Sturm verabschiedet sich mit Heim-Pleite

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Für Sturm Graz hat es zum Abschluss der Europa League eine herbe Enttäuschung gesetzt.

Der österreichische Meister musste sich am Mittwoch vor 13.681 Zuschauern in der UPC-Arena AEK Athen mit 1:3 (0:2) geschlagen geben und beendete damit die Gruppe L mit drei Punkten aus sechs Partien auf dem vierten und letzten Platz, weil das direkte Duell mit den punktegleichen Griechen verloren wurde.

Vom ausgegebenen Ziel, die Gruppe mit einer besseren Ausbeute als den vier Zählern in der Saison 2010/11 abzuschließen, waren die Steirer weit entfernt.

Obwohl AEK nur mit 16 Spielern angereist war und eine bessere B-Mannschaft aufbot, feierten die Gäste dank Toren von Manolas (10.), Burns (43.) und Klonaridis (77.) bzw. Kainz (59.) einen verdienten Erfolg.

Stangenschuss nach 45 Sekunden

Ihrem ersten Treffer kamen die Athener schon nach wenigen Sekunden nahe, als ein Kopfball von Sialmas an der Stange landete.

Danach erwies sich der aktuelle Zweite der griechischen Meisterschaft trotz der Schonung einiger Stammkräfte als technisch und läuferisch besseres Team, das die Hausherren nicht zur Geltung kommen ließ.

Logische Folge war die Führung für AEK: Sturm konnte sich nach einem Corner nicht befreien, Cala scheiterte zunächst an Cavlina und der abspringende Ball landete bei Manolas, der knapp innerhalb des Strafraums einschoss (10.).

Es dauerte bis zur 32. Minute, ehe die Grazer erstmals gefährlich wurden - Konstantopoulos hatte mit einem abgerissenen Schuss von Bodul Probleme.

Fünf Minuten danach wurde ein Weitschuss des Sturm-Angreifers zur sicheren Beute des AEK-Schlussmannes.

0:2 knapp vor der Pause

Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als sich die Gastgeber leicht im Aufwind befanden, schlugen die Athener neuerlich zu.

Guerreiro spazierte durch die Sturm-Abwehr und schupfte den Ball auf Burns, der aus kurzer Distanz mit der Brust das zweite Tor für seinen Club erzielte (43.).

Erst nach dem Seitenwechsel fanden Kienast und Co. besser in die Partie. AEK wurde in die Defensive gedrängt, zu mehr als zwei vergeblichen Handelfmeter-Reklamationen reichte es jedoch nicht - bis zur 59. Minute.

Dann spielte Standfest einen Querpasse auf Kainz, der mit einem abgefälschten Schuss auf 1:2 verkürzte.

Rangelei beendet Aufwind

Sturms wiedergewonnener Elan verpuffte allerdings spätestens bei einer Massenrangelei in der 72. Minute.

Danach brachten die Griechen das Match wieder unter Kontrolle und machten in der 77. Minute den Sack zu: Klonaridis lief der Sturm-Defensive mühelos davon und traf mit einem trockenen Schuss in kurze Kreuzeck.

Durch die Niederlage dürfte sich der Druck auf Franco Foda weiter erhöhen. Der Deutsche hatte seinen Abgang mit Saisonende angekündigt, ein Abschied noch im Winter scheint jedoch nicht ausgeschlossen.

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