"Möglichst hoch gewinnen, um Ruhe zu haben"

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Für RB Salzburg beginnt die Fußball-Saison an der Ostsee. Keine 300 Meter vom Strand entfernt wird am Donnerstag (20.30 Uhr) das Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen den lettischen Vertreter Liepajas Metalurgs angepfiffen.

Urlaubsstimmung kommt bei den "Bullen" freilich keine auf. Der Gegner mag international eine kleine Nummer sein, nur allzu oft hatten die Salzburger aber gerade mit den "Kleinen" ihre liebe Müh'. "Wir haben überhaupt keinen Grund, einen Gegner zu unterschätzen", stellte Trainer Ricardo Moniz klar.

Vermeintliche Außenseiter liegen Salzburg nicht

"Seit der vergangenen Saison wissen wir, dass es kein schwaches, kleines oder unterlegenes Team gibt. Gerade gegen die vermeintlich Kleinen, gegen die Außenseiter, haben wir uns immer schwergetan", meinte Moniz, der seine neu formierte Mannschaft erstmals unter Wettbewerbsbedingungen erleben wird.

Die drei Zugänge Petri Pasanen, Rasmus Lindgren und Leonardo traten am Mittwoch die Reise an, zu Hause blieb der spanische Innenverteidiger Chema Anton.

Auswärts auftreten wie zuhause

Moniz ("Als ich klein war, habe ich vom Europacup geträumt") will seine Offensivphilosophie im 4-3-3-System auch in Lettland umgesetzt sehen.

"Wir werden auswärts gleich auftreten wie zu Hause - wir werden immer versuchen, das Spiel zu machen", erklärte der Niederländer, dessen Ziel klar ist: "Wir wollen möglichst hoch gewinnen, damit wir in der kommenden englischen Woche Ruhe haben."

Genug gescoutet

Am Sonntag steht in Wals-Siezenheim ja bereits der Bundesliga-Auftakt gegen Austria Wien am Programm, zwischenzeitlich erfährt man am Freitag den möglichen Gegner für die dritte Quali-Runde in der Europa League.

Von Liepajas werde man sich jedenfalls nicht überraschen lassen, Salzburg-Scout und Ex-Bundesliga-Kicker Srecko Kurbasa hat das Team mit seinen weitgehend unbekannten Spielern zweimal unter die Lupe genommen.

Zuletzt war das Metalurgs-Team gegen Nachzügler Gulbene über ein 0:0 nicht hinausgekommen, der Meister des Jahres 2009 schloss 2010 nur als Dritter ab und liegt derzeit auf Rang zwei der Ganzjahresmeisterschaft.

Bei Standards gefährlich

Prominenteste Spieler sind Kapitän Tomas Tamosauskas, der schon für Dinamo Moskau kickte, und Verteidiger Pavels Mihadjuks, der u.a. in Schottland bei Dundee United engagiert war.

"Wir sind auf die Individualität des Gegners bestens eingestellt. Wir sind optimal vorbereitet", betonte Moniz und warnte vor allem vor Standards: "Wir müssen wachsam sein, hochkonzentriert und das Risiko vermeiden."

Auch Innenverteidiger Pasanen, der sein Debüt gibt, sieht sich bereit für die kommende Saison. "Wir haben uns alle von Woche zu Woche gesteigert, von Spiel zu Spiel verbessert", meinte der Finne, dem Moniz die Rolle eines Chefs auf dem Platz zugedacht hat.

Finne soll Hintermannschaft dirigieren

Pasanen ist auch dafür bereit: "Das ist nicht eine Frage von einer Woche oder zwei Wochen, als älterer Spieler muss man sofort reinhauen", sagte der 30-Jährige, der nicht zuletzt seinen 18-jährigen Kollegen Martin Hinteregger dirigieren soll.

Auf dem Feld darf ein ähnliches Team erwartet werden wie beim etwas schmeichelhaften 1:0-Erfolg im letzten Testspiel gegen Olympique Lyon am Freitag. In der Kapitäns- und Torhüterfrage dürfte Eddie Gustafsson die besten Karten besitzen.

Bis auf die verletzten Defensivkräfte Franz Schiemer, David Mendes da Silva Douglas und Georg Teigl, der sich schon auf die U20-WM vorbereitet, sind alle Mann an Bord.

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