Sturm startet ohne Gratzei in die EL-Gruppenphase

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Ohne Einser-Tormann Christian Gratzei muss Fußball-Meister Sturm Graz am Donnerstag (21.05 Uhr LIVE auf Puls4 und LAOLA1.tv) in Graz im ersten Europa-League-Gruppenspiel gegen Lok Moskau antreten.

Wie der Club mitteilte, zog sich der ÖFB-Teamgoalie im Training am Montag eine Verletzung am linken Knie zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Verletzung ohne Fremdverschulden

Der 29-Jährige werde sich am Donnerstag einer Arthroskopie unterziehen, erst danach könne über den Grad der Verletzung fundiert Auskunft gegeben werden.

"Er hat sich ohne Fremdverschulden das Knie verdreht. Anfangs hat es eher harmlos ausgesehen, heute hat sich aber herausgestellt, dass er nicht beschwerdefrei laufen kann und die Sache angeschaut werden muss", sagte Trainer Franco Foda vor dem Dienstag-Training.

Damit steht der Kroate Silvije Cavlina vor seinem ersten Einsatz seit 16. April. Ob er den Nationalteam-Goalie adäquat ersetzen kann, wird sich zeigen.

Ziel: besser als 2009

Gratzei ist neben Ferdinand Feldhofer, Manuel Weber, Andreas Hölzl und Samir Muratovic einer von fünf aktuellen Sturm-Kicker, die schon 2009 in der letzten Europa-League-Gruppenphase am Feld standen.

Zudem hatten im Verlauf des Bewerbs 2009/10 noch Martin Ehrenreich, Sandro Foda, Haris Bukva und Marvin Weinberger internationale Erfahrungen im Sturm-Dress gesammelt.

Ein Ziel der Grazer ist es, besser in die Gruppenphase zu finden als vor zwei Jahren, als es am 17. September 2009 in der UPC-Arena gegen Dinamo Bukarest zum Auftakt eine knappe 0:1-Niederlage gesetzt hatte.

Lok Moskau kein Unbekannter

Die Europa League ist also kein Neuland für die Truppe von Coach Franco Foda, insgesamt elf Kicker des aktuellen Kaders sind dort schon zum Einsatz gekommen, darunter Milan Dudic für Salzburg und Joachim Standfest für die Austria.

Für Sturm ist es das erste Duell mit dem Tabellenfünften der abgelaufenen Premjer-Liga-Saison.

Lok hat sich aber schon in der Champions-League-Qualifikation mit dem FC Tirol (3:1 daheim, 0:1 auswärts im Wiederholungsspiel), GAK (2:0 auswärts, 3:3 daheim) und Rapid (1:1 auswärts, 0:1 daheim) gemessen und ist dabei zweimal erfolgreich geblieben.

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Ex-Litauen-Coach auf der Bank

Der zweifache russische Meister (2002 und 2004) wird - nach der Entlassung von Juri Krasnoschan - seit Juli vom Portugiesen Jose Couceiro betreut.

Der mit einem Zweijahresvertrag ausgestattete 48-Jährige war auch schon für den portugiesischen Topclub FC Porto (2005) als Trainer tätig und hatte auch das portugiesische U21-Nationalteam (2006/07) sowie die Auswahl von Litauen gecoacht (2008/09).

Deshalb ist Couceiro in Österreich kein Unbekannter, war die ÖFB-Auswahl doch in der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika auf die Litauer getroffen und hatte dabei auswärts 0:2 verloren und zu Hause 2:1 gewonnen.

Steter Österreich-Bezug

Couceiro hatte auch schon Austria-Stürmer Roland Linz unter seinen Fittichen, während dessen Engagement bei Gaziantepspor (2009/10).

Vor der Übernahme des Trainerpostens bei Lok war Couceiro seit Jahresbeginn bei Sporting Lissabon als Sportlicher Leiter und Interimstrainer tätig gewesen.

Der in der Vergangenheit u.a. auch vom Trainerduo Raschid Rachimow/Alfred Tatar betreute Eisenbahnerclub schaffte mit einem 2:0-Heimsieg und einem Auswärts-1:1 gegen Spartak Trnava den Einzug in die Gruppenphase.

Erfolgsverein Lok

Lok hat international bereits beachtliche Erfolge gefeiert, 1998 und 1999 schaffte der 1923 als "KOR" (Klub Oktober Revolution) gegründete und 1936 in Lokomotiv Moskau umbenannte Verein den Halbfinal-Einzug im Cup der Cupsieger, in der Saison 2003/04 führte der Weg in der Champions League bis ins Achtelfinale.

National liegt der Hauptstadtclub derzeit nach 23 Runden mit 39 Punkten sieben Zähler hinter Zenit St. Petersburg auf Rang fünf. Ihre aktuelle Topform untermauerte die Couceiro-Truppe am Samstag mit einem 4:2-Heimsieg gegen den Tabellenführer.

Nigeria-Teamstürmer Victor Obinna trug sich dabei einmal in die Schützenliste ein, der 24-Jährige ist neben dem russischen Internationalen Dimitri Sychev für die Lok-Tore zuständig. In der Abwehr läuft beim fünffachen russischen Cupsieger (zuletzt 2007) alles beim slowakischen Teamspieler Jan Durica zusammen.

Negative Bilanz gegen Moskau-Klubs

Die Grazer haben bisher erst zweimal Erfahrungen mit russischen Clubs gemacht: 1981 gewannen sie in der ersten UEFA-Cup-Runde das Heimspiel gegen ZSKA Moskau mit 1:0 und stiegen trotz des Auswärts-1:2 auf.

1998 verloren sie in der Champions-League-Gruppenphase zu Hause gegen Spartak Moskau mit 0:2, auswärts gab es ein torloses Remis.

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