Aufmacherbild

Rapid gelingt versöhnlicher Abschied aus der EL

Mit einem 1:0-(1:0)-Erfolg über Metalist Charkiw hat Rapid am Donnerstag für einen einigermaßen versöhnlichen Abschied aus der Europa League gesorgt.

Im sechsten und letzten Spiel von Gruppe K holten die Hütteldorfer vor 29.400 Zuschauern im Wiener Ernst-Happel-Stadion dank eines Tores von Deni Alar in der 13. Minute und des vierten Pflichtspielerfolgs hintereinander die ersten EL-Punkte sowie die Siegprämie von 200.000 Euro, sind aber dennoch sang- und klanglos ausgeschieden.

Die Ukrainer waren mit 13 Punkten bereits zuvor als Gruppensieger festgestanden.

Rapid beendete den Pool mit 3 Punkten und einem Torverhältnis von 4:14 auf Platz vier hinter Bayer Leverkusen (13) und Rosenborg Trondheim (6).

Kein Shamrock-Schicksal

Für Rapid war es nach acht Niederlagen in der EL-Gruppenphase en suite der erst zweite Heimsieg in einer EL-Gruppenphase (nach dem 3:0 über den HSV im September 2009).

Damit blieb den Wienern auch das Schicksal der Shamrock Rovers aus Irland erspart, die die Gruppenphase im Vorjahr als bisher einziges Team der Geschichte mit sechs Niederlagen in sechs Partien beendete hatten.

Dabei konnte Rapid-Trainer Schöttel nicht seine beste Elf aufbieten. Weil neben Kapitän Steffen Hofmann auch Muhammed Ildiz und Thomas Prager wegen Blessuren ausfielen, setzte er im defensiven Mittelfeld neben Markus Heikkinen auf Harald Pichler.

Der 18-jährige Dominik Wydra musste zentral in die Hofmann-Rolle schlüpfen, Alar bildete die Solospitze.

Rapid vor der Pause klar besser

Grün-Weiß agierte von Beginn an spielfreudig und wesentlich engagierter als der Gegner, profitierte dabei auch etwas vom winterlich-rutschigen Rasen, der die feine technische Klinge der "Südamerika-Auswahl" aus der Ukraine nicht so stark zur Geltung kommen ließ.

Bei Metalist fehlten zudem nicht nur die Stars Taison und Cleiton Xavier, sondern sichtlich auch das Engagement - die Folge: keine einzige zwingende Chance für den Dritten der ukrainischen Liga.

Rapid hingegen hätte schon vor der Pause für klare Verhältnisse sorgen können. Denn Alar stellte nach eine schnellen Aktion über Michael Schimpelsberger und Christopher Trimmel aus wenigen Metern schon früh auf 1:0.

Guido Burgstaller (27./Kopfball und 30./Weitschuss) sowie Alar (39./Freistoß) hätten die Führung erhöhen können, scheiterten aber stets an Goalie Gorjainow.

Rot für Pichler

Stattdessen ließ sich Pichler kurz vor dem Pausenpfiff zu einer unbedachten Attacke an der Mittellinie hinreißen und sah für sein Foul an Willian in der 44. Minute Rot.

Prompt sahen sich die Hausherren nach dem Seitenwechsel verstärktem Druck ausgesetzt, auch wenn Alar mit einem strammen Schuss nach schönem Dribbling noch einmal Gorjainow prüfte (49.).

Grün-Weiß wehrte sich vorerst aber mit Erfolg und unterband lange Zeit gute Chancen des Gegners. Unterm Strich hatte man dann freilich auch etwas Glück, vor allem als Marlos an der Stange anklopfte (81.).

Lukas Königshofer hielt schließlich mit drei guten Reaktionen den Sieg fest, der eingewechselte Terrence Boyd scheiterte Sekunden vor dem Abpfiff am zweiten Tor für die Gastgeber.

SK Rapid Wien - Metalist Charkiw Endstand 1:0 (1:0)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 29.400, SR Hannes Kaasik (EST).

Tor: 1:0 (13.) Alar

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Schrammel - Heikkinen, Pichler - Trimmel (63. Drazan), Wydra (46. Kulovits), Burgstaller - Alar (76. Boyd)

Metalist: Gorjainow - Villagra, Gueye, Torsiglieri, Fininho (73. Edmar) - Torres - Marlos, Sosa, Blanco, Willian - Cristaldo

Rote Karte: Pichler (44./Foul)

Gelbe Karten: Königshofer bzw. Fininho

Mehr zum Thema Zum Seitenanfang»