Rapid verliert EL-Auftakt gegen Rosenborg

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Rapid Wien hat sich zum Auftakt der Gruppenphase der Europa League nicht mit Ruhm bekleckert.

Österreichs Rekordmeister musste sich am Donnerstag Rosenborg Trondheim im "Geisterspiel" zu Hause mit 1:2 (0:1) geschlagen geben.

Rapid war in der wegen UEFA-Sanktionen vor leeren Rängen im Ernst-Happel-Stadion ausgetragenen Begegnung zwar lange Zeit feldüberlegen, in der Offensive aber erschreckend harmlos.

Fehler-Kette und vergebener Elfer

Die Hütteldorfer gerieten durch ein kurioses Tor von Tarik Elyounoussi, dem eine Aneinanderreihung von Fehlern vorangegangen war, früh in Rückstand (18.).

Die weiteren Tore in der schwachen Partie bei ungewohnter Atmosphäre fielen nach Cornern. Erst traf Rosenborg-Kapitän Mikael Dorsin (60.), dann Rapid-Verteidiger Markus Katzer (65.).

Die beste Gelegenheit auf den Ausgleich ließ Deni Alar aus, der mit einem Elfmeter an Rosenborg-Keeper Daniel Örlund scheiterte (71.). Der U21-Teamspieler war zuvor von Gamboa selbst gelegt worden.

In den vergangenen vier Europacup-Spielen hatte Alar noch jeweils getroffen - und Rapid damit gegen Vojvodina Novi Sad und PAOK Saloniki zum dritten Einzug in die EL-Gruppenphase nach 2009 und 2010 verholfen.

Viel Ballbesitz, keine Chancen

Rapid-Trainer Peter Schöttel setzte auf dieselbe Startformation wie zuletzt beim 0:0 gegen die Admira. Hinter Solospitze Terrence Boyd sollten Alar, Steffen Hofmann und Guido Burgstaller für Akzente sorgen.

Die Hütteldorfer hatte zwar von Beginn an mehr Spielanteile, aber kaum klare Torchancen.

Vor der Pause sorgten lediglich Schüsse von knapp außerhalb des Strafraums durch Burgstaller (14.) und Boyd (41.) für so etwas Ähnliches wie Gefahr.

Geschenk für Rosenborg

Rosenborg agierte aus einer gesicherten Defensive und lauerte auf Konter - mit Erfolg. Das 1:0 war allerdings ein Geschenk.

Rapid-Torhüter Lukas Königshofer ließ im Nachfassen bedrängt vom heranstürmenden Daniel Fredheim Holm den Ball aus.

Katzer brachte bei der Klärung mit einem Pass Innenverteidiger Gerson in Verlegenheit, der den Ball vertändelte und Elyounoussi die Chance gab, den Ball ins leere Tor zu heben.

Königshofer unkonzentriert, Gerson indisponiert

Anstatt in sein Gehäuse zurückzulaufen, hatte sich Königshofer über das Einsteigen von Fredheim Holm beschwert.

Auch bei einem schwierigen Flatterball von Mikkel Diskerud zeigte der 23-Jährige eine kleine Unsicherheit (32.).

Nach Seitenwechsel legten der Tabellendritte der norwegischen Liga durch Dorsin nach. Der Verteidiger verwertete einen Eckball im Fünfmeterraum frei stehend per Kopf. Der indisponierte Gerson hatte einmal mehr den Ball verpasst.

Katzer bringt SCR zurück

Rapid schlug durch Katzer zurück, der einen aufs lange Eck gezogenen Alar-Corner im Tor versenkte.

Zuvor hatten die Hütteldorfer durch einen Fernschuss von Kapitän Hofmann (64.) und ein Solo von Muhammed Ildiz (65.) auch aus dem Spiel einmal zwei nennenswerte Szenen zustande gebracht.

Nach dem vergebenen Elfmeter von Alar fanden Boyd (84.) und der eingewechselte Lukas Grozurek (86.) noch zwei gute Gelegenheiten vor.

Vierte Niederlage in Folge

Da aber auch ein Querpass von Christopher Trimmel in der Nachspielzeit keinen Abnehmer fand, kassierte Rapid seine vierte Niederlage in Folge in Gruppenspielen der Europa League.

Der bisher letzte zählbare Erfolg datiert vom 21. Oktober 2010, einem 2:0 bei ZSKA Sofia.

Die nächste Aufgabe in Gruppe K führt die Grün-Weißen am 4. Oktober in die Ukraine zu Metalist Charkiw.

Der dritte Gruppengegner heißt Bayer Leverkusen. Die Deutschen werden am 25. Oktober im Happel-Stadion empfangen - dann mit vollen Rängen.


SK Rapid Wien - Rosenborg Trondheim 1:2 (0:1)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, wegen UEFA-Sanktionen keine zahlenden Zuschauer zugelassen, SR Stanislaw Todorow (BUL)

0:1 (18.) Elyounoussi
0:2 (60.) Dorsin
1:2 (66.) Katzer

Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Heikkinen, Ildiz (71. Prager) - Alar, Hofmann, Burgstaller (85. Grozurek) - Boyd

Rosenborg: Örlund - Gamboa, Reginiussen, Rönning, Dorsin - Svensson, Diskerud (91. Iversen) - Dockal, Elyounoussi, Fredheim Holm (81. Selnaes) - Prica

Gelbe Karten: keine bzw. Fredheim Holm, Rönning, Gamboa, Svensson

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