Enttäuschung und Magen-Darm-Grippe im Gepäck

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Das 1:2 (1:2) bei Omonia Nikosia hat Salzburgs Nimbus der Unbesiegbarkeit verschwinden lassen.

Erstmals nach 14 Spielen ohne Niederlage in Folge mussten sich die Bullen geschlagen geben, kassierten erstmals in dieser Saison mehr als ein Gegentor, dürfen vor dem Rückspiel des Playoffs zur Gruppenphase der Europa League am kommenden Donnerstag dank des Auswärtstreffers aber noch hoffen. Die Enttäuschung bei Trainer Ricardo Moniz saß dennoch tief.

"Du musst das akzeptieren, und du musst die depressive Stimmung reparieren. Die Jungs waren sehr enttäuscht", erzählte Moniz nach der Partie.

Der Knackpunkt war für den Niederländer, dass dem Blitztor nach herrlicher brasilianischer Kombination zwischen Leonardo und Alan schon in der dritten Minute keine weiteren Gäste-Treffer folgten - trotz einiger Möglichkeiten.

Keine Entlastung

"Wir haben auf traumhafte Weise das 1:0 erzielt, dadurch, dass wir aber nicht das 2:0 gemacht haben, sind die Probleme gekommen", meinte der Niederländer.

"Aber das war nicht mehr in der Klasse wie in den ersten zehn Minuten. Das musst du durchhalten. Und wenn es nicht über Einzelaktionen geht, dann muss es über Positionsspiel gehen", sagte Moniz, dessen Elf auswärts erstmals nach sieben Siegen en suite keinen vollen Erfolg einfahren konnte.

Schiemer-Comeback

Doch Moniz wollte nicht nur schwarzmalen. "Wir mussten dann eigentlich sogar froh sein, nicht das 1:3 zu bekommen. Da haben wir dann Disziplin bewiesen. Das und die Einwechslung von Franz Schiemer waren für mich die positiven Aspekte", erklärte er hinsichtlich des erstmaligen Einsatzes des Verteidigers nach überstandener Muskelverletzung seit 20. März.

Bezüglich des Rückspiels am kommenden Donnerstag zeigte sich Moniz optimistisch: "Wir sind mental stark und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen."

Naturgemäß zufrieden zeigte sich Omonia-Coach Neophytos Larkou. "Das 2:1 ist nicht das Beste, was wir erreichen konnten, aber eine gute Grundlage", sagte der 45-jährige Zypriote.

Dass Omonia immer wieder über die Seiten gefährliche Aktionen lancierte, erschwerte die Aufgabe. "Christian (Schwegler) und Andi (Ulmer) haben Probleme mit den direkten Gegnern gehabt, und diese Gegner haben natürlich eine gewisse Klasse", merkte Moniz zu seinen Außenverteidigern an.

"Wenn du vorne weiter dominierend bleibst und Chancen kreierst, dann hast du Entlastung. Aber die Gegner sind dann auf uns zu gekommen."

Denkbar ungelegen kamen Magen-Darm-Probleme des zentralen Mittelfeldspielers Simon Cziommer, unter denen beim Rückflug am Freitag bereits die halbe Mannschaft litt.

Verlegung von Salzburg-Sturm kein Thema

Wenn es nach den Salzburgern gegangen wäre, wäre der Liga-Schlager gegen Sturm abgesagt worden. Sportdirektor Heinz Hochhauser hat diesbezüglich  die Bundesliga kontaktiert, erhielt jedoch eine Absage.

"Es gibt keinen Interpretationsspielraum", erklärte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl, "die Begegnung wird zum geplanten Zeitpunkt stattfinden."

Knapp zehn Spieler hatten sich die Probleme auf Zypern eingefangen. Cziommer musste bereits in der 22. Minute geschwächt durch Stefan Hierländer ersetzt weren.

Disbalance nach Cziommer-Auswechslung

"Cziommer musste raus, dann ist eine Disbalance entstanden. Da haben wir den Griff verloren", meinte Moniz. Zu Beginn der zweiten Hälfte beorderte der 47-Jährige dann Leonardo von der Seite in die Zentrale.

"Wir hatten keinen Ballbesitz mehr, das wollten wir reparieren", erläuterte Moniz. "Das hat aber nicht funktioniert, weil es viel zu eng war."

Eine Situation, die erst mit der Einwechslung von Jakob Jantscher (72.) wieder korrigiert wurde.

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