Salzburg geht auf Zypern in die Knie

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Vizemeister Red Bull Salzburg muss nach einem starken Saisonstart in der Bundesliga in der Europa League um den Einzug in die Gruppenphase zittern.

Die Salzburger mussten sich im Play-off-Hinspiel bei Omonia Nikosia mit 1:2 (1:2) geschlagen geben. Nach der frühen Führung durch Alan (2.) rissen die Zyprioten das Spiel durch Tore von Freddy (35.) und Leandro (45.) an sich.

Das Rückspiel steigt nächsten Donnerstag in Salzburg.

Blitzstart dank Alan

Bullen-Trainer Ricardo Moniz hatte zur Unterstützung von Goalgetter Alan an den Flügeln auf Leonardo und Dusan Svento gesetzt. Im Mittelfeld stellte er früh um, weil Regisseur Simon Cziommer wegen erneut aufgetretener Mittelfußprobleme vom Feld musste (22.).

Defensiv-Allrounder Franz Schiemer saß nach überstandener Muskelverletzung erstmals seit 20. März auf der Bank, gab in der Schlussphase sein Comeback.

Die Salzburger waren überfallartig gestartet. Leonardo setzte sich auf der rechten Seite durch, bediente ideal seinen Landsmann Alan, und der traf aus kurzer Distanz. Für den Brasilianer war es bereits sein elftes Saisontor im neunten Pflichtspiel in allen Wettbewerben.

Omonia dreht auf

Omonia schien dadurch wachgerüttelt, hatte in einer mitreißenden ersten Hälfte vor 17.000 Zuschauern etwas mehr vom Spiel.

Die Belohnung folgte durch Neuzugang Freddy, der ein Zuspiel von Efrem ins lange Eck verwertete. Schon kurz zuvor hatte der Angolaner, der erst diese Woche zum Team gestoßen war, seine Gefährlichkeit angedeutet (25.).

Auf der Gegenseite war ein Freistoß von Martin Hinteregger knapp am Tor vorbeigestrichen (12.), einen Kopfball des Verteidigers parierte Omonia-Keeper Georgallides (35.).

Ernüchterung zur Pause

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff folgte die kalte Dusche: Hinteregger köpfelte den Ball in der dritten Minute der Nachspielzeit zu wenig energisch aus dem Strafraum, Leandro traf mit links direkt aus mehr als 20 Metern.

Der Schuss war zudem leicht abgefälscht. Der zypriotische Vizemeister wirbelte die Salzburger daraufhin schwer durcheinander, ein geordneter Spielaufbau fand bei den Bullen nicht mehr statt.

Einzelaktionen von Leonardo, der ins Zentrum gerückt war, waren zu wenig. Ein Heber des Brasilianers ging am Tor vorbei (67.). Ein Patzer von Goalie Eddie Gustafsson war zuvor ohne Folgen geblieben (49.).

Chancen ungenutzt

Die größte Chance auf den Ausgleich ließ Ibrahim Sekagya aus, der an einem Freistoß von Christoph Leitgeb vorbeisprang (75.). Wenig später verfehlte auch Alan eine Hereingabe von Leitgeb (77.).

Auf die Salzburger, die die Bundesliga vor dem Schlager gegen Meister Sturm am Sonntag anführen, wartet im Rückspiel damit keine leichte Aufgabe. Im Vorjahr hatten sie sich in der dritten Quali-Runde zur Champions League gegen Omonia noch klar mit 1:1 (auswärts) und 4:1 (heim) durchgesetzt.

2011 haben die Zyprioten aber bereits den niederländischen Vertreter ADO Den Haag eliminiert.

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