Austria erfüllt Pflichtübung

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Ein wenig Stottern inbegriffen, ist die Austria mit einem Sieg fürs Selbstvertrauen in die neue Saison gestartet.

Mit einem 3:0 im Gepäck verabschiedeten sich die Wiener Donnerstag Mitternacht aus Podgorica.

Der Aufstieg in die dritte Qualifikationsrunde der Europa League ist mit mehr als eineinhalb Beinen gesichert, die "Pflichtübung" Rudar Pljevlja erledigt. Alles eitel Wonne war es dennoch nicht, was eine erst in der zweiten Spielhälfte überzeugende Austria vor spärlicher Kulisse zeigte.

Stotternder Start

Gegen einen zwar technisch versierten, aber international gesehen limitierten Gegner machte die Gäste-Elf in Niksic sehr zum Ärger von Coach Karl Daxbacher eine halbe Stunde keine gute Figur.

Der Auftritt gegen den montenegrinischen Cupsieger darf dennoch als willkommenes Aufwärmen für höhere Aufgaben gesehen werden.

Denn in einem waren die Beteiligten einig: Zum Liga-Auftakt am Sonntag in Salzburg gegen den Vizemeister müssen die Violetten von Beginn an hellwach sein.

"Vor der Pause hat einiges nicht gepasst"

"Es hat vor der Pause einiges noch nicht gepasst, das brauchen wir nicht beschönigen. Unsere Leistung muss besser werden, so können wir gegen Salzburg nicht bestehen", sprach Daxbacher nach Schlusspfiff Klartext.

Der 58-Jährige sah eine halbe Stunde lang eine schwache Austria-Elf, ehe diese mit der ersten gelungenen Aktion durch Nacer Barazite (35.) in Führung ging.

Danach war Rudar gebrochen, die Austria stellte gegen einen konditionell nachlassenden Gegner die Weichen erneut durch Barazite (63.) und Tomas Jun (75.) auf Aufstieg.

"So muss man erst einmal gewinnen"

"In einer Europacup-Quali passiert es nicht oft, dass man einen 3:0-Auswärtssieg feiert. Der Gegner war sicher nicht der stärkste, aber so muss man auch erst einmal gewinnen", sagte Daxbacher am Tag nach der Partie, in der die Austria den höchsten Auswärtssieg im Europacup seit August 1995 (4:0 gegen Kapaz Ganja/AZE) gefeiert hat.

Nach der Pflicht steht nun die Kür auf dem Programm. Nach dem Liga-Auftritt in Salzburg wartet im Rückspiel am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr) in der Wiener Generali Arena ein Test für höhere Aufgaben.

Vorbereitung auf Bundesliga-Start

Dieser dürfte der Austria auch entgegenkommen, wirkte die Mannschaft im ersten Pflichtspiel der Saison doch noch nicht spritzig genug.

Das Trainingsprogramm der vergangenen Wochen machte sich offenbar noch bemerkbar.

Rudar war mit Blick auf Salzburg dahingehend ein dankbarer Kontrahent. "Jedes Spiel ist gut für unseren Rhythmus und dieses war sehr wichtig vor dem Sonntag-Spiel", meinte Austrias Spielgestalter Zlatko Junuzovic.

Gesehen dürften die Austrianer auch haben, dass auch der Vizemeister am Europacup-Donnerstag mit einem Kantersieg (4:1) überzeugte.

Dies war auch Daxbacher bewusst. "Salzburg hat genauso wie wir Selbstvertrauen getankt. Es sind zwei Mannschaften, die gestärkt ins Spiel gehen."

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