanos Petsos bedeutet das Zweitrunden-Hinspiel in der Fußball-Europa-League am Donnerstag (20.30 Uhr MESZ) bei Asteras Tripolis die Rückkehr zu seinen Wurzeln.

Der 22-Jährige ist zwar in Düsseldorf geboren und aufgewachsen, seine Familie stammt aber aus Griechenland.

"Deswegen ist dieses Match schon etwas Besonderes für mich", erklärte der Mittelfeldspieler, dessen Großmutter und Patentante noch in der Heimat seiner Vorfahren leben.

Petsos verbrachte vor einigen Wochen mit Freunden seinen Sommerurlaub in Griechenland. "Aber davor war ich fünf Jahre nicht dort."

Die griechische Liga verfolgt der frühere Fürth-Kicker nicht allzu intensiv. "Ich schaue mir nur hin und wieder ein Athener Derby an", sagte Petsos.

Meisterschaftsbetrieb als Rapids Vorteil?

Deshalb kann der Neo-Rapidler die Stärke von Asteras Tripolis auch nur schwer einschätzen.

"Aber wenn man die griechische Meisterschaft auf Rang drei abschließt, muss man Qualität haben."

Einen echten Favoriten sieht Petsos vor den beiden Duellen nicht. "Es wird sicher schwierig für uns. Ein Vorteil für uns könnte sein, dass wir schon mitten in der Meisterschaft stehen", vermutete der Defensivspieler.

Für Asteras beginnt die Liga-Saison erst am 18. August mit dem Auftritt im heimischen Gipedo-Stadion gegen PAS Ioannina.

Zwiespältige Erfahrungen mit Asteras-Stadion

Mit der rund 7.500 Zuschauer fassenden Arena, in der Rapid am Donnerstag von rund 400 Fans angefeuert wird, hat Petsos schon zwiespältige Erfahrungen gemacht.

Am 11. November 2011 verlor er mit dem griechischen U21-Nationalteam in der EM-Qualifikation gegen Deutschland 4:5, erzielte dabei aber zwei Tore. "Doch richtig freuen konnte ich mich darüber nicht, schließlich haben wir ein wichtiges Spiel verloren."

Auf drei Einsätze brachte es Petsos für die griechische U21-Auswahl, einmal - beim 0:0 in einem Freundschaftsspiel am 10. August 2011 in Bosnien-Herzegowina - lief er auch für das A-Team ein.

Auf sein zweites Länderspiel muss er nach wie vor warten. "Aber es gibt regelmäßigen Kontakt mit Teamchef Fernando Santos. Er sieht Potenzial in mir und hat mir zum Wechsel zu Rapid geraten, damit ich mehr Spielpraxis bekomme. Ich will mich über Rapid wieder in den Fokus der Nationalmannschaft spielen", betonte Petsos.

"Rapid von Tradition wie Bayern, BVB oder Schalke"

Im Idealfall könnte es ausgerechnet gegen seine neue Wahlheimat zum Nationalteam-Comeback kommen - am 14. August testet Griechenland in Salzburg gegen Österreich.

"Doch ob es sich für dieses Spiel schon ausgeht, weiß ich nicht", meinte Petsos.

Die Basis für eine Rückkehr in die Nationalmannschaft sind gute Leistungen beim österreichischen Rekordmeister, der in einigen Bereichen mit Petsos' Ex-Arbeitgeber Fürth vergleichbar ist.

"Beide Vereine haben grün-weiß als Clubfarben, beide setzen auf junge Spieler und versuchen, gepflegten Fußball zu spielen. Aber von der Tradition her gibt es bei Rapid eher Parallelen mit den deutschen Großklubs Bayern, Dortmund oder Schalke."

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