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Befreiungsschlag verpasst, aber Remis noch gerettet

Red Bull Salzburg musste sich am Donnerstag zum Auftakt der Europa League daheim gegen Celtic Glasgow mit einem 2:2 (1:1) zufriedengeben.

Im ersten Match der Gruppe D ging der schottische Meister durch Mubarak Wakaso (14.) und Scott Brown (60.) zweimal in Führung, dem größtenteils klar überlegenen österreichischen Champion gelang durch Alan (36.) und Jonatan Soriano (78.) zweimal der Ausgleich.

Zum Celtic-Helden avancierte vor knapp 18.000 Zuschauern in Salzburg Tormann Craig Gordon, der 31-jährige Schotte entschärfte zahlreiche Salzburger Topchancen.

Weiter geht es für die Salzburger international am 2. Oktober. Da wartet in Rumänien Astra Giurgiu, das sich am Donnerstag Dinamo Zagreb in Kroatien gleich 1:5 geschlagen geben musste.

Früher Rückschlag trotz Dominanz

Nach einem ersten Warnschuss von Marcel Sabitzer über das Celtic-Tor (10.) gab es für die "Bullen" nach drei Pflichtspielpleiten in Serie bereits den nächsten Nackenschlag zu verarbeiten.

Nach Vorarbeit von Brown und Kris Commons zog Wakaso aus 17 Metern ab, sein satter Schuss landete im rechten Eck und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung (14.).

Wakaso feierte damit einen Traumeinstand bei seinem neuen Arbeitgeber. Der Offensivspieler aus Ghana bestritt in Salzburg das erste Pflichtspiel für Celtic nach seinem Transfer von Rubin Kasan zu den Schotten.

Salzburg mühte sich danach mit viel Einsatz, um endlich wieder richtig in die Spur und die spielerische Leichtigkeit zu finden.

Versuche von Kevin Kampl (18.), Jonatan Soriano (21.) und Martin Hinteregger (31.) blieben genauso erfolglos wie ein Kopfball von Andre Ramalho, den Celtic-Goalie Craig Gordon stark parierte (31.).

Gordon machte Salzburgs Chancen zunichte

Ein von Brown abgefälschter Alan-Schuss aus 16 Metern brachte dann aber das 1:1 (34.) und ein wenig Erleichterung für die Salzburger.

Die Hausherren blieben vor den Augen von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz am Drücker, Sabitzers Schuss verfehlte aber knapp das Tor (41.).

Salzburgs Sturmlauf ging nach dem Seitenwechsel munter weiter. Allerdings agierte auch Gordon weiterhin in Hochform.

Der Celtic-Goalie zeichnete sich bei Chancen von Andreas Ulmer (47.), Alan (49., 55.) und Sabitzer (55.) aus.

Soriano-Freistoß erlöste kriselnde Salzburger

Das 2:1 machte schließlich Celtic - Ramalho fälschte einen Volley-Weitschuss von Celtic-Kapitän Brown ab.

Damit landete auch Celtics zweiter Torschuss der Partie im Gehäuse von Salzburg-Schlussmann Peter Gulacsi.

Alan traf die Außenstange (71.), ehe Soriano mit einem Freistoß-Treffer aus 25 Metern Gordon doch noch bezwang (78.).

Damit verhinderte der Kapitän die vierte Pflichtspielniederlage in Serie, das hat es in der knapp zehnjährigen Red-Bull-Ära in Salzburg weiterhin noch nie gegeben.

Nicht mehr möglich ist für die Salzburger jedoch nun die Wiederholung des Kunststücks, so wie 2009/2010 und 2013/2014 alle sechs Gruppenpartien in der Europa League zu gewinnen.

Europa-League - Gruppe D/1. Runde:

Red Bull Salzburg - Celtic Glasgow Endstand 2:2 (1:1)
Salzburg, Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 17.886, SR Dias/POR

Torfolge:

0:1 (14.) Wakaso
1:1 (36.) Alan
1:2 (60.) Brown
2:2 (78.) Soriano

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer (82. Ankersen) - Kampl, Leitgeb, Ilsanker, Sabitzer - Alan, Soriano

Celtic: Gordon - Ambrose, Denayer, Van Dijk, Izaguirre - Brown, Johansen (92. Kayal) - McGregor, Commons (75. Tonev), Wakaso - Scepovic (68. Stokes)

Gelbe Karten: Ulmer, Hinteregger bzw. Ambrose, Brown

Die besten Spieler: Alan bzw. Gordon

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