Gemeinsam konnte die Mannschaft dabei zwei Problemfelder vorerst beheben: Erstens wurden aus den vielen Chancen wieder genügend Tore gemacht. Zweitens wurde erstmals seit dem ÖFB-Cup-Auftakt in St. Florian (9:0) wieder zu Null gespielt.

Endlich steht auch die Null

"Das war auch ein großes Ziel, der Peter (Gulacsi, Anm.) hat sich das verdient. Im Europacup ist das sowieso wichtig und zuletzt geriet unsere Defensive auch in die Kritik, das ist nun sehr positiv", hielt Hierländer, der sich gegen Meilinger und Jantscher im Kampf um einen Startplatz durchsetzte, fest.

Vorne lieferte Kapitän Jonatan Soriano einmal mehr eine große Show ab. Mit drei Treffern und einem Assist erledigte der Spanier die Gäste fast im Alleingang.

Wie immer blieb der Stürmer bescheiden. "Ich bin einfach sehr glücklich, denn dieser Sieg war notwendig, um es in die nächste Runde zu schaffen", freute sich Soriano, der angeschlagen raus musste ("Ich hatte Schmerzen nach einem Schlag auf den Knöchel") in erster Linie für die Mannschaft.

Auch Sadio Mane konnte seine Durststrecke beenden und das erste Mal in dieser Spielzeit anschreiben. Pikanterweise war dennoch die Chancenverwertung ein Kritikpunkt. Bei den vielen Möglichkeiten gegen eine löchrige Zalgiris-Abwehr aber auch kein Wunder.

"Hätten auch zweistellig gewinnen können"

"Wenn man was kritisieren könnte, dann die Chancenverwertung, denn wir hätten noch vier, fünf Tore mehr machen können. Wir sind aber sehr zufrieden", so Hierländer.

Ilsanker wusste nach dem höchsten internationalen RBS-Sieg seit dem 7:0 gegen Jerewan 2008: "Ohne überheblich zu wirken, aber wir hätten heute sicher auch zweistellig gewinnen können."

Schmidt nahm es ob des Ergebnisses gelassen und freute sich über die Null, die erstmals seit 14. Juli steht. "Wir hatten nicht die optimale Effizienz, hätten das eine oder andere Tor mehr machen können. Wichtig war aber, dass wir hinten stabil waren. Daran haben wir gearbeitet, die Mannschaft hat das über weite Strecken hervorragend gemacht."

Vorfreude auf die Formsache

So ist das große Durchatmen angesagt, Salzburg steht so gut wie in der Gruppenphase, weitere sechs Spiele sind de facto garantiert. Davon trennen die "Bullen" nur noch 90 Minuten in Vilnius.

"Wir haben ein gutes Resultat erzielt, müssen nun aber noch in Vilnius konzentriert spielen, um den Aufstieg endgültig zu fixieren", ist sich Soriano bewusst.

Schmidt schlägt in dieselbe Kerbe: "Wir haben eine gute Ausgangsposition geschaffen, wollen am Donnerstag den zweiten Schritt machen und dann freuen wir uns, dass wir weiter europäisch dabei sein dürfen."

Dann darf der Pflicht eine ebenso erfolgreiche Kür folgen.

 

Bernhard Kastler

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