Katar-Millionen sollen PSG wieder beflügeln

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43 Millionen Euro hat Paris St. Germain im Sommer alleine für Javier Pastore ausgegeben - mehr als der Marktwert des gesamten Kaders von Europa-League-Gegner Red Bull Salzburg.

Dank Millionen-Investitionen neuer Besitzer aus Katar will der Hauptstadtclub an alte Erfolge anschließen.

Den bisher letzten Meistertitel hatte PSG 1994 geholt, zwei Jahre später folgte in Brüssel der Triumph im Finale des Cup der Cupsieger gegen Rapid (1:0).

Mehrheitseigentümer aus Katar

Die Krise der vergangenen Jahre ist vergessen. Seine finanziellen Sorgen ist der Nobelclub, der erst 1970 gegründet wurde, seit dem Frühjahr los.

Neuer Mehrheits-Eigentümer ist der Staatsfonds "Qatar Investment Authority", der über seine Sport-Sparte seit 31. Mai 70 Prozent der Anteile kontrolliert.

Hinter dem Engagement steht Katars Kronprinz Tamim bin Hamad Al Thani, der das Ansehen des WM-Ausrichters von 2022 in Europa stärken will.

Aus diesem Grund werden nach dem Vorbild von Manchester City, das ebenfalls mit Petro-Dollars aus dem arabischen Raum gespeist wird, Millionen in die Mannschaft gepumpt.

Mehr als 85 Millionen Euro durfte der neue Sportdirektor Leonardo im Sommer ausgeben, alles andere als der dritte Meistertitel wäre eine Enttäuschung.

Saisonstart nicht nach Wunsch

Der Saisonstart ist aber nicht wirklich nach Wunsch verlaufen.

In der Generalprobe für den Europa-League-Auftakt am Donnerstag (19.00 Uhr/live Sky Sport) gegen Salzburg mühte sich PSG am Sonntag zu einem 1:0 gegen Brest.

Dank eines Treffers des argentinischen Internationalen Pastore, der aus Palermo gekommen ist, sind die Pariser nach fünf Runden zumindest Vierter.

Die Katarer haben allerdings einen langen Atem. "Wir wollen hier über Jahre etwas aufbauen", versicherte Nasser Al-Khelaifi, der Statthalter von Tamim bin Hamad.

Über die finanziellen Ressourcen verfügt Katar als einer der weltgrößten Erdgas-Exporteure und größter Produzent von flüssigem Gas. Dazu gilt der Kronprinz nicht nur als frankophil, sondern auch als sportverrückt.

Der 31-Jährige ist seit fast zehn Jahren IOC-Mitglied und war maßgeblich an der erfolgreichen WM-Bewerbung des Emirats beteiligt.

Leonardo baut in Paris auf

Als erste Amtshandlung hatte Tamim bin Hamad im Juli Leonardo als mächtigen Sportchef eingesetzt. Der ehemalige PSG-Spieler hatte zuvor die Großclubs AC Milan und Inter Mailand trainiert.

Ein Angebot, als Sportdirektor zu Inter zurückzukehren soll der Brasilianer angesichts der Perspektiven, die ihm von den neuen Besitzern geboten werden, ausgeschlagen haben.

"Ich fühle mich sehr wohl in Paris", betonte der 42-Jährige, der 2,5 Millionen Euro verdienen soll.

Sarkozy mit den Händen im Spiel

Trainer ist seit 2009 Antoine Kombouare, der PSG in der Vorsaison zumindest zum achten Cup-Titel geführt hatte. Bis zur arabischen Übernahme hatte die Zukunft allerdings alles andere als rosig ausgesehen.

Verluste in zweistelliger Millionenhöhe hatten die Hauptstädter jährlich geschrieben, die Schulden werden aus Katar getilgt. Scheich Tamim bin Hamad unterhält gute Kontakte zu Nicolas Sarkozy.

Frankreichs Staatspräsident soll auch bei der Einfädelung des PSG-Deals eine Rolle gespielt haben.

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