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Admira erkämpft in Prag ein Unentschieden

Nach der SV Ried ist auch der FC Admira Wacker Mödling in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation gescheitert. Die Niederösterreicher trennten sich im Rückspiel auswärts von Sparta Prag zwar mit 2:2 (1:2), zogen nach dem 0:2 in Maria Enzersdorf mit dem Gesamtscore von 2:4 aber den Kürzeren.

Für die Admiraner waren Tore von Lukas Thürauer (19.) und Benjamin Sulimani (69./Freistoß) am Donnerstagabend für den Aufstieg zu wenig. Leonard Kweuke machte aufseiten der Tschechen den Unterschied aus, er erzielte noch vor der Pause innerhalb weniger Minuten einen Doppelpack (36., 39.).

Viele Veränderungen in der Startelf

Coach Dietmar Kühbauer hatte seine Truppe wohl auch aufgrund der schlechten Ausgangslage und im Hinblick auf das Sonntagspiel in der Meisterschaft gegen die Austria an mehreren Positionen verändert.

Der angeschlagene Ouedraogo und die geschonten Jezek und Kapitän Windbichler machten die Reise nach Prag erst gar nicht mit, zudem saßen auch die zuletzt beim 4:0 gegen Wiener Neustadt von Beginn an spielenden Hosiner und Drescher nur auf der Bank. Peter Pöllhuber und Schrott bildeten damit erstmals gemeinsam die völlig neu formierte Innenverteidigung.

Die Abwehr der Südstädter hatte mit Ausnahme eines Kaderabek-Schusses ins Außennetz (14.) in der ersten halben Stunde aber wenig zu tun. Sparta blieb zu Beginn vieles schuldig und die Admiraner spielten durchaus gefällig mit, hatten mehr vom Spiel. Und die Kühbauer-Truppe ging auch etwas glücklich in Führung.

Die glückliche Führung durch Thürauer

Ein Thürauer-Schuss wurde von Svejdik unhaltbar für Vaclik ins eigene Tor abgefälscht (19.). Der Sparta-Goalie hatte gleich darauf auch bei einem Sabitzer-Abschluss seine Mühe (24.).

Der Traum der Niederösterreicher den Aufstieg doch noch zu schaffen, zerplatzte allerdings noch vor der Pause. Admiras Tormann Tischler ließ eine Freistoßflanke aus und Kweuke vollendete Volley nach Svejdik-Zuspiel zum 1:1 (36.).

Der Ausgleich war wie ein Weckruf für die Hausherren, die plötzlich tonangebend waren und auch nachlegten. Nach Kadlec-Vorarbeit traf abermals Kweuke vom Sechzehner ins lange Eck (39.). Der Assistgeber selbst ließ noch die Riesenchance auf das 3:1 aus (41.).

Admira kommt noch zum Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel schlief die Partie etwas ein. Die Tschechen begnügten sich großteils mit der komfortablen Führung, die Niederösterreicher wiederum schafften es nicht zuzulegen.

So war es wenig überraschend, dass die Admiraner nur aus einer Standardsituation zum Erfolg kamen. Sulimani versenkte einen Freistoß zum 2:2 im Eck (69.). Mehr war für Hosiner und Co. aber nicht möglich, sie können sich jetzt wieder voll und ganz auf das nationale Geschehen konzentrieren.

 

Sparta Prag - FC Admira Wacker Mödling 2:2 (2:1)

Prag, Generali Arena, 8.732, SR Luca Banti (ITA). Hinspiel: 2:0  

Sparta Prag: Vaclik - Vidlicka, Svejdik, Jarosik, Pamic - Kaderabek
(82. Grajciar), Holek, Husbauer, Prikryl (50. Skalak) - Kadlec (89.
Keric), Kweuke

Admira: Tischler - Plassnegger, P. Pöllhuber, Schrott, T. Weber -
Seebacher, Mevoungou (62. Schachner), Thürauer, Sabitzer - Schwab
(65. Hosiner), B. Sulimani (80. R. Schicker)

Tore: 0:1 (19.) Thürauer, 1:1 (36.) Kweuke 2:1 (39.), Kweuke, 2:2 (69.) B. Sulimani (Freistoß)

Gelbe Karten: Kaderabek bzw. Plassnegger, Schrott

 

STIMMEN ZUM SPIEL:

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Wir sind ausgeschieden, es ist das eingetreten, was in Österreich eh alle geglaubt haben. Heute haben etliche Leute, die zuletzt in der Startformation waren, nicht gespielt und es war unser achtes Spiel in nicht ganz einem Monat. Nach der 1:0-Führung habe ich sogar ein bisschen zu träumen begonnen, aber der Doppelschlag hat uns zurückgeworfen. Leonard Kweuke hat den Unterschied ausgemacht, ohne ihn bin ich überzeugt, dass wir in die nächste Runde gekommen wären. Ich habe keinen Unterschied zwischen den Mannschaften gesehen, meine Mannschaft hat sich gut präsentiert, ich bin recht zufrieden mit der Leistung."

Vitezslav Lavicka (Sparta-Prag-Trainer): "Die Qualität unserer Leistung war unter unserem Niveau. Unser stärkster Gegner war das mangelnde Selbstvertrauen, nach dem Gegentor hat die Psyche weiter gelitten. Erst mit dem Doppelschlag von Kweuke ist das Selbstbewusstsein wieder gewachsen. Nach der Pause haben wir ein billiges Gegentor kassiert. Insgesamt hat es uns an der nötigen Qualität gefehlt, vor allem auch im Abschluss."

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