Men 2 Watch - AEK, Malmö, Slovan

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Duell mit Sturm Graz anstelle von „El Clasico“ gegen Real Madrid.

Statt mit dem FC Barcelona in „La Liga“ und Champions League um Punkte zu fighten geht Eidur Gudjohnsen mittlerweile für AEK Athen auf Torejagd.

Der Isländer ist aber nur ein prominenter Name, der sich auf der Kaderliste eines Gegners von Österreichs „Eurofightern“ findet.

LAOLA1 stellt auch vor dem zweiten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase (ab 19:05 Uhr LIVE im LAOLA1-TICKER) die prominentesten Gegenspieler von Sturm, Salzburg und Austria vor:

AEK Athen

Eidur Gudjohnsen:

Als Henrik Larsson 2006 den FC Barcelona in Richtung Helsingborg verließ, verpflichteten die Katalanen als Ersatz einen neuen Nordländer. Gudjohnsen verbrachte drei Jahre in der Mittelmeer-Metropole und krönte sich kurz vor seinem Abschied zum Champions-League-Sieger. Athen ist die mittlerweile elfte Station des Isländers, der mit 24 Treffern in 63 Partien Rekordtorschütze im Nationalteam ist. Schnelligkeit und Technik sind nur zwei der Qualitäten des neuen AEK-Stars, der sich nach seiner Ankunft vor 2.500 Fans am Flughafen offenbar schon der Hoffnungen bewusst sein musste, die man in Griechenland in ihn setzt.

 

Nikos Liberopoulos:

36 Jahre und kein bisschen müde. 20 Saisonen ging Nikos Liberopoulos schon auf Torejagd, seine 21. soll aber die letzte ein. Der 72-fache griechische Teamkicker kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken: 49 Champions-League-Einsätze und weitere 35 Partien in der Europa League (für Panathinaikos und AEK), zwei Jahre in der deutschen Bundesliga bei Eintracht Frankfurt und über 200 geschossene Tore stehen auf der Haben-Seite. Was dem Vollblutstürmer, der von Panathinaikos-Fans trotz des Wechsels zum Erzfeind immer noch bejubelt wird, fehlt, ist der Europameister-Titel. Otto Rehhagel verzichtete 2004 auf die Dienste des Goalgetters.

 

Traianos Dellas:

„Er ist mein Koloss von Rhodos“, urteilte der ehemalige griechische Teamchef im Jahr 2004 über den 1,96 Meter großen Verteidiger, der bei der EM in Portugal ins All-Star-Team gewählt wurde. Der mittlerweile 35-Jährige ist trotz seines fortgeschrittenen Alters in der AEK-Abwehr gesetzt, wo er mittels gutem Kopfball- und Stellungsspiel läuferische Defizite ausgleicht. Nicht nur die Tatsache, dass Dellas der einzige Spieler in der Geschichte des Fußballs ist, der bei einer Europameisterschaft ein Silver Goal erzielte, macht den ehemaligen AS-Roma-Legionär zu einem besonderen Gegner.

 

Fabian Vargas:

41 Länderspiele für Kolumbien kann Vargas vorweisen, wenngleich er bei der letzten Copa America 2011 nicht zum Kader der „Cafeteros“ gehörte. In Südamerika spielte der 31-Jährige bei Top-Adressen in drei verschiedenen Ländern – nach fünf Profi-Jahren bei seinem Heimatverein America Cali stand er von 2003-2009 bei den Boca Juniors unter Vertrag, wechselte 2007 aber für acht Spiele zum zweimaligen Copa-Libertadores-Sieger Internacional nach Brasilien. Wo auch immer „El Perro“ (Der Hund) auflief, zeichnete er sich durch Einsatzwillen und körperbetontes Spiel aus.

 

Leonardo:

Nicht nur Red Bull Salzburg, auch AEK Athen hat einen Leonardo in seinen Reihen. Dieser heißt mit vollem Namen Leonardo Rodriguez Pereira und spielt wie sein Namensvetter auf der Position des Stürmers. Da er in den letzten beiden Saisonen bei knapp 30 Ligaspielen jeweils nur fünf Mal ins Schwarze getroffen hat, kann man den 25-jährigen wohl nicht als Goalgetter betiteln. Zwei Treffer in den bisherigen drei Europa-League-Auftritten (inklusive Qualifikation) der Griechen sprechen aber für eine Leistungssteigerung auf internationaler Bühne und sollten für Sturm Warnung genug sein.

 

 

Slovan Bratislava

Filip Sebo:

Mit dem 1,81 Meter großen Stürmer wartet ein alter Bekannter auf Red Bull Salzburg. Sebo lief in 32 Spielen der Saison 2005/06 in der österreichischen Bundesliga auf und erzielte sechs Treffer. Noch allzu gut in Erinnerung sind die schnellen Vorstöße des heute 27-Jährigen, die Austria Wien den Double-Gewinn und Sebo selbst auf den Notizblock der Glasgow Rangers brachten. Nach seinem Wechsel zum schottischen Rekordmeister und drei weiteren Jahren beim FC Valenciennes in Frankreich ist der 14-fache slowakische Nationalspieler mittlerweile wieder zurück in seiner Geburtsstadt.

 

Marko Milinkovic:

Auch Milinkovic ist ein Name, der aus der österreichischen Bundesliga bekannt ist, wenn es sich auch um Namensvetter Nikola handelte, der von 2001 bis 2004 im Mittelfeld des GAK auflief. Marko hingegen ist Serbe, erst 23 Jahre alt und steht in seiner mittlerweile fünften Saison in der slowakischen Corgon Liga. Nach dreieinhalb Jahren in Kosice wechselte der Flügelspieler im Frühjahr 2011 zum Hauptstadt-Klub und erzielte in 22 Spielen bislang fünf Tore. Zeigt der einmalige Internationale weiterhin so gute Leistungen, überflügelt er die Karriere seines Vaters Duska, der 1988 das damals noch vereinte Jugoslawien bei den Olympischen Spielen vertrat.

 

Karim Guede:

Karim Guede hat eine togolesische Mutter und einen französischen Vater, wurde im deutschen Hamburg geboren und spielt für…die Slowakei. Sein Debüt im Nationalteam gab der 26-Jährige ausgerechnet vergangenen August beim 2:1-Erfolg in Österreich. Nach zwei Jahren bei der zweiten Mannschaft des HSV wechselte der 26-jährige 2006 in die Slowakei, wo er zunächst bei Artmedia Petrzalka (heute: FC Petrzalka 1898)und seit 2010 bei Slovan durch Zweikampfstärke und Flexibilität auffällt. Guede ist gelernter Innenverteidiger, kommt beim slowakischen Meister aber vorwiegend im defensiven Mittelfeld zum Einsatz.

 

Jiri Kladrubsky:

Um die Defensive weiter zu stabilisieren „wilderten“ die Slowaken in der Sommerpause im Nachbarland Tschechien und wurden bei Sparta Prag fündig. Mit Kladrubsky kam ein Spieler, der über Länderspiel-Erfahrung verfügt und ebenso wie Guede universell einsetzbar ist. Von Außenverteidiger bis Mittelfeld-Motor hat der 25-Jährige schon sämtliche Positionen ausgeübt und wusste damit Vladimir Weiss zu überzeugen. Es ist zu erwarten, dass der Slovan-Trainer auch gegen offensivstarke Salzburger auf die Qualitäten des gebürtigen Budweisers setzt.

 

Igor Zofcak: Die Fäden im offensiven Mittelfeld soll ein weiterer ehemaliger Sparta-Prag-Akteur ziehen. Igor Zofcak wechselte 2007 vom MFK Ruzomberok zum Traditions-Klub und blieb bis 2010 in Tschechien. Seit nunmehr einem Jahr trägt er beim amtierenden Double-Gewinner der Slowakei das Trikot mit der Nummer zehn und kann durchaus Spielmacher-Statistiken vorweisen. In den ersten neun Liga-Begegnungen legte der 28-Jährige fünf Treffer seiner Mitspieler auf, blieb selbst aber noch ohne Tor-Erfolg. Ob Slovan gefährlich vor das Tor von Eddie Gustafsson kommen kann, wird auch von der Form des 13-fachen Nationalspielers abhängen.

 

 

Malmö FF

Mathias Ranegie:

1,96 misst der Schwede, der Karl Daxbacher vor dem Duell Sorgenfalten auf die Stirn zaubert. „Ranegie ist ein Maierhofer-Typ, er ist eine große Verstärkung für Malmö“, erklärt der Austria-Coach. Mit 21 Treffern aus 25 Spielen führt der 27-jährige die Torschützenliste der aktuellen Allsvenskan-Saison an. 18 Treffer davon fielen noch zugunsten des BK Häcken, von wo der Mittelstürmer im August nach Malmö wechselte. Rechtzeitig vor dem Duell mit den Wienern durchbrach der „Sturm-Bulle“ eine 270 Minuten währende Torsperre und traf in den letzten beiden Liga-Begegnungen drei Mal.

Ivo Pekalski:

 Der Sohn polnischer Einwanderer wechselte 2009 im Alter von 18 zu Malmö und zieht seitdem im Mittelfeld die Fäden. Ursprünglich als Investition in die Zukunft verpflichtet, hatte Pekalski mit seinen guten Leistungen wesentlichen Anteil am Meistertitel 2010. Als Zeugnis seiner gelungenen Debüt-Saison wurde er von der Liga zum „Newcomer des Jahres“ gewählt. Das Debüt im Nationalteam scheint für den zweikampfstarken und passsicheren „Sechser“, dem aber auch ein Mangel an Torgefahr und Schnelligkeit attestiert wird, nur noch eine Frage der Zeit.

Ricardinho:

 Auf der Suche nach einem linken Außenverteidiger wurde Malmö beim brasilianischen Erstliga-Verein Coritiba FC fündig und Ricardo Ferreira da Silva erwies sich als absoluter Glücksgriff. Bereits in seiner ersten Saison 2009, die für „Die Himmelblauen“, wie Malmö aufgrund ihrer traditionellen Dressenfarbe genannt wird, mit Platz sieben wenig zufriedenstellend endete, konnte sich der 25-Jährige mehrmals in Szene setzen und zählte im Jahr darauf zu den Stützen der Meistermannschaft.

Jiloan Hamad:

Seinen einzigartigen Vornamen hat der gebürtige Aseri von seinen kurdischen Vorfahren, sein Talent hat er wohl von Natur aus. Mit 20 Jahren kann Hamad bereits auf 64 Liga-Spiele mit Malmö zurückblicken. Der Mittelfeldspieler entschied sich im Frühjahr 2011, für Schweden aufzulaufen, das er bereits in den Jugendabteilungen – 17 Spiele für die U21 – vertreten hatte. Vielen Fans des Drei-Kronen-Teams dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein, dass dieses Juwel nicht an Aserbaidschan-Coach Berti Vogts verloren wurde.

Daniel Larsson:

Ein weiterer schwedischer Teamspieler findet sich auf der zweiten Stürmerposition. Der 1,76 Meter große Larsson ist dabei die ideale Ergänzung zu Sturm-Tank Ranegie. Trotz zehn Treffern in der abgelaufenen Saison machte sich der 24-Jähre, der mit Übersicht, Spielwitz und Mannschaftsgeist besticht, vornehmlich als Passgeber einen Namen. Mit zehn erfolgreichen Torvorlagen 2010 führte der gebürtige Göteborger die Liga-Statistik in dieser Kategorie an. Dass er bereit ist, Verantwortung  für sein Team zu übernehmen, beweist auch die Wahl Larssons als Elfer-Schütze.

 

Christian Eberle

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